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Bilder zum Anbeißen
Lifestyle 5 3 Min. 11.05.2015 Aus unserem online-Archiv
„Food Photography Workshop“ mit Anne Faber

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Making of "Food Photography": Mit viel Kreativität Spaß an der Sache amüsierten sich die Teilnehmer bei Anne Fabers Workshop - und lernten ganz nebenbei noch einige nützliche Dinge dazu.
„Food Photography Workshop“ mit Anne Faber

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Making of "Food Photography": Mit viel Kreativität Spaß an der Sache amüsierten sich die Teilnehmer bei Anne Fabers Workshop - und lernten ganz nebenbei noch einige nützliche Dinge dazu.
Foto: Cheryl Cadamuro
Lifestyle 5 3 Min. 11.05.2015 Aus unserem online-Archiv
„Food Photography Workshop“ mit Anne Faber

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Wie macht man eigentlich ein ansprechendes Foto von Nahrungsmitteln? Und was benötigt man dazu? Anne Faber hat den Teilnehmern des „Food Photography Workshops“ der „Luxembourg Food Academy“ wertvolle Tipps und Tricks mit auf den Weg gegeben

Wie macht man eigentlich ein ansprechendes Foto von Nahrungsmitteln? Und was benötigt man dazu? Anne Faber hat den Teilnehmern des „Food Photography Workshops“ der „Luxembourg Food Academy“ wertvolle Tipps und Tricks mit auf den Weg gegeben.

VON CHERYL CADAMURO

Fotografieren und Kochen – zwei Hobbys, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch einen gemeinsamen Nenner haben sie dann doch: Kreativität. Und diese bildet schließlich eine Brücke zwischen zwei Welten, die zusammengefügt eine neue Tätigkeit ergeben: Food Photography.

Zehn Teilnehmer, mindestens ebenso viele Kameras, die unterschiedlichsten Nahrungsmittel und jede Menge gute Laune – während zwei Stunden verwandelt sich ein kleiner Raum in der „Bouneweger Stuff“ in ein Fotostudio der besonderen Art. Anlass: ein Food Photography Workshop unter der Leitung von Anne Faber. Die anwesenden Teilnehmer sind eine bunt gemischte Gruppe. Doch alle haben ein Ziel: mit Annes Hilfe in die Welt der Food-Fotografie reinschnuppern.

Denn sie weiß, wie das Ablichten von Nahrungsmitteln funktioniert. Ihre eigenen Kochbücher bebildert sie nämlich zum Großteil selbst. Dass das viel mehr mit Kreativität als mit teurem Material zu tun hat – das möchte die Luxemburgerin, die in London lebt, den Teilnehmern nahebringen. „Ich begeistere Menschen gerne fürs Kochen. Da ich ebenfalls Fotografie sehr mag, möchte ich auch diese Leidenschaft mit anderen teilen“, so Anne.

Dozentin und Bloggerin Anne Faber: Die Luxemburgerin veröffentlichte bereits zwei Kochbücher.
Dozentin und Bloggerin Anne Faber: Die Luxemburgerin veröffentlichte bereits zwei Kochbücher.
Cheryl Cadamuro

Licht und Hintergrund

Und was sind die wichtigsten Voraussetzungen für ein ansprechendes Food-Foto? Zunächst einmal natürliches Licht und ein ausdrucksstarker Hintergrund. Diese sind ausschlaggebend für ein gelungenes Bild, wie die gelernte Journalistin erklärt: „Tageslicht verleiht dem Essen Authentizität. Dazu sollte man es neben ein Fenster, aber – um Schatten zu vermeiden – nicht direkt in die Sonne stellen. So kann ich auch auf künstliche Lichtzufuhr in Form von Blitzanlagen verzichten. Aber auch der Hintergrund spielt eine wichtige Rolle. So nutze ich als Unterlage für das Essen am liebsten abgenutzte Tische oder andere Texturen mit Charakter.“ Teures Equipment ist indes nicht nötig, wie Anne meint: „Man kann mit jedem Fotoapparat, auch mit einer Smartphone-Kamera, tolle Bilder machen.“

Neben diesen technischen Aspekten ist das Wichtigste aber vor allem eins: die Lust am Experimentieren. „Man sollte viele verschiedene – und vor allem auch ungewöhnliche – Kombinationen ausprobieren, so kann man seinen ganz eigenen Stil finden“, so die begeisterte Köchin.

Nach einer kleinen Einführung dürfen dann auch die Teilnehmer zeigen, was sie können. Bewaffnet mit Digitalkamera und Smartphones geht es dann auch schon an die Hauptaufgabe des Kurses. Und die ist ganz klar. Zuerst anrichten, dann fotografieren. Von Croissant mit Erdbeeren auf einer alten Holzkiste über Teetasse und Obsttörtchen auf einem Stuhl bis hin zu einer Brezel neben Radieschen auf einem Tisch: Die Kombinationsmöglichkeiten sind auch mit wenig Material vielfältig – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Bei lockerer Atmosphäre und guter Laune wird so eine Stunde lang angerichtet, geknipst, bestaunt und sich amüsiert.

Zurück zur Theorie

Zum Schluss geht es dann wieder theoretischer beziehungsweise technischer zu. Das Thema Bildbearbeitung steht an. Mittels PC und Software vermittelt Anne den Teilnehmern die Nützlichkeit dieser Hilfsmittel: „Es gibt so viele Programme für PCs und Apps für Smartphones. Mit diesen – manchmal sogar kostenlosen – Programmen kann man seinen Bildern den letzten Schliff verleihen.“

Nach zwei Stunden Theorie, Praxis und vor allem Liebe zum Essen und zur Fotografie scheint die Mission des Workshops erfüllt. Denn nicht nur die Kursleiterin selbst, auch und vor allem die Teilnehmer zeigen sich zufrieden.

„Ich fotografiere gerne Essen für meinen Blog. Da solche Kreationen vergänglicher Art sind, ist es mir wichtig, diese auf bestmögliche Art abzulichten und so zu verewigen. Dies konnte ich hier lernen. Ich mochte zudem die Atmosphäre und Annes offene Art. – wirklich ein toller Workshop“, erklärt die begeisterte Teilnehmerin Lana auf Nachfrage.

Und Martine hat Lust auf mehr bekommen: „Ich fotografiere schon seit mehreren Jahren. Hier hatte ich nun die Möglichkeit, in die Welt der Food-Fotografie einzutauchen. Ich denke dass ich diese Art zu fotografieren weiterverfolgen werde. Meine Erwartungen an diesen Kurs wurden demnach mehr als nur erfüllt.“


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