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Crazy Down Under
Lifestyle 5 1 5 Min. 06.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Game-Tipp: "Forza Horizon 3"

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Game-Tipp: "Forza Horizon 3"

Crazy Down Under

Welcome to Australia! Alle zwei Jahre dürfen sich Xbox-One- und nun auch PC-Besitzer auf ein neues „Forza Horizon“ freuen, das, im Gegensatz zu „Forza Motorsport“, weniger auf Simulation aus ist, sondern den Spaß in den Fokus rückt. Ob sich der Ausflug auf den fünften Kontinent lohnt? Anschnallen und Gas geben!

Von Matthias Probst und Kim Opel

Die geballte Freude am arcadelastigen Fahren in ihrer schönsten, digitalen Form: Alle, die die „Forza Horizon“-Reihe kennen und lieben, können direkt beim dritten Teil zugreifen ohne weiterzulesen. Alle anderen, die zumindest ein Fünkchen Interesse an Rennspielen zeigen, sollten sich das hier unbedingt anschauen.

Break the Law: Wer in „Forza Horizon 3“ nur brav der Straße folgt, ist fehl am Platz. Ganz im Sinne eines Arcade-Rennspiels könnt ihr über Wald, Wiesen, Strände und sogar durch flache Gewässer brettern und euch euren eigenen Weg durch die Landschaft Australiens bahnen. Willkommen in Microsofts Spielkasten für Männer!

Die eingefleischten Forza-Horizon-Fans werden sich sofort zu Hause fühlen. Auf der riesigen Landkarte sorgen – wie schon aus den Vorgängern bekannt – eine Vielzahl an Veranstaltungen und Herausforderungen für einen langen Dauerspaß. Nach einer kurzen Einführung und einem Schaurennen gegen einen Helikopter (!) geht es in die Vollen. In der Rolle des Big Boss eröffnet ihr euer erstes Horizon-Festival. Eine coole Neuerung, die ein paar nette Features mit sich bringt.

Spaß ohne Grenzen

Durch gute Rennergebnisse und PR-Stunts gewinnt ihr Fans. So fließen Punkte auf euer Konto, wenn ihr mit hohen Geschwindigkeiten geblitzt werdet, waghalsige Sprünge abliefert oder Drifts vollführt – und könnt in der Folge euer Festival weiter vergrößern.

Im späteren Verlauf dürft ihr auch andere Fahrer, die Drivatare eurer Xbox-Freunde, dafür verpflichten. Bringen die Drivatare nicht die gewünschte Leistung, stehen sie zum Abschuss bereit. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, Rennen und Veranstaltungen selbst zu erstellen – sogenannte Horizon-„Blaupausen“. Habt ihr also eine Idee, wie ein cooler Wettkampf aussehen könnte, dann bastelt euch das Rennen schnell selbst und teilt es mit Freunden. Dadurch wird der Strom an neuen Strecken wohl nie versiegen.

Am Open-World-Konzept hat sich derweil natürlich nichts geändert: Wie gewohnt schnappt ihr euch einen Wagen und braust durch die Gegend. Allein das macht bei den üppigen Regenwäldern, dem sandigen Outback und den malerischen Küstenarealen schon mächtig Spaß. Grafisch präsentiert sich der dritte Teil nämlich von seiner besten Seite und sorgt immer wieder für Aha-Momente. Neu hingegen sind die Gefahren-Herausforderungen in Form von Sprungschanzen – hier gilt es, mit seinem Auto so weit wie möglich zu springen und sicher zu landen. Was nicht fehlen darf: Die Scheunenfunde – alte Autoklassiker, die sich in einer vergammelten Garage befinden und vom Spieler gesucht und restauriert werden müssen.

Doch damit immer noch nicht genug: Des Weitern könnt ihr euch wieder an den Löffellisten versuchen, also Herausforderungen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, bei denen ihr in einem vorbestimmten Auto eine gewisse Zeit unterbietet oder eine gewisse Fähigkeiten-Punktzahl erreichen müsst.

Für die tolle Show gibt es wie schon bei den Vorgängern die Schaurennen – hier könnt ihr ein 1-on-1-Rennen gegen beispielsweise einen Schnellzug oder ein Motorboot bestreiten. Die KI garantiert dabei ein spannendes Duell, indem sich die Geschwindigkeit den fahrerischen Fähigkeiten des Spielers anpasst – ein knappes Finish ist dabei fast immer vorprogrammiert.

