Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Beim Profil kann weniger mehr sein: Den Richtigen finden
Lifestyle 2 Min. 24.03.2015

Beim Profil kann weniger mehr sein: Den Richtigen finden

Fürs Grobe: Stollenreifen eignen sich nur bedingt für den Stadtverkehr, ihre Heimat ist das Gelände.

Beim Profil kann weniger mehr sein: Den Richtigen finden

Fürs Grobe: Stollenreifen eignen sich nur bedingt für den Stadtverkehr, ihre Heimat ist das Gelände.
Foto: www.pd-f.de/Schwalbe
Lifestyle 2 Min. 24.03.2015

Beim Profil kann weniger mehr sein: Den Richtigen finden

Fast profillos, leicht geriffelt oder mit groben Stollen: Die Auswahl an Fahrradreifen ist riesig. Um die perfekten Gummis für den Drahtesel zu kaufen, kommt es auf mehr an als nur die passende Größe.

(dpa/tmn) - Zum Beginn der Fahrradsaison lohnt ein kritischer Blick auf die Reifen: Der Zustand von Lauffläche und Profil verrät, ob die Pneus noch zum Einsatz taugen. Solange die Lauffläche durchgehend die gleiche Farbe hat, meistens ist das Schwarz, ist alles okay. Scheint dagegen andersfarbiges Material durch, ist die Zeit reif für einen Wechsel. Das gilt auch, wenn das Profil runter ist.

Die Wahl des richtigen Reifens ist gar nicht so einfach, sie hängt maßgeblich vom Einsatzbereich des Fahrrads ab. „Räder, die nur in der Stadt fahren, brauchen eigentlich kein Profil“, sagt René Filippek vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Das sei dort ein Designelement ohne Wirkung. Wer hin und wieder auch mal in die Natur radelt, wählt dagegen besser ein Trekking-Profil.

Das ist etwas gröber gehalten und hat dadurch einen leicht höheren Laufwiderstand, bietet aber auf Schotter oder Erde mehr Grip. Stollen an der Seite des Mantels geben in rutschigen Kurven Halt. Abzuraten ist von Mountainbike-Reifen im Stadtverkehr. Die haben durch ihr grobes Profil einen sehr hohen Rollwiderstand und sind laut.

Den besten Schutz vor einem Platten bieten Reifen mit zusätzlich eingearbeitetem Gewebe.
Den besten Schutz vor einem Platten bieten Reifen mit zusätzlich eingearbeitetem Gewebe.
Foto: www.pd-f.de/Messe Friedrichshafen

Der Druck macht's

Bei der Reifenbreite achten Radler auf die Breite der Gabel und des Hinterbaus - Dort muss der Reifen durchpassen - und auf die Felge. Die Reifenbreite sollte etwa der doppelten Maulweite der Felge entsprechen. An der Seite des Reifens finden Radler die Angaben zu dessen Breite und Durchmesser, meist in Zoll oder Millimeter. Die Millimeter-Maße sind aussagekräftiger, da sie genauer sind. Generell gilt: Breitere Reifen bieten mehr Traktion und Fahrkomfort, sind aber schwerer zu lenken als schmalere.

Ohne den richtigen Luftdruck taugt der beste Gummi nichts: Viele Radler sind mit zu wenig Druck unterwegs. Dadurch kann der Reifen auf einer Bordsteinkante leicht durchschlagen. Auch die Seitenwand des Mantels nimmt so eher Schaden. Außerdem rollt der Reifen mit zu wenig Luft schlecht. Der empfohlene Druck findet sich an der Mantelseite.

Gerade in der Stadt sorgen Scherben und Split schnell für eine Panne. Wer nicht flicken will, investiert in Reifen mit Pannenschutz, die etwas teurer sind. Besonders pannensichere Pneus haben zwischen Gummi und Karkasse eine spezielle Schutzschicht. Die kann aus Nylongewebe bestehen oder aus bis zu fünf Millimeter dickem Naturkautschuk. Gut geschützte Reifen sind in der Regel etwas schwerer.

Gib Gummi: Die Auswahl an Fahrradreifen ist üppig, der Einsatzzweck entscheidet über die konkrete Wahl.
Gib Gummi: Die Auswahl an Fahrradreifen ist üppig, der Einsatzzweck entscheidet über die konkrete Wahl.
Foto: dpa-tmn

Das hilft bei Pannen

Ist der Reifen doch mal platt, sollten sich Radler zu helfen wissen - und Flickzeug dabei haben. Spezielle Reifenheber aus Plastik helfen, den Mantel von der Felge zu lösen. Spitze Gegenstände sind nicht zu empfehlen. Ist das Loch entdeckt, wird der Gummi mit etwas Schmirgelpapier aufgeraut. Dann kommt Vulkanisierungsflüssigkeit auf die Stelle. Die verändert den Gummi chemisch. Das dauert zwei bis fünf Minuten, dann wird der Flicken auf die Stelle gedrückt: Lieber kurz kräftig statt lang und schlaff. So hält er besser.

Zum Schluss wird der Schlauch leicht aufgepumpt. Der Mantel wird auf einer Seite über das Felgenmaul gezogen, die andere bleibt offen. Das Ventil wird durch das Loch in der Felge gesteckt, dann den Schlauch in den Mantel schieben. Anschließend wird vom Ventil ausgehend die zweite Mantelseite über die Felge gestülpt. Wichtig: Der Schlauch darf nicht zwischen Felge und Mantel eingeklemmt werden.

Übrigens: Bei punktuellen Einstichen, etwa durch Nägel, werden die Fasern des Mantels in der Regel nicht beschädigt. Er kann danach problemlos weiter genutzt werden. Anders sieht es bei Schnitten wie durch Scherben aus. Wenn die Fasern im Gummi gerissen sind, wird der Reifen besser ausgewechselt.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Fahrradreifen: Dünnhäutig bis hart im Nehmen
Rollwiderstand, Luftdruck, Profil: Beim Reifen für Radler gibt es viel zu beachten. Je nach Einsatzzweck sind die Unterschiede groß. Neuartige Produkte versprechen sogar komplett wartungsfreies Radfahren.
HANDOUT - Zum Themendienst-Bericht von Stefan Weißenborn vom 19. März 2019: Druck machen lassen: Ein schlauchloser Reifen wird mit einem Kompressor aufgepumpt. Foto: Matt Wragg/www.pd-f.de/dpa-tmn - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des vorstehenden Credits - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Autoreifen: Richtig Gummi geben
Der Frühling steht unmittelbar bevor, und für viele Autofahrer bedeutet das: Fertig machen zum Reifenwechsel. Was gilt es beim Kauf und dem Einsatz zu beachten?
Zum Themendienst-Bericht vom 19. März 2017: Autofahrer sollten beim Kauf neuer Reifen auf das Produktionsdatum achten - es lässt sich an der Reifenflanke ablesen. 
(Archivbild vom 09.05.2012/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text.) Foto: Inga Kjer/dpa-tmn
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.