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Balkon und Terrasse winterfest machen
Eingepackt durch den Winter: Viele Pflanzen auf der Terrasse sollten Hobbygärtner in der kalten Jahreszeit nicht sich selbst überlassen.

Balkon und Terrasse winterfest machen

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Eingepackt durch den Winter: Viele Pflanzen auf der Terrasse sollten Hobbygärtner in der kalten Jahreszeit nicht sich selbst überlassen.
Lifestyle 3 Min. 13.10.2018

Balkon und Terrasse winterfest machen

Gerade Topfpflanzen brauchen in der kalten Jahreszeit etwas Schutz oder müssen sogar ins Haus ziehen. Auch an die Gartenmöbel sollte man denken - mancher Holzstuhl übersteht den Frost sonst nicht.

(dpa) - Im Sommer haben Balkon und Terrasse Saison. Doch wenn die Temperaturen sinken, brauchen Möbel, Pflanzen und Gartenaccessoires Schutz. Mehrjährige Balkon- und Kübelpflanzen unterscheiden Gartenexperten in zwei Gruppen: winterhart und frostempfindlich. Für Kübelpflanzen, die nicht winterhart sind, heißt es: Ab nach drinnen, denn selbst bei einem milden Winter sinken die Temperaturen so weit ab, dass die Pflanzen draußen zu stark geschädigt werden oder ganz erfrieren.

Auf die richtige Temperatur achten

Das ideale Überwinterungsquartier für solche Gewächse ist hell, aber kühl bei Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad. Trocken-warme Luft in geheizten Räumen bekommt den Pflanzen nicht so gut. Schädlinge wie die Weiße Fliege, Thripse oder Woll- und Schildläuse entwickeln sich dann besonders gut und stören massiv die Entwicklung der Pflanzen.

Aber auch winterharte Balkonpflanzen kommen nicht ohne einen Schutz durch die frostige Jahreszeit. Winterhart bedeutet, dass eine Pflanze den Winter im Freiland - also in den Boden gepflanzt - gut und ohne Schutz übersteht. Im Kübel und im Balkonkasten ist der Wurzelbereich hingegen nur bedingt isoliert, dabei ist er gerade der frostempfindlichste Teil.

Um die Wurzeln gegen Kälte zu schützen, empfiehlt es sich, den Kübel mitsamt Pflanze in einen zweiten, größeren Kübel zu stellen und den Zwischenraum mit Laub oder Tannenzweigen zu füllen. Alternativ kann man den Topf auch in einen Jutesack einschlagen, der mit Polsterfolie, dickem Vlies oder Laub gefüllt ist. Die Kübel dürfen nicht direkt auf dem nicht-isolierten Boden stehen, da sonst die Kälte an die feucht gehaltenen Wurzeln gelangt. Tipp: die eingeschlagenen Kübel auf eine Isomatte, Styroporplatte oder Bretter stellen.

Frostsicheres Material wählen

Grundsätzlich sollten die Gefäße, die mit Erde gefüllt den Winter über draußen bleiben, immer frosthart sein. Gefrorene Erde dehnt sich aus und kann die Gefäße zum Platzen bringen. Im besten Fall platzen nur Ecken ab, im schlimmsten Fall werden sie komplett gesprengt.

Immergrünen Gewächsen wie Buchs sollte man ein schattiges Plätzchen einräumen oder sie mit einem leichten Vlies abdecken, da sie durch die Wintersonne leicht verbrennen können. Da diese Pflanzen auch im Winter Fotosynthese betreiben, rate man zu einer gelegentlichen Wassergabe bei frostfreiem Wetter, um Vertrocknungsschaden bei intensiver Sonneneinstrahlung zu minimieren.

Gegen die kalten Winterwinde helfen zudem Kiefernzweige, Ruten und Reiser, die in die Kübelpflanzen gesteckt werden. Das sieht dekorativ aus und schützt gleichzeitig die Triebbasis und Veredlungsstelle vieler Kübelpflanzen.

Winterschutz sollte ihrer Ansicht nach immer mit Blick auf die Wetterlage erfolgen, sprich: wenn die Minusgrade tatsächlich in Sicht sind. Der Winter gefährdet die Pflanzen nur bei extremen Minusgraden, eiskalten Winden und starker Wintersonneneinstrahlung. Dann sollte man vorbereitet sein und schnell reagieren. Erwärmt sich das Wetter jedoch zwischenzeitlich, sollte man die Winterverpackung lüften und Pflanzen kontrollieren.

Damit der Außenbereich im Winter nicht allzu trist aussieht, kann man Kübel und Kästen auch mit frostharten, kleinwüchsigen Koniferen, Ilex, Winterheide, Skimmien, Gaultherien und Efeu bepflanzen. Christrosen sind dankbare und blühfreudige Stauden, die den ganzen Winter über blühen. Wer frühzeitig im Herbst Blumenzwiebeln in einen Kübel legt, kann sich zudem im zeitigen Frühjahr an ihrer Blüte erfreuen.

Bei Gartenmöbel auf Material achten

Bei Gartenmöbeln hängt der Winterschutz vom Material ab. Stühle, Tische und Bänke aus Metall und Kunststoff können im Freien bleiben, wenn man sie mit einer Schutzhülle bedeckt. Bei Holz kommt es darauf an: „Teak, Rubine und Eukalyptus sind robuste Hölzer und können draußen bleiben, wenn sie imprägniert sind. Lackierte Möbel sollte man besser im Keller verstauen, sonst hat man im kommenden Jahr keine Freude mehr daran.“

Die Gartenmöbel sollte man gründlich trocknen lassen, bevor man sie einlagert. Das gilt auch für den Sonnenschutz: „Entfernen Sie beim Sonnenschirm Algen und anderen Schmutz und packen Sie ihn gut ein - sonst müssen Sie sich im nächsten Jahr einen neuen kaufen.“


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