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„Call of Duty: Black Ops 4“ vs. „Battlefield V“
Lifestyle 11 2 5 Min. 30.01.2019 Aus unserem online-Archiv

„Call of Duty: Black Ops 4“ vs. „Battlefield V“

Lifestyle 11 2 5 Min. 30.01.2019 Aus unserem online-Archiv

„Call of Duty: Black Ops 4“ vs. „Battlefield V“

Für Gamer ist es fast schon eine Tradition: In regelmäßigen Abständen treten Activision und EA mit ihren Shooter-Blockbustern gegeneinander an. Welcher von beiden hat dieses Mal die Nase vorn?

von Matthias Probst

Es ist eine Frage, die sich Shooter-Fans dieser Tage sicherlich immer wieder stellen: Welches Spiel ist besser? „Call of Duty: Black Ops 4“ (von Activision) oder „Battlefield 5“ (von EA)? Eine einfache Antwort lässt sich darauf nicht geben – es kommt nämlich auf den Spielertyp an. Beide Titel haben ihre Stärken und Schwächen.

Präsentation

Das Erste, auf das Spieler bei einem neuen Titel achten, ist die Optik. Und hier gibt es einen klaren Sieger. Auch wenn „Call of Duty: Black Ops 4“ von Entwickler Treyarch wirklich nicht schlecht aussieht, zaubert das schwedische Studio DICE in „Battlefield 5“ eine Grafikpracht auf den Bildschirm, die schier begeistert. Der Detailgrad in „Battlefield 5“ ist beeindruckend und sorgt für eine dichte Atmosphäre. Untermalt wird die Optik von einer authentischen Soundkulisse, die jeden Ton perfekt einfängt und wiedergibt. Hinzu kommen die packenden Zwischensequenzen, die ebenfalls sehr atmosphärisch inszeniert wurden. „Call of Duty: Black Ops 4“ lässt aber auch nichts anbrennen und liefert konstant laufende Gefechte, die auf technisch solidem Boden stehen. Allerdings spielt „Battlefield 5“ hier eine oder zwei Ligen höher.

Inhalte

Sobald die Frage nach den Inhalten aufkommt, scheiden sich die Geister. Fair betrachtet gewinnt „Call of Duty: Black Ops 4“ an dieser Stelle. Es kommt aber auf den Blickwinkel an. Dazu eine kurze Erläuterung: Die „Black Ops“-Reihe kam ursprünglich mit einer spannend inszenierten Einzelspielerkampagne daher, die sich rund um eine verschwörerische Geschichte drehte. Der Multiplayer-Modus war damals „nur“ nettes Beiwerk. Doch die Zeiten ändern sich: Treyarch sieht den Einzelspielermodus als überholt und konzentriert sich daher ausschließlich auf den Multiplayer-Modus. Ein mutiger Schritt, der aber mit allen nötigen Konsequenzen vollzogen wurde. Denn „Call of Duty: Black Ops 4“ bietet mit „Blackout“, „Classic“ und „Zombies“ gleich drei völlig unterschiedliche Kategorien an Mehrspieler-Inhalten, aus denen auch locker hätten drei Spiele entstehen können. Denn jede dieser Kategorien kann für Stunden unterhalten.

„Battlefield 5“ hingegen konzentriert sich auf die übliche Vorgehensweise und liefert sowohl einen Multiplayer-Modus als auch eine Solo-Kampagne ab – obwohl Letztere arg abgespeckt ist, wie sich noch zeigt. Als Einzelspieler wird man daher sicherlich lieber zu „Battlefield 5“ greifen. Doch rein inhaltlich überwiegt die Vielfalt von „Call of Duty: Black Ops 4“ deutlich.

Einzelspielerkampagne

Wie bereits erwähnt, verzichtet „Call of Duty: Black Ops 4“ auf einen Singleplayer-Modus. Es gibt lediglich eine Tutorial-Kampagne mit schicken Videos, in denen Spieler die neu eingeführten Spezialisten kennenlernen: Zehn unterschiedliche Charaktere kommen nämlich bei den Mehrspieler-Partien in „Call of Duty: Black Ops 4“ zum Einsatz. Aber diese Tutorial-Kampagne ist natürlich kein echter Ersatz für einen waschechten Singleplayer-Modus. Denn nur „Battlefield 5“ erzählt seine Geschichte anhand toll inszenierter Einzelspieler-Episoden. Diesmal sind zum Start drei unterschiedliche Kapitel zu spielen, die jeweils einen anderen Hauptcharakter in den Mittelpunkt stellen – und das meist an bislang unverbrauchten Orten des Zweiten Weltkriegs.

