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Ausgedienter Weihnachtsbaum: Zu schade für den Müll
Lifestyle 2 Min. 03.01.2018

Ausgedienter Weihnachtsbaum: Zu schade für den Müll

Die Tannenzweige eignen sich auch als Frostschutz und oder Schmuck auf einem Grab.

Ausgedienter Weihnachtsbaum: Zu schade für den Müll

Die Tannenzweige eignen sich auch als Frostschutz und oder Schmuck auf einem Grab.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 03.01.2018

Ausgedienter Weihnachtsbaum: Zu schade für den Müll

Weihnachten ist vorbei - und die Weihnachtsbäume landen auf dem Müll. Das muss aber nicht sein: Die Nadelbäume lassen sich auch vielseitig anders verwenden.

(dpa) - Das große Aufräumen beginnt: Der Weihnachtsbaum muss raus aus dem Wohnzimmer. Doch wohin mit ihm, wenn die Feiertage vorüber sind? Für den Müll ist er eigentlich viel zu schade - zumal er an die zehn Jahre braucht, um zu einem stattlichen Baum heranzuwachsen, gibt Catrin Fetz von der Organisation PEFC, die Holz- und Papierprodukte aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zertifiziert. Der alte Baum ist vielseitig verwendbar. Hier einige Beispiele:

Als Deko-Element: Mit Fantasie und Geschick bietet der Nadelbaum Do-It-Yourself-Fans viele Optionen. Im Gegensatz zu Eiche oder Buche ist Nadelholz recht weich und eignet sich gut zum Schnitzen. So kann er beispielsweise Kleiderständer im Flur weiterleben. Die Ast-Achsen dienen als Haken, an denen auf verschiedene Ebenen Mäntel und Jacken, Taschen, Schals und Mützen hängen. Wenn man den geschälten und abgeschmirgelten Stamm noch in weißer Kalkfarbe tüncht, sieht er schick und edel aus.

Für Tiere: Stärkere Zweige lassen sich auch zu Sitzstangen für Vögel oder kletterfreudige Haustiere umfunktionieren. Das sorgt für ein bisschen Abwechslung im Käfig. Auch größere Tiere freuen sich über Abwechslung. Daher nehmen einige Wildtiergehege, Wildparks, Zoos und Förster Weihnachtsbäume an - als Spielzeug oder Futter etwa für Elefanten, Kamele oder Hirsche. Die Bäume dürfen jedoch nicht chemisch behandelt und müssen komplett abgeschmückt sein. Ob die ausrangierten Bäume willkommen sind, sollte man vorher klären.

Im Freien: Draußen im Garten kann altes Tannen- und Fichtengrün beispielsweise Beete und Blumenkästen vor Frost schützen. Auch als winterlicher Grabschmuck machen sich die Zweige der Nadelbäume gut. Eine weitere Möglichkeit: Wer den Baum schreddern kann, kann mit dem Material die Beete mulchen.

Auf dem Kompost: Alte Zweige helfen bei der Kompostierung - vor allem wenn man dort viele Obst- und Gemüsereste entsorgt. Küchenabfälle sind in der Regel sehr matschig. Mit Ästen als strukturierendes Material wird der Kompost besser durchlüftet und zersetzt sich besser. Auch die Überreste von Apfel, Karotte und Kartoffel leisten ihren Beitrag: Feuchte Küchenabfälle sorgen dafür, dass die trockenen Zweige und Nadeln wieder feucht werden und besser von den zersetzenden Organismen angenommen werden. Doch nicht jeder Weihnachtsbaum ist für den Kompost geeignet. Magnus J. K. Wessel vom BUND rät, dort nur Bäume aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen oder aus ökologischer Waldwirtschaft zu entsorgen. „So verhindert man, dass im Garten ein ungewolltes Pestizid-Endlager entsteht.“

Im Ofen: Der Nadelbaum lässt sich auch verfeuern. Vor der Nutzung im Ofen muss das Holz allerdings so lange richtig abgelagert werden, bis es trocken ist - ideal sind zwei bis drei Jahre Lagerung. Zu frisches Holz erzeuge aufgrund der noch enthaltenen Restfeuchtigkeit zu viel Rauch.

Den ehemaligen Weihnachtsbaum im Wald zu entsorgen, ist letztlich die schlechteste Lösung. Dort würde er zwar verdorren, sich aber nur langsam zersetzen.


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