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Toyota will das SUV-Segment aufmischen
Lifestyle 3 Min. 26.07.2021
Der neue Yaris Cross

Toyota will das SUV-Segment aufmischen

Vorbestellungen sind möglich: Der neue Yaris Cross von Toyota ist ab diesem Herbst – vermutlich ab September – erhältlich.
Der neue Yaris Cross

Toyota will das SUV-Segment aufmischen

Vorbestellungen sind möglich: Der neue Yaris Cross von Toyota ist ab diesem Herbst – vermutlich ab September – erhältlich.
Foto: Toyota
Lifestyle 3 Min. 26.07.2021
Der neue Yaris Cross

Toyota will das SUV-Segment aufmischen

Mit dem neuen Yaris Cross reagiert Toyota auf die Nachfrage nach kleinen SUVs für die Stadt.

Von Thomas Geiger

Es hat mal wieder etwas länger gedauert, bis man den Trend erkannt hat. Doch dafür reagiert Toyota jetzt mit aller den Japanern eigenen Gründlichkeit und mischt bald ebenfalls mit bei der Sause der kleinen SUVs für die große Stadt. Denn als Nachzügler für Boulevard, Buckelpiste und den Parkplatz vor dem Bioladen schicken sie zu Preisen ab 22.240 Euro gegen Autos wie den neuen Hyundai Bayon, den Ford Puma und vor allem den VW T-Cross im Herbst den Yaris Cross ins Rennen.

Auch Allrad ist möglich

Dabei haben sich die Japaner deutlich mehr Mühe gegeben als manche Konkurrenten und ihren erfolgreichen Kleinwagen nicht einfach nur aufgebockt und mit Planken beklebt. Das gilt für das Design mit sportlichen Schnitt, scharfen LED-Leuchten in Bug und Heck und reichlich Muskeln im Blech, die zwischendurch nochmals mit ein paar Farbklecksen gesprenkelt sind. Und es gilt auch für die Technik: Der Yaris Cross bietet tatsächlich spürbar mehr Bodenfreiheit als sein braves Pendant, und als einer der wenigen in dieser Klasse ist er sogar mit Allrad zu haben. Wer es ernst meint mit dem SUV, der kommt im Toyota also weiter als im VW oder im Ford.

Ebenfalls ein bisschen mehr als üblich bietet der Yaris Cross bei der Ausstattung. Die Assistenzsysteme sind mit automatischer Abstands- und Spurregelung zwar nur gehobener Standard und bei den Instrumenten leistet sich Toyota links und rechts des großen Zentraldisplays sogar noch ein paar analoge Anzeigen. Doch schon die elektrische Heckklappe ist in dieser Klasse nicht selbstverständlich und ein echtes Head-up-Display sucht man bei der Konkurrenz meist vergebens.

Der Innenraum entspricht dem aktuellen Zeitgeist: recht aufgeräumt und ganz funktional.
Der Innenraum entspricht dem aktuellen Zeitgeist: recht aufgeräumt und ganz funktional.
Foto: Toyota

Als Fahrer genießt man in Yaris Cross die gute Übersicht durch die höhere Sitzposition, das handliche Format von 4,18 Metern Länge und 1,77 Metern Breite sowie die leichtgängige Lenkung, die auch engen Altstadtgassen den Schrecken nimmt. Und als Passagier freut man sich dank 2,56 Metern Radstand an überraschend guten Platzverhältnissen: Auch Erwachsene können im Fond ganz ordentlich sitzen und der Kofferraum wächst gegenüber dem Yaris um über 100 auf 397 Liter. Schade nur, dass Toyota dafür auf eine verschiebbare Rückbank wie etwa beim T-Cross verzichtet hat – der einzige Rückschritt in Sachen Ausstattung.

Weder Fisch noch Fleisch  

Der Grund dafür dürfte nicht zuletzt am Antrieb liegen. Denn neben drei Benziner-Varianten (mit 125 PS) wird es den Yaris Cross vor allem als Hybrid auf die hiesigen Straßen verschlagen – und dieser Antrieb braucht Platz für die Batterie und den zweiten E-Motor, der schließlich die Hinterachse antriebt und deshalb unter den Kofferraumboden muss. Das mag umweltbewegten Städtern die Scham vor dem SUV nehmen, es schmälert aber auch den Spaß, den man mit diesem Auto haben kann. Denn wie immer bei Toyota mit einem stufenlosen Getriebe kombiniert, gehen von den ohnehin nur 116 PS Systemleistung einige verloren, bis die Leistung über die 16 bis 18 Zoll großen Räder auf die Straße kommt.

Der Wagen ist als Benziner mit 125 PS und mit Hybrid-Antrieb mit 116 PS erhältlich.
Der Wagen ist als Benziner mit 125 PS und mit Hybrid-Antrieb mit 116 PS erhältlich.
Foto: Toyota

Während in der Stadt oft Stille herrscht, weil einen selbst 48 mickrige Lithium-Ionen-Zellen überraschend weit bringen, wird der 1,5 Liter große Dreizylinder draußen auch noch extrem laut. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt dabei 170 km/h – durchaus genug für die hiesigen Straßen und Autobahnen.


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Und auch wenn der Antrieb mit seinem Normverbrauch von 4,3 Litern auch im Alltag sparsam sein und den meisten Anforderungen an einen modischen Kleinwagen genügen mag, ist er zudem weder Fisch noch Fleisch. Wer wirklich Sprit sparen oder zumindest die Förderung einstreichen will, der kauft doch eher einen Wagen der Konkurrenz. Und wer es wirklich sportlich mag, ist hier auch nicht richtig aufgehoben. Diesen Eindruck stützt auch das Fahrwerk, das eher darauf ausgelegt ist Kopfsteinpflaster oder Gullydeckel weg zu bügeln, als einem engen Fahrbahnkontakt bei der Kurvenhatz zu vermitteln.

Zwar hat Toyota die lange Bedenkzeit gut genutzt und abgesehen vom müden Antrieb einen munteren SUV ins Stadtgewühl geschickt. Doch hat der Flirt mit der aktuellen Großstadtmode seinen Preis: Für den Hochsitz mit Allrad- und Hybridantrieb verlangt Toyota gegenüber dem Yaris mehr als 5.000 Euro Aufpreis.

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