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Caravan-Salon 2017 in Düsseldorf: Mobil und selbstbestimmt
Dieses futuristische Mobilheim dürfte der Top-Hingucker im Freigelände werden. Vor Halle 15 positioniert Green Cat Technologies den sCarabane, der auch als Caravan durchgehen würde. Der sCarabane ist im Stand ausfaltbar und kann damit den vorhandenen Platz erweitern.

Caravan-Salon 2017 in Düsseldorf: Mobil und selbstbestimmt

Foto: Messe Düsseldorf
Dieses futuristische Mobilheim dürfte der Top-Hingucker im Freigelände werden. Vor Halle 15 positioniert Green Cat Technologies den sCarabane, der auch als Caravan durchgehen würde. Der sCarabane ist im Stand ausfaltbar und kann damit den vorhandenen Platz erweitern.
Lifestyle 3 Min. 26.08.2017

Caravan-Salon 2017 in Düsseldorf: Mobil und selbstbestimmt

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Immer mehr Menschen träumen davon, frei und ungebunden zu reisen und einen Urlaub zu machen, bei dem die Unterkunft stets dabei ist. Wer dazu die allerneuesten Angebote kennenlernen möchte, hat auf dem „Caravan-Salon 2017“ in Düsseldorf reichlich Gelegenheit.

von Rotger Kindermann

In 13 Messehallen und auf einem riesigen Freigelände präsentieren sich über 600 internationale Aussteller mit insgesamt 130 verschiedenen Caravan- und Reisemobilmarken. 2 100 Freizeitfahrzeuge kann der Besucher begutachten und dabei prüfen, welches Modell seinen Anforderungen gerecht wird. Einsteigern bietet der „Caravan-Salon“ mit der „StarterWelt“ eine individuelle und noch einmal optimierte Beratung. Experten geben Praxistipps und Empfehlungen, welche Anschaffung sinnvoll sein könnte. Wer bereits auf den Geschmack gekommen ist, wird sich an den technischen Innovationen und Messe-Neuheiten erfreuen. Der Trend zu mehr Komfort wird fortgesetzt bis ins Detail, wenn etwa die Füllstände der Batterien und Wassertanks per App abrufbar sind.

So mancher arrivierte Caravaning-Fan hat das Rentenalter erreicht. Er will möglichst sicher, bequem und unkompliziert andere Länder entdecken. Das haben die Hersteller von Reisemobilen erkannt: Sie bauen allerlei Assistenzsysteme (Anfahrhilfen, Abstandswarner, Rückfahrkameras, Notbremsanlagen) ein, wie wir sie bereits aus dem PKW-Bereich kennen. Damit ausgestattet, lassen sich auch unübersichtliche Parksituationen gut bewältigen.

Die Mehrkosten für den Einbau fallen bei den Preisen, die für die neuen Fahrzeuge aufgerufen werden, ohnehin kaum ins Gewicht. Zugleich erschließt der Vorteil komfortabler Handhabung neue Käufergruppen.

Unverkennbar ist auf dem „Caravan-Salon 2017“ auch, dass sich der Kastenwagen in der Gunst der Käufer weit nach vorne geschoben hat. Die höheren Alkoven-Modelle sind auf dem Rückzug.

Dethleffs stellt mit der Studie „Coco“ exklusiv auf dem Caravan-Salon ein Design-Schmuckstück in 638-Kilogramm Ultraleichtbauweise vor. Bei 4,25
Metern Länge und 2,15 Metern Breite dreht sich alles um die Komponenten Gewicht, Funktion/Mehrfachnutzen und Design.
Dethleffs stellt mit der Studie „Coco“ exklusiv auf dem Caravan-Salon ein Design-Schmuckstück in 638-Kilogramm Ultraleichtbauweise vor. Bei 4,25 Metern Länge und 2,15 Metern Breite dreht sich alles um die Komponenten Gewicht, Funktion/Mehrfachnutzen und Design.
Foto: Messe Düsseldorf

Voll im Outdoor-Trend

Die Caravaning-Branche steuert auf ein weiteres Rekordjahr zu, nachdem bereits 2016 mit einem europaweiten Gesamtplus (Caravan und Reisemobil) von über 20 Prozent abschloss. Laut Information des deutschen Caravaning Industrie Verband (CIVD) ist die Nachfrage so groß, dass manche Hersteller an ihre Kapazitätsgrenze stoßen. Ein Grund für den Boom liegt auf der Hand: Unabhängig, individuell und flexibel unterwegs zu sein, im eigenen Rhythmus zu reisen und sein eigener Herr zu sein – das macht Caravaning für immer mehr Menschen attraktiv.

