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„Chanel N°5“ – eine Legende wird 100
Lifestyle 8 3 Min. 31.05.2021

„Chanel N°5“ – eine Legende wird 100

Man solle „Chanel N°5“ dort auftragen, wo man geküsst werden will - so ein Ausspruch von Coco Chanel.

„Chanel N°5“ – eine Legende wird 100

Man solle „Chanel N°5“ dort auftragen, wo man geküsst werden will - so ein Ausspruch von Coco Chanel.
Foto: Hersteller
Lifestyle 8 3 Min. 31.05.2021

„Chanel N°5“ – eine Legende wird 100

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Dieser Duft ist ein wahrer Klassiker und nicht nur der Damenwelt ein Begriff: Das Parfüm „Chanel N°5“ wurde vor 100 Jahren lanciert.

Ein Duft, den niemand nachahmen kann – dies war die Vorgabe, die Gabrielle „Coco“ Chanel vor 100 Jahren dem Parfümeur Ernest Beaux übermittelte: Er sollte ein Parfüm kreieren, das sich von den damaligen Produkten auf dem Markt unterschied, das mehr ist als ein Duft, der sich alleine auf eine Note konzentriert. „Ein Parfüm für Frauen mit dem Duft einer Frau“, so die große Modeschöpferin, die vor 50 Jahren verstarb.

Die Kombination aus Neroli – einem aus der Blüte der Pomeranze Citrus aurantium gewonnenen Öl – in Verbindung mit Mairose und Jasmin, beides damals gewonnen in der Parfümhochburg Grasse, gelten bis heute als der Inbegriff der Weiblichkeit. Für einen leichten Frischeakkord sorgen Aldehyde, die vor mehr als 100 Jahren noch als absolutes Novum galten – und eine neue Ära der Parfümherstellung einläuteten.

Als Namen für den Duft, der von den Käuferinnen „überall dort, wo Sie geküsst werden möchten“ aufgetragen werden sollte, wählte Coco Chanel die Nummer 5 – das fünfte Duftmuster gefiel ihr besonders. Auch der Flakon ist puristisch und doch elegant: versehen mit einem weißen Etikett, einem Siegel und verschlossen mit einem facettierten Cabochon. Klar und durchsichtig, um den Blick auf das kostbare, bernsteinfarbene Parfüm freizugeben.

Der Duft und seine Abwandlungen – wie etwa das 1986 lancierte Eau de Parfum – entwickelten sich zum Verkaufsschlager, obwohl „Chanel N°5“ ursprünglich nur der Chanel-Kundschaft vorbehalten bleiben sollte. Zum Siegeszug der Duftlegende trugen nicht zuletzt auch die Werbegesichter bei, zunächst ab 1937 Coco Chanel selbst: Sie posierte an einem Kamin in einer Suite des Hotel Ritz. 

Ihr folgten später Stars wie Marilyn Monroe, Catherine Deneuve, Nicole Kidman und Marion Cotillard, in Szene gesetzt von den bekanntesten Fotografen und Regisseuren der Welt, darunter Richard Avedon, Patrick Demarchelier, Helmut Newton und Baz Luhrmann. Marilyn Monroe war es auch, die 1952 auf die Frage, was sie im Bett trage, mit „einige Tropfen von N°5“ antwortete – und damit selbst Männern den Namen des Duftes ins Gedächtnis einbrannte.

Der Flakon selbst, der innerhalb der vergangenen Dekaden nur minimal verändert wurde - Coco Chanel bevorzugte die puristische Ausdrucksform, was auch zu ihrem Ausspruch „immer etwas wegnehmen, nie etwas hinzufügen“ führte -, wurde 1959 in die Ausstellung des Moma (Museum of Modern Art) in New York aufgenommen und später durch eine Serie von Prints des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol geadelt. Unvergessen wäre der Duft wohl aber auch ohne diese Anerkennung durch die Kunstwelt geblieben.

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