Die Qual der Wahl

Über zu wenige Fahrzeuge darf sich niemand beklagen - dieser Fuhrpark hat es in sich. Mehr als 400 Fahrzeuge (ohne den DLC sind es immerhin noch rund 350 Karren) der unterschiedlichsten Kategorien warten darauf, durch die Gegend geheizt zu werden. Darunter auch das Cover-Auto Lamborghini Centenario, das im wahren Leben erst 2017 erscheint und auf FH 3 sein Debut feiert.

Vom Offroader über klassische Gran Turismos bis hin zu modernen Supercars sind alle Fahrzeuge bis ins kleinste Detail ihren Originalen nachempfunden. Die Fahrzeuge lassen sich auch via Forzavista ganz aus der Nähe betrachten. Da ist es natürlich sehr praktisch, dass die Entwickler auf die Datenbank von Forza Motorsport zurückgreifen können. Des Weiteren lassen sich sämtliche Flitzer über verschiedene Farben und Muster individualisieren. Sogar das Nummernschild und der Ton der Hupe lassen sich editieren. Ein Fest für Bastelfreunde!

Neu sind dieses Mal Buggys, die sich besonders für Rennen im Outback oder am Strand eignen. Allerdings gibt es hier auch ein kleines Novum: Autos und Rennklassen dürfen nämlich frei gewählt werden. Soll heißen: Wer einen bestimmten Wagen (oder Klasse) so richtig lieb gewonnen hat, kann diesen durch die komplette Karriere fahren – einfach die Standard-Einstellungen der jeweiligen Rennen ändern und fertig! Eine kleine, wenn auch feine Neuerung.

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Kinnlade festhalten!

Wie schon gesagt: Grafisch ist „Forza Horizon 3“ eine Augenweide – man bekommt wie immer eine fantastisch aussehende und animierte Spielewelt geboten, inklusive dynamischen Wetterbedingungen und Tageszeiten. Alleine der Weitblick von einem Hügel: fantastisch! Dabei haben die Entwickler auch tatsächlich den echten Himmel und die Wolken Australiens aufgenommen und in das Spiel implementiert – einfach himmlisch! Bei Fahrten durch flache Gewässer oder bei Regen spritzen Wassertropfen auf die Kamera – mehr Atmosphäre bietet wohl nur das echte Down Under.

Bei der Steuerung hat Playground Games keine großen Änderungen vorgenommen. Warum auch – ließen sich doch schon die Vorgänger tadellos steuern. Wer hin und wieder mal Rennspiele zockt, wird sich sofort zurecht finden. Das Fahrverhalten ist typisch arcademäßig – Abkürzungen über eine Wiese oder über Sand verursachen kaum Geschwindigkeitsverlust und die Fahrzeuge sind dennoch gut zu kontrollieren. Freilich gibt es Unterschiede im Handling – ein Ford F-150 steuert sich natürlich langsamer und behäbiger als ein Lamborghini Centenario, hat allerdings dafür seine Vorteile bei Fahrten im Gebirge oder im Gelände.

Der Sound ist wie gewohnt einwandfrei – sei es das Motorengeräusch oder die Geräusche des Fahrbahnbelags. Bei der Sprachausgabe gibt es die Möglichkeit, sich selbst einen Namen oder Spitznamen aus einer langen Liste auszusuchen, um dann damit angesprochen zu werden. Für die musikalische Untermalung sorgen bis zu acht Radiosender mit unterschiedlichen Musikstilen und dem vollen Spektrum von Klassik über Punkrock bis zu Elektro. Auch lässt sich der Soundtrack durch die eigene Kollektion im Microsoft-Musikdienst Groove erweitern.

Die größte Neuerung im Online-Modus ist die Koop-Kampagne – hier könnt ihr den normalen Spielverlauf auch mit Freunden durchspielen, wobei sich die Fortschritte auch im Singleplayer bemerkbar machen. Zusätzlich stehen gemeinsame Auto-Touren oder Rennen an, die bestritten werden dürfen.

Fazit

Machen wir es kurz: Egal ob Solo-Spieler oder Multiplayer, Off-Road-Fan oder Rennwagen-Fanatiker, Entdecker oder Raser – jeder, der sich auch nur im entferntesten für Rennspiele begeistern kann, sollte sich diesen Titel anschauen. Für Besitzer einer Xbox One ist er schon fast ein Pflichtkauf!

Für: Xbox One, PC // Entwickler: Playground Games // Publisher: Microsoft // Spieler: 1-2 // Online: ja // USK: Ab 6 Jahren // Internet: www.xbox.com/de-DE/games/forza-horizon-3y


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