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Boss mit Ecken und Kanten
Lifestyle 3 Min. 12.10.2018

Boss mit Ecken und Kanten

Der neue BMW X5 wirkt deutlich stattlicher als das Vorgängermodell.

Boss mit Ecken und Kanten

Der neue BMW X5 wirkt deutlich stattlicher als das Vorgängermodell.
Foto: Hersteller
Lifestyle 3 Min. 12.10.2018

Boss mit Ecken und Kanten

Marc BOURKEL
Marc BOURKEL
Mit dem X5 ist BMW Ende 1999 äußerst erfolgreich ins SUV-Geschäft eingestiegen. Auch in vierter Generation soll er das Maß aller Dinge in seiner Klasse bleiben.

Bei BMW mag man es überhaupt nicht, wenn man den X5 als SUV bezeichnet. Da Sports Utility Vehicle den BMW-Verantwortlichen zu sehr nach Nutzfahrzeug und zu wenig nach Lifestyle klingt, haben die Marketingstrategen im BMW-Hochhaus vor rund 20 Jahren kurzerhand die Bezeichnung Sports Activity Vehicle – kurz SAV – ersonnen. Ob SUV oder SAV, der X5 kam von Anfang an gut an und ist seit seiner Markteinführung vor knapp 19 Jahren weltweit die Nummer eins in seinem Segment.

Das soll auch in Zukunft so bleiben. Die Neuauflage des wegen seiner Verkaufserfolge intern „The Boss“ genannten Modells soll alles ein bisschen besser können als die nur fünf Jahre gebaute Vorgängergeneration und kommt im Vergleich zu dieser auch deutlich stattlicher daher – auch ohne die erstmals für ein BMW-Modell angebotenen 22-Zoll-Räder.

Für einen stämmigeren Auftritt sorgen neben etwas mehr Ecken und Kanten und der besonders großen BMW-Niere nicht zuletzt die neuen Proportionen. So legt der X5 in Länge und Radstand um jeweils rund vier Zentimeter, in der Höhe um zwei Zentimeter und in der Breite sogar um knapp sieben Zentimeter auf jetzt über zwei Meter (2.004 Millimeter) zu. Der wie seine Vorgänger im US-Werk Spartanburg produzierte Begründer der X-Familie ist damit sogar um sechs Millimeter breiter als der nicht gerade handliche Bentley Bentayga – was das Ein- und Aussteigen in engen Parklücken nicht unbedingt erleichtert.

Luxus und Bling-Bling

Auf mehr Prestige setzt BMW auch an Bord seines SUV-Flaggschiffs. Im luxuriösen Innenraum, der jenem des 5er oder 7er quasi in nichts nachsteht, gibt es serienmäßig unter anderem die jüngste Generation des sogenannten digitalen Cockpits, die künftig auch in anderen BMW-Modellen Einzug erhalten wird. Neu sind unter anderem auch das weiterentwickelte Head-up-Display mit vergrößerter Projektionsfläche und neuen Anzeigeinhalten sowie die ebenfalls auf Wunsch kühl- und beheizbaren Cupholder für Fahrer und Beifahrer. Den hohen Anspruch des X5 sollen des Weiteren Optionen wie das mit 15 000 Grafikpunkten versehene Panorama-Glasdach Sky Lounge und Glasapplikationen für ausgewählte Bedienelemente untermauern.

An Bord des BMW-Dickschiffs geht es sehr luxuriös zu.
An Bord des BMW-Dickschiffs geht es sehr luxuriös zu.
Foto: Hersteller

Neben zahlreichen Fahrerassistenzsystemen wie der aktiven Geschwindigkeitsregelung mit Start-and–Go-Funktion und Lenk- und Spurwechselassistent soll auch der erweiterte Parkassistent den Fahrer entlasten. Das optimierte System übernimmt neuerdings neben dem Lenken auch das Beschleunigen und Bremsen. Auch das Zurücksetzen in verwinkelten Tiefgaragen oder engen Gassen wird mit dem ebenfalls aufpreispflichtigen Rückfahrassistenten zum Kinderspiel. Mit diesem legt der X5 die letzten vorwärts gefahrenen 50 Meter auf Wunsch nämlich völlig autonom in umgekehrter Richtung zurück.

Komfort und Sportlichkeit

Auf ein Höchstmaß an Komfort setzt die Premiummarke aus München auch beim Fahrwerk, das serienmäßig mit elektronisch geregelten Dämpfern ausgestattet ist. Diese sollen neben dem Abroll- und dem Aufbaukomfort auch die fahrdynamischen Eigenschaften des mindestens 2.060 Kilogramm schweren Allraders verbessern. Für Kunden, die es besonders sportlich mögen, gibt es das sogenannte „Adaptive M Fahrwerk Professional“ mit aktiver Wankstabilisierung und erstmals in einem X-Modell eingesetzter Aktivlenkung für die Hinterräder. Verbesserte Offroad-Performance soll ein spezielles Offroad-Paket ermöglichen.

Zum Marktstart im November stehen drei 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Motoren zur Auswahl, ein 250 kW (340 PS) starker Benziner (xDrive40i) und zwei Selbstzünder mit 195 kW (265 PS) beziehungsweise 294 kW (400 PS) Leistung (xDrive30d und M50d). Die drei Triebwerke sind mit einer laut BMW auf Effizienz und Schaltdynamik ausgelegten Acht-Gang-Automatik kombiniert und erfüllen allesamt die Abgasnorm EU6d-TEMP.

Weitere Motorisierungen sind geplant. Der unter anderem in Nordamerika angebotene, 340 kW (462 PS) starke 4,4-Liter-V8-Benziner xDrive50i soll den europäischen Kunden – zumindest nach aktuellem Stand – jedoch vorenthalten bleiben.


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