Bosch-Notbremssystem

Schneller stehen als sehen

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Sobald der Radar- oder Videosensor des Notbremssystems die drohende Kollision erkannt hat, dauert es mit dem 
elektromechanischen Bremskraftverstärker von Bosch nur 190 Millisekunden, bis die volle Bremsleistung aktiviert ist.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Sobald der Radar- oder Videosensor des Notbremssystems die drohende Kollision erkannt hat, dauert es mit dem 
elektromechanischen Bremskraftverstärker von Bosch nur 190 Millisekunden, bis die volle Bremsleistung aktiviert ist.
Foto: Getty Images

(pe) Das ist gerade noch einmal gut gegangen. Scheinbar wie aus dem Nichts ist der Radfahrer auf der Bildfläche aufgetaucht und hat urplötzlich die Straße gekreuzt. Abgelenkt von der Suche nach einer freien Parklücke war der Autofahrer unaufmerksam, ein verheerender Crash eigentlich programmiert. Doch das neue Notbremssystem von Bosch hat Schlimmeres verhindert und das Auto rechtzeitig automatisch aus 40 km/h zum Stehen gebracht. Nichts passiert, alle sind noch einmal mit einem Schrecken davongekommen.

Schneller als das Auge

Sobald der Radar- oder Videosensor des Notbremssystems die drohende Kollision erkennt, dauert es mit dem elektromechanischen Bremskraftverstärker iBooster von Bosch nur 190 Millisekunden – weniger als zwei Wimpernschläge – bis die volle Bremsleistung aktiviert ist. „Auf dem Weg zum unfallfreien Fahren sind Fahrerassistenzsysteme der nächste Schritt“, sagt Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel. „Die elektronischen Helfer sind immer aufmerksam und reagieren zur Not schneller als der Mensch. Im oftmals wuseligen Stadtverkehr können sie Autofahrer gezielt unterstützen.“

Die Bedeutung von Notbremssystemen für die Verkehrssicherheit hat auch das europäische Crashtest-Konsortium Euro NCAP erkannt. Ab 2018 nimmt die Verbraucherschutzvereinigung in ihren Bewertungskriterien für die Sternevergabe die Notbremsung auf Fahrradfahrer auf. Fußgänger-Notbremssysteme gehören schon seit 2016 dazu.

Fahrerassistenzsysteme halten ein Auto in der Spur, warnen beim Spurwechsel vor Hindernissen im toten Winkel, unterstützen beim Ein- und Ausparken sowie beim Abstandhalten, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Technik hinter den Fahrerassistenzsystemen wird stets ausgeklügelter: Sensoren liefern ein immer genaueres Bild des Fahrzeugumfelds, und das Zusammenspiel mit den sogenannten Aktuatoren wie Bremse und Lenkung gelingt schneller und komfortabler. So bereiten Fahrerassistenzsysteme den Weg zum automatisierten Fahren und sorgen schon heute für eine stressfreie und entspannte Autofahrt. Kein Wunder, dass die Verbreitung der elektronischen Helfer zunimmt. Der Trend geht dahin, auf Basis ein und desselben Sensors verschiedene Assistenzfunktionen zu realisieren, wie es Bosch auch mit der neuen Ausstiegswarnung zeigt.

Die Mittelbereichsradarsensoren für die Heckanwendung von Bosch, die auf der Autobahn Spurwechsel überwachen, können Autofahrer auch in der Stadt vor einem gefährlichen Fauxpas bewahren. Oft steigen Autofahrer, nachdem sie parallel am Straßenrand geparkt haben, unvermittelt aus – ohne vorherigen Schulterblick. Etliche Radfahrer haben auf diese Weise schon unangenehme Bekanntschaft mit Autotüren gemacht und sich unsanft auf dem Asphalt wiedergefunden.

Kontrolle von allen Seiten

Davor kann die Ausstiegswarnung von Bosch schützen. Sie ist für alle Türen des Fahrzeugs aktiv und warnt die Insassen einige Minuten lang nach dem Ausschalten der Zündung vor einem unbedachten Öffnen der Türen. Die rechts und links im Fahrzeugheck angebrachten Bosch-Sensoren überwachen das Verkehrsgeschehen. Sie können in einem Bereich von bis zu 20 Metern rechtzeitig andere Verkehrsteilnehmer erkennen, die sich von hinten dem Auto nähern, sich schräg hinter oder bereits neben dem Auto befinden und warnen den Fahrer noch vor Betätigung des Türgriffs.