So müssen Spieler dieses Mal sogar eine junge Widerstandskämpferin in Norwegen gegen die Deutschen anführen. Als ehemaliger Bankräuber geht es in der britischen Kampagne in den Norden Afrikas. Und als französischer Tirailleur bekommt man den Rassismus hautnah zu spüren. Eine vierte, bereits angekündigte Kampagne, wird demnächst einen deutschen Panzerfahrer in den Fokus rücken, was sicherlich spannend wird. Keine Frage, alle einzelnen Episoden sind äußerst atmosphärisch und spielerisch sogar abwechslungsreich inszeniert. Doch mit je zwei bis vier Stunden Umfang (je nach Schwierigkeitsgrad) sind die einzelnen Episoden nicht sonderlich ausufernd. Allein wegen der Solo-Kampagne wird hier wohl kaum jemand zugreifen wollen.

Multiplayer

Um den Mehrspieler-Modus bei „Call of Duty: Black Ops 4“ gebührend zu beschreiben, sollte jeder tief Luft holen. Denn was Treyarch hier abliefert, sprengt fast den Rahmen des Üblichen und lässt einen anfangs mit einem ziemlich überwältigenden Gefühl sitzen. Grundsätzlich teilt sich das Geschehen in die drei Kategorien „Blackout“, „Classic“ und „Zombies“. „Blackout“ ist dabei die modernste Herangehensweise, da sich der Modus dem inzwischen hoch gelobten Battle-Royale-Modus orientiert. Kurz zur Erläuterung: Bei Battle Royale werden 100 Spieler auf einer Insel abgesetzt und müssen bis zum letzten Mann kämpfen. Sämtliche Waffen und Ausrüstungsstücke finden sich dabei zufällig auf der Insel verteilt. Damit eine Runde nicht zu lange dauert, sorgt eine ebenfalls zufällig positionierte und kontinuierlich zusammenschrumpfende Energiekugel für Dynamik: Denn wer sich außerhalb der Kuppel befindet, wird nicht lange überleben. „Blackout“ lässt sich alleine, im Zweier- oder Vierer-Team spielen. Auch wenn es mit „Fortnite“ und „PlayerUnknow’s BattleGround“ zwar bereits zwei erfolgreiche Alternativen gibt, ist die Variante von „Call of Duty: Black Ops 4“ die technisch sauberste und vielleicht sogar für Anfänger die beste Wahl.

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„Battlefield 5“ enthält diesen Modus nicht – noch nicht. Eine Ankündigung gab es bereits. Im klassischen Mehrspielermodus von „Call of Duty: Black Ops 4“ gibt Treyarch ebenfalls richtig Gas: Auf satten 14 Karten können sich Spieler in den fünf actionreichen Modi „Domination“, „Kill Confirmed“, „Team Deathmatch“, „Heist“ und „Control“ messen. Jeden einzelnen Modus genauer zu erklären, wäre zu ausufernd. Daher eine kleine Zusammenfassung: Jeder Modus macht verdammt viel Spaß und wird Spieler über Monate beschäftigen. Die angesprochenen zehn Spezialisten sorgen dabei übrigens für taktische Tiefe. Als Letztes hat „Call of Duty: Black Ops 4“ noch den bekannten „Zombie-Modus“ im Gepäck: In knackigem Schwierigkeitsgrad dürfen sich bis zu vier Spieler Wellen an Untoten entgegenstellen – bislang auf zwei völlig abgedrehten Karten, die sich entweder in einem römischen Kolosseum oder auf der Titanic abspielen.

Gegen diese Übermacht an Mehrspieler-Inhalten sieht „Battlefield 5“ mit seinen gerade mal acht Karten fast wie ein Waisenkind aus. Dennoch sind diese Karten äußerst liebevoll und abwechslungsreich gestaltet. Weitere Inhalte wurden bereits angekündigt, sodass sich „Battlefield 5“ über die nächsten Monate noch mächtig aufplustern wird, ohne dass Spieler zusätzlich Geld dafür ausgeben müssten. Auf allen Ebenen wurde im Vergleich zum Vorgänger („Battlefield 1“) ordentlich Feintuning betrieben: Vom Waffenhandling bis hin zum Matchmaking läuft bei „Battlefield 5“ von Anfang an bereits alles bestens – was man bei „Call of Duty: Black Ops 4“ noch nicht sagen kann.

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Fazit

Egal ob nun „Call of Duty: Black Ops 4“ oder „Battlefield 5“ – beide Spiele sind Giganten ihres Genres. „Call of Duty: Black Ops 4“ beweist in diesem Jahr jedoch den meisten Mut und verzichtet komplett auf einen Solo-Modus. Das wird zwar einige Spieler vergraulen, bietet dafür aber den Multiplayer-Liebhabern eine Fülle an Inhalten, die locker für drei separate Spiele ausgereicht hätte. „Battlefield 5“ hingegen hält seine Schäfchen beisammen, indem es eine in Episoden eingeteilte Singleplayer-Kampagne bietet – auch wenn diese bislang rund acht bis zehn Stunden andauert. Als Grafikreferenz zündet „Battlefield 5“ allerdings ein Feuerwerk ab, das sich gewaschen hat. Am Ende des Tages ist es wohl Geschmackssache, für welches Spiel man sich entscheidet. Beide Titel sind wohl jeweils die besten, die ihre Reihe zu bieten hat – wenn man es aus Sicht der Mehrspielergemeinde betrachtet.


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