Dazu gehört auch die große Vielseitigkeit. Egal, ob man sich im Urlaub eher sportlich betätigen will oder ob man mittelalterliche Städte, Kultur und Sightseeing zum Ziel hat: All das lässt sich mit einem Freizeitfahrzeug mühelos erleben. Außerdem ist der Outdoor-Trend ein wesentlicher Faktor. „Viele Menschen wollen in ihrer Freizeit dem Alltagsstress und der Hektik entfliehen, sie wollen Natur erkunden und erleben. Dafür ist Caravaning ideal, denn hier findet das Leben draußen statt“, erklärt Mark Dreckmeier vom CIVD.

Als Vorbild dient der Volkswagen California auf Basis des beliebtesten Reisemobils aller Zeiten – des Bullis. Seit Jahrzehnten überzeugt er besonders die erfahrenen Campingfreunde mit einem konsequent durchdachten und multivariablen Innenraum. Jetzt bietet der neue und größere Crafter mit seiner großen Zahl an Assistenzsystemen, dem komfortablen Fahrverhalten und dem sparsamen Verbrauch die einmalige Gelegenheit, die Qualitäten des California auf die nächst größere Klasse von Volkswagen Reisemobilen zu übertragen und weiter zu entwickeln. Mit der neuen Studie California XXL präsentiert Volkswagen nun eine ausgewachsenere Variante des automobilen Globetrotters.
Als Vorbild dient der Volkswagen California auf Basis des beliebtesten Reisemobils aller Zeiten – des Bullis. Seit Jahrzehnten überzeugt er besonders die erfahrenen Campingfreunde mit einem konsequent durchdachten und multivariablen Innenraum. Jetzt bietet der neue und größere Crafter mit seiner großen Zahl an Assistenzsystemen, dem komfortablen Fahrverhalten und dem sparsamen Verbrauch die einmalige Gelegenheit, die Qualitäten des California auf die nächst größere Klasse von Volkswagen Reisemobilen zu übertragen und weiter zu entwickeln. Mit der neuen Studie California XXL präsentiert Volkswagen nun eine ausgewachsenere Variante des automobilen Globetrotters.
Foto: Messe Düsseldorf

Noch ohne Alternative zum Diesel

Besonders ausgeprägt ist der Zuwachs bei den Reisemobilen. Am beliebtesten sind hier kompakte Fahrzeuge, bei denen der Fahrerbereich in den Wohnbereich integriert wird, der dadurch an Größe gewinnt. Da wird der Fahrersitz im Handumdrehen zum Fernsehsessel, nach einer 180-Grad-Drehung rastet er mit der Rückenlehne in Fahrtrichtung ein. Und natürlich lässt sich der Beifahrersitz gleichermaßen drehen.

Solche Modelle haben die großen Hersteller bereits unter 60 000 Euro im Programm. Sie liegen dank umfassender Leichtbauweise auch bei einem Gewicht von unter 3,5 Tonnen, was in vielen Ländern für die Führerscheinklasse maßgeblich ist.

Keine Frage: Saubere und effiziente Dieselmotoren oder neue Antriebstechnologien sind in dieser Branche ein großes Thema. E-Mobilität steht auch im Nutzfahrzeugbereich auf dem Plan. Aber noch ist der Selbstzünder das Maß aller Dinge, andere Techniken sind bisher nicht auf Touren gekommen. Für künftige E-Reisemobile müssen zunächst wie bei allen E-Gefährten die Probleme bezüglich Reichweite, Ladeinfrastruktur und Preis gelöst werden. Aktuell sind für diese Fahrzeuge allein auf Grund ihres Gewichts und der benötigten Reichweite keine verfügbaren alternativen Antriebe geeignet.

Der Caravan-Salon findet vom 25. August bis 3. September in den Düsseldorfer Messehallen statt. Tickets sind online für 14 Euro, vor Ort für 18 Euro erhältlich. Weitere Informationen unter: www.caravan-salon.com


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(ACHTUNG - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des nachfolgenden Credits.) Foto: Jo Kirchherr/Westend61/dpa-tmn