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Aufräumen und Ordnung halten
Lifestyle 3 Min. 21.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Aufräumen und Ordnung halten

Unordnung im Kinderzimmer lässt sich oft bereits in einer Viertelstunde beheben - es dauert meist länger den inneren Schweinehund zu überwinden.

Aufräumen und Ordnung halten

Unordnung im Kinderzimmer lässt sich oft bereits in einer Viertelstunde beheben - es dauert meist länger den inneren Schweinehund zu überwinden.
Foto: dpa
Lifestyle 3 Min. 21.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Aufräumen und Ordnung halten

Der Mensch ist ein Jäger und Sammler. Letzteres bemerkt jeder in seinem Zuhause: Die allermeisten Menschen horten viele Dinge, obwohl sie längst nicht mehr gebraucht werden. Raus damit!

(dpa) - Einmal komplett die Wohnung entrümpeln, Unnützes aussortieren und neue Ordnung schaffen - das tut gut. Aussortieren befreit und erleichtert den Alltag. Vorausgesetzt man überwindet den inneren Schweinehund. Drei Autoren von Büchern zum Thema verraten ihre Strategien und geben ein paar Tipps - auch wie man dauerhaft Ordnung hält:

Tipp 1: Ein Plan muss her

Ein Plan für die Entrümpelungsaktion lohnt sich, damit sie sich gut in den Alltag integrieren lässt. "Wichtig ist, für sich selbst zu wissen, wie viel Zeit man investieren kann und will", erläutert Aufräum-Coach Esther Lübke aus Köln. Klar ist: Wer weiß, dass er nur eine halbe Stunde durchhält, sollte sich nicht einen ganzen Tag hierfür vornehmen. Und man muss den Aufwand klar umreißen können: In einer Woche lässt sich laut der Expertin eine komplett neue Ordnung in der Wohnung schaffen, wenn täglich zehn Stunden daran gearbeitet wird. Oder man geht es langsam an: Jeweils eine Stunde pro Tag einen Monat lang ausmisten.

Tipp 2: Mit dem einfachsten Raum anfangen

Es ist ratsam, mit einem Raum zu beginnen, in dem das Aussortieren besonders leicht fällt - zum Beispiel das Badezimmer. An den meisten Dingen, die hier herumstehen, hängt nicht unser Herz. Alte Cremes oder angebrochene Shampooflaschen, die man nicht mehr nutzt, lassen sich schnell entsorgen. Wenn der Raum dann überschaubarer wird, sollte man die Sachen thematisch sortieren, zum Beispiel mit verschiedenen Körbchen für Haar-, Nagel- und Gesichtsprodukte. Motiviert durch den ersten Erfolg, geht es Raum für Raum sowie Thema für Thema weiter.

Tipp 3: Kleine Einheiten mit Motto festlegen

Man sollte sich die Arbeit in kleinere Einheiten teilen, wenn sie sich zu groß anfühlt. In der Küche zum Beispiel in Kühlschrank, Tiefkühltruhe, Schränke und Schubladen. Für Ordnung lässt sich wirklich überall sorgen, sogar in der Kramschublade: Komplett ausräumen, reinigen, ausmisten und ein zentrales Thema überlegen, etwa kleine Haushaltsutensilien oder Büromaterial.


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Tipp 4: Boxen als Hilfsmittel

Hilfreich sind beim Ausmisten große Kisten oder Boxen. Dazu sollte man vier Stück bereitstellen: In die erste Kiste sortiert man alles ein, was man wirklich behalten will. In die zweite kommt, was man anderswo aufbewahren möchte. Die dritte ist eine Verschenk-Box, in die - auch künftig - alle Dinge kommen, die nicht mehr gefallen oder benötigt werden, einem Dritten aber noch Freude bereiten können. In die vierte Kiste kommen Dinge, über die man in Ruhe nachdenken will, sobald das Zimmer aufgeräumt ist. Der Rest wandert direkt in einen Müllsack.

Tipp 5: Dauerhafte Plätze zuweisen

Chaos ist das Gegenteil von Ordnung. Daher brauchen alle Gegenstände, die wieder in Schränke und Regale geräumt werden, für die Zukunft einen festen Platz. Sonst wandern Dinge von Ort zu Ort - nur aufgeräumt wird es dadurch nicht.

Tipp 6: Chaoskiste 

Das wichtigste Prinzip beim Aufräumen ist: "Alles muss seinen Platz haben". Im Alltag helfen dabei sogenannte Chaoskisten. Wenn man für jedes Familienmitglied eine solche Kiste einrichtet, können sie hier selbst Dinge reinpacken, die im Laufe des Tages irgendwo liegen geblieben sind - seien es Malstifte auf dem Esstisch oder eine Jacke auf dem Boden. Die Familie sollte vereinbaren, wie sie mit den Kisten umgeht: Entweder sie wird ausgekippt und aufgeräumt oder sie wandert für eine Weile auf den Dachboden.

Tipp 7: Direkt angehen

Der beste Trick, um gar keine große Unordnung entstehen zu lassen, ist daher, jeden Tag ein bisschen Ordnung zu schaffen."10, 20 oder 30 Minuten reichen - je nachdem wie viele Personen im Haushalt leben", sagt Lübke. Oder man dreht jeden Abend eine kurze Aufräumrunde und stellt die Dinge wieder zurück, die am Tag liegen geblieben sind. Und noch besser: die Dinge wieder gleich an ihren Platz zurückstellen, nachdem man sie genutzt hat. Doch manchmal ist dafür im Alltag einfach keine Zeit. Daher rät Lübke Menschen, die beruflich stark eingebunden oder ein bisschen verzettelt sind, alle 14 Tage einen festen Termin mit sich selbst zu vereinbaren: "Den einen Aufräum-Termin empfinden sie als dankbare Zeit, etwas Gutes für ihr Zuhause tun."


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