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Das Ende vom ''Rock''
Lifestyle 21.03.2013

Das Ende vom ''Rock''

Heute ist die Gefängnis-Insel vor San Francisco eine beliebte Touristenattraktion.

Das Ende vom ''Rock''

Heute ist die Gefängnis-Insel vor San Francisco eine beliebte Touristenattraktion.
Foto: AP
Lifestyle 21.03.2013

Das Ende vom ''Rock''

Am 21. März 1963 wurden die letzten 27 Häftlinge mit Hand- und Fußschellen gefesselt von dem berüchtigten ''Rock'' in der Bucht von San Francisco in andere Gefängnisse verfrachtet.

(dpa) - Noch heute ist auf einer Tafel im Speisesaal des Alcatraz-Gefängnisses zu lesen, was die letzten Häftlinge serviert bekamen: Rühreier, Cornflakes, Toast und Kaffee standen am 21. März 1963 unter anderem auf dem Plan. Nach dem Frühstück wurden die letzten 27 Häftlinge mit Hand- und Fußschellen gefesselt von dem berüchtigten ''Rock'' in der Bucht von San Francisco in andere Gefängnisse verfrachtet.

Die Schließung von Alcatraz war ein Medienspektakel, erzählt Alexandra Picavet, Sprecherin der Nationalen Parkbehörde in San Francisco. ''Außer den Gefangenen und Wärtern hatte bis dahin niemand die Anstalt von innen gesehen, keine Frauen, keine Journalisten, keine Kinder.'' 29 Jahre lang war Alcatraz der Verbannungsort für die „Schlimmsten der Schlimmsten“.

Letzte Station für Unruhestifter

Es war ein besonders ausbruchsicheres Zuchthaus für Schwerverbrecher wie Al Capone, George ''Machine Gun'' Kelly, Alvin ''Creepy'' Karpis und Robert Stroud, den legendären Vogelmann von Alcatraz. Die Insel war die letzte Station für Unruhestifter und Ausbrecherkönige. Jeder hatte eine Nummer, hinter 1 576 Männern schlossen sich die Gittertüren zu den kleinen Zellen.

Längst steht der ''Rock'' – also der Fels – als Museum und als Brutstätte für viele Vögel unter Denkmal- und Naturschutz. Inzwischen lockt das ehemalige Gefängnis jährlich mehr als 1,4 Millionen Besucher aus aller Welt.

Im Sommer sind die Touren oft wochenlang ausgebucht. Auch für den 50. Jahrestag der Schließung waren die Tickets schnell vergriffen. Die Parkbehörde hatte ehemalige Wärter und einen der wenigen noch lebenden Ex-Häftlinge eingeladen. Zudem sollte eine Ausstellung mit nie zuvor gezeigten Fotos vom Abtransport der letzten Insassen 1963 eröffnet werden.