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Allradmobile und Kompaktmodelle
Lifestyle 1 4 Min. 03.09.2021
„Caravan Salon“ in Düsseldorf

Allradmobile und Kompaktmodelle

Sonne, Strand und Meer: dieses Urlaubsgefühl ist die Idee für den Wohnwagen Beachy – die neue Submarke von Hobby.
„Caravan Salon“ in Düsseldorf

Allradmobile und Kompaktmodelle

Sonne, Strand und Meer: dieses Urlaubsgefühl ist die Idee für den Wohnwagen Beachy – die neue Submarke von Hobby.
Foto: Messe Düsseldorf
Lifestyle 1 4 Min. 03.09.2021
„Caravan Salon“ in Düsseldorf

Allradmobile und Kompaktmodelle

Der „Caravan Salon“ in Düsseldorf stellt die Welt des mobilen Reisens in den Mittelpunkt. Auch E-Mobilität steht auf dem Programm.

Von Rotger Kindermann

Noch bis Sonntag sind die Düsseldorfer Messehallen wieder ein begehrtes Ziel für Camping- und Caravan-Urlauber. Dabei haben die Messegesellschaft und der Caravaning Industrie Verband (CIVD) als ideeller Träger dieses Jahr einen ganz besonderen Grund zum Feiern: Bereits zum 60. Mal findet nun die weltweit führende Leitmesse für Reisemobile, Caravans und Ausrüstung statt.

Dass man eine Messe auch in Corona-Zeiten erfolgreich durchführen kann, haben die Veranstalter bereits 2020 mit einem gut funktionierenden Hygienekonzept bewiesen. Damals waren noch viele Aussteller verunsichert und hatten ihre Teilnahme abgesagt. Doch dieses Jahr sind fast alle zurückgekehrt und präsentieren die gesamte Angebotspalette. Sogar einige neue Marken feiern in Düsseldorf Weltpremiere.


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„Reisemobile und Caravans sind emotionale Produkte, potenzielle Kunden wollen die Fahrzeuge live sehen und anfassen.“ Das gehe nicht digital, sagt Daniel Onggowinarso, CIVD-Geschäftsführer. Für die Branche sind reale Produktpräsentationen unverzichtbar, insbesondere weil sie eine individuell passende Kaufentscheidung möglich machen. Dazu braucht es Präsenzveranstaltungen wie den „Caravan Salon“, eine Vertriebsplattform, die gerade für einen mittelständisch geprägten Wirtschaftszweig großes Gewicht hat.

Wachstumsrekorde und lange Lieferfristen

Die Zahlen für 2021 gehen eindeutig Richtung Wachstum. Die Ausstellerzahl hat sich um 75 Prozent auf 600 erhöht. Bei der Fläche – aufgeteilt auf 13 Hallen – gibt es ein Plus von 48 Prozent. Drei zusätzliche Hallen konnten im Vergleich zum Vorjahr belegt werden. Die Branche boomt, trotz oder gerade in Zeiten der Pandemie: Europaweit wurden 2020 fast 235.000 Freizeitfahrzeuge verkauft, das ist eine Steigerung von 11,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein in Deutschland wurden 2021 im ersten Halbjahr 62.575 Reisemobile und Caravans zugelassen, ein Plus von 14,9 Prozent. Bereits bis zur Jahresmitte wurden hier so viele Fahrzeuge neu angemeldet wie im gesamten Jahr 2017.

Die Knaus Tabbert AG präsentiert eine viel beachtete Fahrzeugstudie: den „Knaus E.POWER DRIVE“ - das erste vollelektrische Reisemobil aus Jandelsbrunn. Der E-Motor leistet bis zu 180 kW und ermöglicht eine Reisegeschwindigkeit des vollwertig-ausgestatteten viersitzigen Reisemobils von über 110 km/h.
Die Knaus Tabbert AG präsentiert eine viel beachtete Fahrzeugstudie: den „Knaus E.POWER DRIVE“ - das erste vollelektrische Reisemobil aus Jandelsbrunn. Der E-Motor leistet bis zu 180 kW und ermöglicht eine Reisegeschwindigkeit des vollwertig-ausgestatteten viersitzigen Reisemobils von über 110 km/h.
Foto: Messe Düsseldorf

Solche Rekorde haben natürlich auch Schattenseiten: Käufer müssen immer länger auf die Auslieferung ihres Wunschmodells warten. Weil wichtige Komponenten nicht rechtzeitig geliefert werden, gerät die gesamte Produktion ins Stocken. Wer jetzt einen Kaufvertrag unterschreibt, kann oft erst im nächsten Sommer seine Reise mit dem neuen Wohnmobil antreten.

Auch bei den Preisen müssen sich Interessenten von Wohnmobilen auf kräftige Aufschläge einstellen. So stieg der durchschnittliche Verkaufspreis um 2,6 Prozent, obwohl kompaktere Wagen als früher gekauft wurden. Bei gleicher Ausstattung seien gegenüber 2018 Teuerungen von mindestens zehn Prozent zu verzeichnen, behaupten Branchenkenner. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass Qualität und Komfort immer weiter steigen.

