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BMW 1er: Der neue Alte
Lifestyle 3 Min. 26.08.2019

BMW 1er: Der neue Alte

Vor allem das Premium-Modell M135i xDrive soll die Lust aufs Fahren wecken.

BMW 1er: Der neue Alte

Vor allem das Premium-Modell M135i xDrive soll die Lust aufs Fahren wecken.
Foto: BMW
Lifestyle 3 Min. 26.08.2019

BMW 1er: Der neue Alte

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
BMW verabschiedet sich bei der dritten Generation des 1er-Modells vom markentypischen Heckantrieb. Doch auch Allrad-Fans kommen auf ihre Kosten.

Makeover-Shows sind derzeit ein ganz großes Thema. Vor allem das Netflix-Format „Queer Eye“ lässt die Zuschauer und Kritiker jubeln: Fünf stets gut gelaunte und aufgedrehte Männer stellen das Leben eines Kandidaten auf den Kopf. Nicht nur Wohnung und Aussehen wird dabei aufgehübscht, nein, auch im Inneren wird tüchtig aufgeräumt.

Ähnliches ist nun auch dem BMW 1er widerfahren, der im September – und damit einige Monate vor dem mit Spannung erwarteten Golf VIII – in neuem Glanz bei den Autohändlern auffahren wird.

Premium-Modell M135i xDrive: Unter der Motorhaube verbirgt sich ein Benzinmotor mit 
306 PS.
Premium-Modell M135i xDrive: Unter der Motorhaube verbirgt sich ein Benzinmotor mit 
306 PS.
Foto: BMW

Vorne statt hinten

Die größte Veränderung ist von außen nicht zu erkennen: BMW verabschiedet sich bei der dritten Generation des Einsteigermodells, das mit 1,3 Millionen produzierten Fahrzeugen seit Einführung im Jahr 2004 gleichzeitig ein Verkaufsschlager ist, vom Heckantrieb.


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Damit dieser Bruch mit der Tradition nicht für schlechte Laune auf dem Fahrersitz sorgt, hat der Autobauer aus Bayern gleich fünf Motorisierungen zum Start auf Lager: zwei Benziner (118i mit 140 PS und M135i xDrive mit 306 PS) und drei Dieselmotoren (116 bis 190 PS). Vor allem die PS-stärkste Benziner-Variante, die wie der 190 PS starke Diesel mit Allradantrieb ausgestattet ist, gleitet kraftvoll und ruhig auch bei hohen Geschwindigkeiten über den Asphalt

Das Topmodell mit 4-Zylindermotor schafft es laut Herstellerangaben aus dem Stand auf 100 km/h in 4,8 Sekunden. Noch schneller, nämlich 4,7 Sekunden, soll es mit dem M Performance Paket gehen, das ab November erhältlich sein wird. Die Höchstgeschwindigkeit, die nur jenseits der Grenze auf dem Tacho stehen darf, beträgt reguliert 250 km/h.

Maskulines Aussehen

Die optischen Veränderungen sind weniger deutlich: Von außen wirkt der 1er bulliger als sein Vorgänger, wobei manche bei BMW wohl gerne eine Schippe draufgelegt hätten, wie die bei der Vorstellung präsentierten Skizzen verraten. Das darauf zu sehende Gefährt gleicht eher dem Batmobil als dem eigentlichen Endprodukt.

Hinten geht es eher praktisch zu: Der Kofferraum bietet mit 380 Litern sogar 20 Liter mehr Stauraum als der Vorgänger. Bei umgeklappten Rücksitzen sind es sogar 1 200 Liter.
Hinten geht es eher praktisch zu: Der Kofferraum bietet mit 380 Litern sogar 20 Liter mehr Stauraum als der Vorgänger. Bei umgeklappten Rücksitzen sind es sogar 1 200 Liter.
Foto: BMW

Für das maskuline Aussehen sorgen unter anderem die dominante „BMW Niere“ – die in der Premium-Variante als Mesh-Einsatz daherkommt – schräg angestellte Frontscheinwerfer, breite Heckleuchten und eine markante Schulterpartie. Im Inneren überzeugt der BMW 1er mit einem ansprechenden Raumangebot – wenig verwunderlich: Er hat in der Breite 34 Millimeter und in der Höhe 13 Millimeter hinzugewonnen. Der Knieraum für Fondpassagiere bietet so etwa 33 Millimeter mehr Platz. Für alle gibt es zudem mehr Ellenbogenfreiheit – hinten 13 Millimeter, vorne 42 Millimeter. Auch der Kofferraum ist von 360 auf 380 Liter gewachsen, bei umgeklappter Rückbank sind es 1 200 Liter.

Neu ist im Inneren nicht nur das Platzangebot, sondern die erstmals verfügbaren hinterleuchteten Dekorleisten. Die kann man aber getrost außer Acht lassen – schließlich muss man sich auf die verschiedenen Anzeigen und das 9,2 Zoll große Head-up-Display konzentrieren. Auch einige Assistenzsysteme, die man bisher nur aus höheren BMW-Modellen kannte, sind jetzt im Einstiegsmodell integriert. Serienmäßig sind etwa die Auffahr- und Personenwarnung mit City-Bremsfunktion, die auch auf muntere Radfahrer hinweist, und die Spurverlassungswarnung mit aktiver Rückführung.

Digitaler Schlüssel

Technikfans werden sich über die Einführung des BMW Digital Key freuen: Als Schlüssel dient das Smartphone, das nicht nur Türen öffnen, sondern auch das Fahrzeug starten kann – selbst wenn der Akku leer sein sollte. Das Ganze hat natürlich seinen Preis: Der günstige Benziner (118i) ist ab 26 100 Euro erhältlich. Für das Premium-Modell, den M135i xDrive, zahlt man mindestens 47 600 Euro. Ein Makeover ist schließlich nur im Fernsehen kostenlos.

Übersichtliches Interieur: Zur serienmäßigen Ausstattung zählt ein 8,8 Zoll großes Control Display mit Touchfläche.
Übersichtliches Interieur: Zur serienmäßigen Ausstattung zählt ein 8,8 Zoll großes Control Display mit Touchfläche.
Foto: BMW

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