Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Das Einmaleins des Weihnachtsbaums
Wie frisch ein Weihnachtsbaum ist, erkennt man an seinen Nadeln: Sie sollten noch glänzen.

Das Einmaleins des Weihnachtsbaums

Foto: dpa
Wie frisch ein Weihnachtsbaum ist, erkennt man an seinen Nadeln: Sie sollten noch glänzen.
Lifestyle 2 Min. 08.12.2018

Das Einmaleins des Weihnachtsbaums

Wie erkennt man einen frisch geschnittenen Weihnachtsbaum? Er hat glänzende Nadeln, die beim Schütteln nicht abfallen. Und so frisch kann man ihn auch bis nach dem Fest erhalten. Einige Tipps vun A bis Z:

(dpa) - Kaum steht der Weihnachtsbaum drinnen, lässt er die Äste hängen und fängt an zu nadeln. Wie ärgerlich! Doch wie erkennt man, ob ein Baum frisch geschnitten ist und lange hält? Ein guter Hinweis ist eine weiße und nasse Schnittstelle. Die Nadeln sollten glänzen und beim leichten Schütteln nicht abfallen. Sechs Punkte rund um den perfekten Baum im Überblick:

Aufstellen: Am Tag vor dem Schmücken sägt man den Weihnachtsbaum erst an - die frische Schnittstelle kann besser Wasser aufnehmen. Der Baum kommt nun in den Ständer, und das Netz wird entfernt. So kann der Baum bis zum Folgetag seine Äste wieder zurück in die Ausgangsposition bringen, was das Schmücken erleichtert. Tipp: Das Netz von unten nach oben aufschneiden.

Gießen: Den Wasserbedarf sollte man nicht unterschätzen: Ein Baum mit Zimmerhöhe braucht rund zwei Liter Wasser jeden Tag. Ein besonderen Tipp für mehr Feuchtigkeit für den Baum haben die Experten außerdem: die Nadeln immer mal wieder mit einem Wassernebel besprühen. Auch ein Esslöffel Zucker im Wasser kann laut Erfahrungen helfen, den Baum länger frisch zu halten. Andere Experten gehen davon aus, dass sowohl Zucker wie auch Frischhaltemittel nichts bringen, aber sie sind eben auch nicht schädlich für den Baum.

Lagern: Der Baum sollte bis zum Fest an einem schattigen Fleck im Freien oder in einem Raum mit höchstens zehn Grad gelagert werden. Er steht in einem Eimer Wasser. Das Netz ist am besten noch dran, da der Weihnachtsbaum so weniger Wasser über seine Nadeln verdunstet. Hat man nur sonnige Stellen im Garten zur Verfügung, sollte der Baum mit einem Laken abgedeckt werden.

Lieblingsbaum: Die Nordmann-Tanne ist mit großem Abstand der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland - er hat einen Marktanteil von rund 80 Prozent. Aber diese Baumart auch die teuerste, denn die Nordmann-Tanne wächst am langsamsten, so die SDW. Der Meter koste 2018 im Durchschnitt 18 bis 24 Euro.

Es gibt jedoch Alternativen, wie die Blaufichte, im Handel oft fälschlicherweise Edeltanne genannt, trägt aufgrund ihres robusten Aufbaus besonders gut schweren Baumschmuck und echte Kerzen. Und ihre Nadeln duften, die der Nordmann-Tanne nicht. Das gilt auch für die echte Edeltanne mit ihren blaugrünen Nadeln - ihr Duft erinnert an Orangen. Dazu ist sie haltbarer als die Nordmann-Tanne. Die Fichte gilt als der preiswerteste Baum, sie ist allerdings auch weniger lang haltbar. Sie ist etwas für alle, die nur für wenige Tage einen Baum zu Hause benötigen.

Ökologische Produktion: Die Bäume in vielen Plantagen werden stark mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, um den Ertrag zu steigern. Es empfiehlt sich den Kauf von Weihnachtsbäumen aus ökologisch bewirtschafteten Kulturen, hier kommen keine Pestizide und Mineraldünger zum Einsatz. Solche Weihnachtsbäume sind aber noch schwer zu finden. Teurer sind diese Öko-Weihnachtsbäume laut den Recherchen der Umweltschützer meist nicht. Eine Alternative sind heimische Baumarten wie Fichte, Kiefer oder Tanne, die ohne große Fahrtwege zum Verkaufsort kommen. 

Platz: Ungeeignet ist ein Standort direkt neben einer Heizung oder einem Ofen, da die Wärme oder trockene Luft den Baum eher austrocknet. Bei einer Fußbodenheizung ist das allerdings schwierig. Hier muss der Baum besonders gut mit Feuchtigkeit versorgt werden.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Früher war mehr Lametta
Am Ende der langen Adventszeit ist er es, der die Feier einleitet: Gehen die Lichter am Weihnachtsbaum an, erhellen sie die Kugeln und den Schmuck. Kaum jemand kann sich diesem Glanz entziehen.
ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Melanie Öhlenbach vom 3. Dezember 2018: Pro Viertel Meter Höhe bieten sich je nach Durchmesser zehn bis 20 Dekorationselemente für den Weihnachtsbaum an. Foto: Tobias Hase/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Warmes Licht für die dunkle Zeit
Mit ihrem warmen, weichen Licht sorgen Kerzen für eine heimelige Atmosphäre. Doch Kerze ist nicht gleich Kerze: Sie unterscheiden sich unter anderem je nach Material und Herstellungsprozess.
ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht von Melanie Öhlenbach vom 5. November 2018: Die Art der Färbung hat keinen Einfluss auf die Qualität. Bei Kerzen aus Paraffin und Stearin gibt es eine breite Farbpalette. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++