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Bewerbungsfotos: Bitte recht freundlich
Lifestyle 2 Min. 29.01.2018

Bewerbungsfotos: Bitte recht freundlich

Das i-Tüpfelchen für die Bewerbung: Ohne Foto geht es meistens nicht, sagen Experten - auch wenn es rechtlich gesehen keine Pflicht sein darf.

Bewerbungsfotos: Bitte recht freundlich

Das i-Tüpfelchen für die Bewerbung: Ohne Foto geht es meistens nicht, sagen Experten - auch wenn es rechtlich gesehen keine Pflicht sein darf.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 29.01.2018

Bewerbungsfotos: Bitte recht freundlich

Seriöser Blick oder breites Grinsen: Wie zeigt man sich auf einem Bewerbungsfoto? Und kann man es auch weglassen? Nein, sagen Experten, im Gegenteil. Denn ein gelungenes Foto kann das i-Tüpfelchen auf der Bewerbung sein.

(dpa) - Besonders attraktiv muss auf seinem Bewerbungsfoto niemand sein - aber sympathisch. „Das Foto ist der emotionale Weichensteller“, sagt Bewerbungs- und Karrierecoach Jürgen Hesse. Damit das gelingt, gibt es jedoch einiges zu beachten - den Adressaten zum Beispiel.

Denn was bei Bewerbungsfotos für manche Unternehmen durchaus angemessen ist, wirkt bei anderen übertrieben. Hosenanzug oder Hemd und Krawatte sind also nicht immer das passende Outfit. Und wer sich bei einer Werbeagentur oder auf andere Jobs in der Kreativbranche bewirbt, könne neben einem lässigen Outfit ruhig auch einen ungewöhnlichen Bildausschnitt wählen, sagt Judith Engst, die ein Buch zum Thema geschrieben hat („Duden Ratgeber - Professionelles Bewerben: Von der Stellensuche bis zum erfolgreichen Vorstellungsgespräch”). Bei Banken hingegen sei nach wie vor konservative Kleidung gefragt.

Viele bezeichnen das Foto sogar als den wichtigsten Teil einer schriftlichen Bewerbung - auch wenn das vielen nicht bewusst ist. Dabei könne ein sympathisches Bild den Ausschlag für die Einladung zum Gespräch geben, wenn man dadurch aus der Reihe der vielen qualifizierten Bewerber hervorsticht.

Dafür gibt es auch sachliche Gründe: Unternehmen erwarten von Bewerbern, dass sie sich mit dem Arbeitgeber und der Stelle beschäftigt haben. Ob sie das getan haben, zeigt sich auch in einem passenden Foto. Ein breites Grinsen ist bei Bestattungsunternehmen beispielsweise fehl am Platz. Ratsam ist, immer mehrere Fotos zu schießen und Freunde oder Familie zu fragen, welches sie am besten fänden. Vor allem Schwarz-Weiß-Fotos haben eine gute Wirkung. Aber auch ein gutes Farbfoto kann Herzen öffnen.

Fotos vom Profi

Schießen kann solche Bilder auch ein talentierter Laie, sagt Hesse. Judith Engst hingegen rät zum Besuch beim Profi - allein schon wegen der Beleuchtung. „Bei einem Fotografen kommen einfach die besten Bilder heraus.“ Vom Format her sollte das Foto etwas größer als ein Passbild sein - und gerne auch quer oder quadratisch, schlägt Jürgen Hesse vor. „Damit sollte man unbedingt spielen.“

Ein Trend ist, dass auch etwas vom Hintergrund auf dem Bild erkennbar ist. Die Fotos können in einer Umgebung aufgenommen werden, die etwas über den Bewerber aussagt: am Fenster, im Büro, in der Werkstatt, im Labor oder in der Natur. Wichtig sei aber, das Bild anständig auszudrucken und dabei auf die Farben zu achten, empfiehlt Judith Engst.

Bei E-Mail-Bewerbungen ist zudem wichtig, keine zu großen Dateien zu versenden. Die Richtwerte dafür ändern sich aber ständig, sagt Judith Engst. „Früher hat man gesagt: Nicht mehr als ein Megabyte. Heute lacht man darüber.“ Aktuell rät sie, keine Anhänge zu verschicken, die größer als fünf oder sechs Megabyte sind.

Jürgen Hesse empfiehlt außerdem, auf jeden Fall ein halbwegs aktuelles Bild zu schicken. Auch wenn man sich selbst vor zehn Jahren noch hübscher fand: „Man sollte beim Bewerbungsgespräch keine Enttäuschung provozieren.“


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