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Der Trend zu dunklem Geschirr: Schwarz zu Weiß
Rosenthal gibt seiner Geschirr-Kollektion "Suomi New Generation" unter dem Beinamen "Ardesia" einen matten schwarzen Rand, der am Übergang zum Weiß von zarten Linien unterbrochen wird.

Der Trend zu dunklem Geschirr: Schwarz zu Weiß

Foto: dpa
Rosenthal gibt seiner Geschirr-Kollektion "Suomi New Generation" unter dem Beinamen "Ardesia" einen matten schwarzen Rand, der am Übergang zum Weiß von zarten Linien unterbrochen wird.
Lifestyle 2 Min. 15.02.2018

Der Trend zu dunklem Geschirr: Schwarz zu Weiß

Es wird ungewöhnlich dunkel auf dem Tisch: 2018 setzen viele Manufakturen auf dunkles oder sogar schwarzes Geschirr. Allerdings immer in Verbindung mit Weiß.

(dpa/tmn) - Ein Sprichwort besagt: Weiß erkennt man am besten, wenn man Schwarz dagegenhält. Wer derzeit auf der Suche nach einem neuen Tafelservice oder Kaffeegeschirr ist, wird genau das feststellen: Zwar ist und bleibt Weiß die klassische Farbe für Teller, Tassen und Co. Aber auffällig viele Hersteller ergänzen die blasse Nichtfarbe um ihren Gegenpol Schwarz oder um andere tiefdunkle Farbtöne, was beide Seiten auffälliger werden lässt.

Das neue Tafelservice "Mio" von Blomus setzt auf tiefes Dunkelgrün in Verbindung mit einem zarten Grau und Weiß.
Das neue Tafelservice "Mio" von Blomus setzt auf tiefes Dunkelgrün in Verbindung mit einem zarten Grau und Weiß.
Foto: Hersteller

Rosenthal legt gleich für zwei seiner bestehenden Geschirr-Linien dunkle Varianten in Kombination mit Weiß auf: Die Produktreihe "Suomi New Generation" erhält unter dem Beinamen "Ardesia" einen matten schwarzen Streifen oder Rand, der am Übergang zum Weiß von zarten Linien unterbrochen wird. Der schwarze Rand lässt sich zudem für Botschaften aus Lebensmittelfarbe nutzen.

Außerdem präsentierte das Unternehmen auf der Messe Ambiente in Frankfurt/Main mit "Forest" eine Neuauflage seines Services "Mesh" in einem markanten Schwarz-Weiß-Look. Allerdings changiert der Basiston je nach Lichteinfall zwischen Schwarz und tiefem Grün. Beide Erweiterungen sollen zu den bereits erhältlichen Basisteilen der jeweiligen Geschirrlinien passen.

Ebenfalls auf sehr dunkles Grün, das je nach Raumbeleuchtung wie Schwarz wirkt, setzt Blomus beim neuen Tafelservice "Mio". Es wird ergänzt um ein zartes Grau-Blau und Weiß, was die Farbgebung auflockert.

Ein wenig Farbe

Doch es ist ja auch nicht alles Schwarz oder Weiß: So bringen die Hersteller weiterhin einerseits neue Blütendekore heraus. Ein Beispiel ist Sambonet mit der neuen Platten-Kollektion namens "Kyma Florilegium". Andererseits gibt es weiterhin eine Vielzahl an geometrischen und klaren grafischen Strukturen beim Geschirr. Ein Beispiel dafür ist das neue Dekor namens "Friends" für die Kollektion "Ono" der Marke Thomas in den Grundfarben Blau und Gelb.

Klare grafische Strukturen sind weiterhin beliebt auf dem Geschirr: Die Marke "Thomas" setzt darauf beim neuen Dekor namens "Friends" für die Kollektion Ono in den Grundfarben Blau und Gelb.
Klare grafische Strukturen sind weiterhin beliebt auf dem Geschirr: Die Marke "Thomas" setzt darauf beim neuen Dekor namens "Friends" für die Kollektion Ono in den Grundfarben Blau und Gelb.
Foto: Hersteller

Kahla konzentriert sich beim neuen Dekor "Linen&Cotton" für die Kollektion "Elixyr" ebenfalls auf grafische Einschübe. Sie sollen Stücke von Baumwolle und Leinen - also Tischdecken, Läufer und Platzsets - symbolisieren, die zunehmend vom Tisch zu verschwinden scheinen, so der Eindruck der Designerin Lisa Keller. „Egal, ob in Restaurants, Bistros oder im privaten Esszimmer: Mir fiel auf, dass man plötzlich überall pure Materialien sieht. Blanke Holztische und Steinflächen lösen den klassischen gedeckten Tisch ab.“ Dadurch fehle auf einmal der Kontrast zwischen weichen und harten Materialien, zwischen massiv und leicht.

Designer Michael Sieger hat für sein neues Design für Arzberg zwei bei Kunden beliebte Elemente des Geschirrdesigns zusammengebracht: geometrische Formen und Blüten. Für das Dekor "Vivid Bloom" der Arzberg-Geschirrserie "Tric" nahm Sieger seine Lieblingsblumen und brachte sie in Einklang mit Wabenstrukturen in Blau - obwohl Blüten für die Marke Arzberg „ein Stück weit was Neues sind“, so Sieger bei der Präsentation auf der Messe Ambiente.

Sambonet setzt mit der neuen Platten-Kollektion namens "Kyma Florilegium" auf ein opulentes Blütendekor.
Sambonet setzt mit der neuen Platten-Kollektion namens "Kyma Florilegium" auf ein opulentes Blütendekor.
Foto: Hersteller

Die Blütendekore sind derzeit allerdings im Wandel: Brachten die Manufakturen vor ein paar Jahren gerne sehr zarte, filigrane Arten mit einfachen Blüten wie von Wiesenblumen auf Porzellan, so werden es nun gefüllte und üppigere Blüten. Sie werden auch großflächiger auf Teller, Tassen und Co. gesetzt.


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