Für das Modelljahr 2021 treten viele ausgefallene und ungewöhnliche Mobile in allen Preisklassen an. Zum einen ist der Trend zum 4x4-Antrieb unverkennbar. Das Traditionsunternehmen Bürstner etwa präsentiert den Campingbus Campeo jetzt auch mit Allradantrieb. Vorerst gibt es den Campeo nur in kurzer Ausführung mit 5,40 Meter Gesamtlänge. Der zusätzliche Heckantrieb wird per Knopfdruck aktiviert und sorgt für mehr Traktion auf schwierigem Untergrund.


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Auch Hymer wird dem Wunsch der Kunden nach traktionsförderndem Antrieb beider Achsen gerecht. Die neuen Allradmodelle aus dem schwäbischen Bad Waldsee heißen MLT 570 Crossover und Grand Canyon S Crossover. Bei Volkswagen wird die California-Baureihe schon länger als Allradversion ausgeliefert. Mittlerweile machen diese Modelle bei vielen Herstellern mehr als die Hälfte aller Verkäufe aus.

Auch alltagstaugliche Kompaktmodelle sind immer mehr gefragt. Fahrzeuge dieser Kategorie machen rund die Hälfte aller Neuproduktionen aus. Mercedes-Benz bedient diese Nachfrage beispielsweise mit Midsize-Vans wie dem Vito oder der V-Klasse. Mit dem Campstar und dem Vanstar werden zudem gleich zwei Neuheiten auf dieser Plattform präsentiert. Im vergangenen Halbjahr feierten insgesamt zehn neue Modelle auf Basis der dritten Sprintergeneration ihre Premiere.

Unter den sogenannten „Vanlifern“ genießt der VW-Bus ebenfalls einen ausgezeichneten Ruf. Er gilt als multifunktionales Fahrzeug, das für den Beruf ebenso wie für Alltag und Freizeit geeignet ist. So setzt die Marke Spacecamper mit dem Classic Open ebenfalls auf den VW-Bus. Nach wenigen Handgriffen zum Umbau kann er als Reisemobil oder als Transporter, Familienauto und mobiles Büro zum Einsatz kommen. Kompakte Modelle mit leichtem Handling, cleveren Staumöglichkeiten und attraktiven Einstiegspreisen begeistern insbesondere jüngere Käufer und Caravaning-Neulinge.

Der leuchtend grüne VANTourer Urban ist der Blickfang auf dem Stand von EuroCaravaning. Neben seiner edlen Lederausstattung fällt vor allem die Lackierung des Kompakt-Campingbusses im Farbton „ElectroLight“ ins Auge.
Der leuchtend grüne VANTourer Urban ist der Blickfang auf dem Stand von EuroCaravaning. Neben seiner edlen Lederausstattung fällt vor allem die Lackierung des Kompakt-Campingbusses im Farbton „ElectroLight“ ins Auge.
Foto: Messe Düsseldorf

Auch Wohnmobile fahren jetzt langsam elektrisch vor

In puncto Elektromobilität von einem Trend zu sprechen, wäre maßlos übertrieben. Aber immerhin sind auf dem „Caravan Salon 2021“ erste ernsthafte Schritte zu erkennen. Die Knaus-Tabbert-Gruppe verspricht zum Beispiel schon für das nächste Jahr die Serienfertigung eines teilintegrierten Fahrzeugs mit reinem E-Antrieb in der 3,5-Tonnen-Klasse. Citroën und Renault geben ebenfalls Ausblicke auf Varianten des voll elektrischen Antriebs.


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2020 kam mit dem Iridium das erste vollelektrisch angetriebene Wohnmobil auf den Markt. In ihm steckt die bewährte Technik, mit der die Transporter des Paketdienstes UPS fahren. Serienreife Elektro-Reisemobile bleiben jedoch eine Rarität. Als größte Herausforderung gilt es, eine akzeptable Reichweite und eine erhebliche Reduzierung beim Gewicht zu meistern. Weitere Innovationen sind in der Erprobung. Voraussichtlich schon im nächsten Jahr werden Wohnwagen mit elektrisch angetriebenen Achsen zur Unterstützung des Zugfahrzeuges vorgestellt.

Outdoor-Urlauben, das bedeutet heute nicht mehr nur Wandern und Campen mit Stoffzelt und Luftmatratze. Mit der sportlichen Differenzierung – Trekking, Klettern, Mountainbiking – sind hier die Ansprüche gestiegen. Produktneuheiten aus diesem Freizeitbereich zeigen die Themenwelten Equipment & Outdoor sowie Travel & Nature in Halle 3. Vor allem Hersteller und Händler für Zelte, Vorzelte und Zubehör unterbreiten hier ihre Neuheiten – auch im Direktverkauf. So bietet der diesjährige „Caravan Salon“ wieder ein vielfältiges Angebot für alle, die ihren Urlaub auf eigene Faust und ohne Reisekatalog planen. 

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