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Buntes für den nächsten Sommer
Wildblumenwiesen bestechen mit üppiger Farbenpracht und ziehen Insekten magisch an.

Buntes für den nächsten Sommer

Foto: Shutterstock
Wildblumenwiesen bestechen mit üppiger Farbenpracht und ziehen Insekten magisch an.
Lifestyle 2 Min. 06.09.2018

Buntes für den nächsten Sommer

Eine Wildblumenwiese ist eine hübsche Alternative zum Rasen: umweltfreundlich, weil sie Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung und ein Zuhause bietet; pflegeleicht, weil sie nur selten gemäht werden muss.

von Marianne Kollmesch*

Die Blumenwiese übersteht eine Dürreperiode wesentlich vitaler als eine reine Rasenfläche. Sie muss nicht bewässert und nie gedüngt werden. Zudem muss kein Moos entfernt werden. Wer nun glaubt, eine Blumenwiese sollte man erst im Frühjahr ansäen, irrt. Am besten sät man vor Beginn der feuchten Witterung und da ist der September ein guter Termin. Die Herbstaussaat bietet Vorteile für Kaltkeimer: Diese keimen sofort, während sie bei einer Aussaat im März/April noch nicht zum Zuge kommen.

Es ist sehr wichtig, auf Saatgut zurückzugreifen, das heimische Pflanzen enthält. Die hierzulande lebenden Insekten sind bestens an diese Pflanzenarten angepasst. Blumenexoten oder solche mit gefüllten Blüten bieten den Tieren meistens keine Nahrung. Manche fremde Arten sind gar in der Lage, einheimische Blumensorten zu verdrängen. Dadurch kann aus der guten Absicht schnell ein Problem entstehen: Die heimische Biodiversität wird weniger anstatt mehr. Deshalb aufgepasst bei den gängigen, im Handel verfügbaren Mischungen. Sie sind zwar schön bunt, tun der einheimischen Vielfalt aber keinen Gefallen.

Das Naturschutzsyndikat Sicona und das natur musée haben deshalb zusammen mit einem Saatgutproduzenten Mischungen speziell für Luxemburg zusammengestellt. Die Varianten „Blumenwiese“, „Schotterrasen“ und „Bunter Saum“ enthalten Pflanzenarten, die in Luxemburg heimisch sind. Das Saatgut kann online erworben werden. Wer nur eine kleine Mange an Samen braucht, findet Angebote im Shop des Blannenheem in Rollingen bei Mersch.

Bunte Vielfalt für alle Böden

Beinahe jeder Standort ist für eine Blumenwiese geeignet – von sonnigen bis etwas schattigen Flächen, von mageren bis lehmigen oder nährstoffreichen Böden. Es gilt: je sonniger, trockener und magerer der Standort, umso größer die Diversität an Arten. Der Mangel an Wasser und Nährstoffen verschafft den Wildblumen und -stauden einen Konkurrenzvorteil gegenüber den meisten Gräsern. Auf jeden Fall ist die Blumensamenmischung nach der Bodenbeschaffenheit auszuwählen. Auf einem Sandboden wachsen ganz andere Blumen als auf einem Lehmboden. Einzig an einem sehr schattigen Standort – wie etwa unter dichtem Baumbestand – ist es kaum möglich, eine Blumenwiese heranzuziehen.

Erwarten sollte man anfangs nicht zu viel von einer Blumenwiese. Manche Samen keimen erst, nachdem sie die Kälte des Winters überdauert haben. Verschiedene Arten sind mehrjährige Pflanzen, die zuerst eine Rosette von Blättern mit nur wenigen Blüten bilden. Es kann bis zu drei Jahre dauern, bis die Fläche entsprechend schön aussieht. Außerdem ist es so, dass sich an einem bestimmten Standort nur die Pflanzengesellschaft hält, die hierher passt. Es werden also nicht alle in der Saatmischung vorhandenen Arten dauerhaft an einem bestimmten Standort bleiben.

Eine detaillierte Gebrauchsanweisung zu Aussaat und Pflege von Wildblumenwiesen findet man unter www.ounipestiziden.lu.

* Mit diesem Gastbeitrag informiert die Ëmweltberodung Lëtzebuerg (EBL) über biologisch wertvolle Gestaltungsmöglichkeiten von Unternehmensarealen. Weitere Informationen sind zu erfahren unter: www.ebl.lu


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