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Audi: Vier Ringe unter Strom
Lifestyle 3 Min. 12.10.2019

Audi: Vier Ringe unter Strom

Plug-in-Familie aus Ingolstadt: Audi A7 Sportback 55 TFSI e quattro, Audi Q5 TFSI e, Audi Q7 TFSI e und Audi A8 L 60 TFSI e.

Audi: Vier Ringe unter Strom

Plug-in-Familie aus Ingolstadt: Audi A7 Sportback 55 TFSI e quattro, Audi Q5 TFSI e, Audi Q7 TFSI e und Audi A8 L 60 TFSI e.
Foto: Audi
Lifestyle 3 Min. 12.10.2019

Audi: Vier Ringe unter Strom

Marc WILLIERE
Marc WILLIERE
Der Ingolstadter Automobilhersteller Audi richtet sein Produktportfolio konsequent auf die Elektromobilität aus.

Nachhaltige Mobilität rückt auch bei Premium-Kunden immer stärker in den Fokus. Diesem Trend will und kann sich Audi nicht verschließen. Deshalb baut die Marke mit den vier Ringen nicht allein ihr Angebot an elektrifizierten Modellen umfassend aus. Wichtiger Bestandteil nachhaltiger Mobilität ist für das Unternehmen zudem die CO2-neutrale Fertigung seiner elektrisch angetriebenen Autos.


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Der e-tron läutete bei Audi das Elektrozeitalter ein. Die aus dessen Entwicklung gewonnenen Kompetenzen lässt der Konzern jetzt in die kommenden Projekte für rein elektrische Modelle fließen. „Bis 2025 bringen wir 30 elektrifizierte Modelle auf den Markt, davon 20 reine E-Modelle. E-Autos werden dann bereits rund 40 Prozent unseres Absatzes ausmachen“, sagt Bram Schot, Vorstandsvorsitzender der Audi AG.

Noch in diesem Jahr bietet der Autobauer aus Ingolstadt Plug-in-Hybride für die Modellreihen A7 Sportback, A8, Q5 und Q7 an. Sie sind serienmäßig mit dem für sportlich-dynamische Fahrleistungen bekannten quattro-Antrieb ausgestattet. 2020 sollen der A3, der A6 und der Q3 Sportback folgen. Alle neuen PHEV-Modelle kombinieren einen leistungsstarken Benzinmotor mit einer Drehmoment-starken E-Maschine und einer Lithium-Ionen-Batterie.

In der Stadt ermöglichen sie lokal emissionsfreie Mobilität. Auf Langstrecken stimmt die Prädiktive Betriebsstrategie den elektrischen und den konventionellen Antrieb so aufeinander ab, dass der Fahrer von einer hohen elektrischen Reichweite und einem niedrigen Benzinverbrauch profitiert. Die rein elektrische Reichweite beträgt Audi zufolge bei jedem Modell mehr als 40 Kilometer (gemessen nach dem WLTP-Verfahren).

Gesamten Lebenszyklus der Modelle CO2-neutral gestalten

Im Rahmen seiner Elektrifizierungs-Roadmap hat sich Audi außerdem zum Ziel gesetzt, den gesamten Lebenszyklus seiner Modelle schrittweise CO2-neutral zu gestalten – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und die Nutzung bis zur Verwertung und die Umstellung auf erneuerbare Energien. 2025 soll der Fußabdruck der Fahrzeugflotte an Treibhausgasen den Vergleichswert von 2015 um 30 Prozent unterschreiten.

Bis spätestens 2050 will Audi an allen Standorten bilanziell CO2-neutral arbeiten. So fordert Audi unter anderem von seinen Batteriezellen-Lieferanten den Einsatz von Grünstrom in der Zellfertigung und engagiert sich auch für den nachhaltigen Umgang mit Aluminium, das nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft wiederverwertet wird.

Die reinen Stromer von Audi basieren auf vier unterschiedlichen Plattformen: Zum e-tron (rechts) werden sich demnächst der Q4 e-tron (links) sowie der e-tron GT (hinten rechts) gesellen. Ihr auf der PPE-Plattform aufbauendes Designmodell im Sportback-Layout (hinten links) halten die Ingolstädter noch verdeckt.
Die reinen Stromer von Audi basieren auf vier unterschiedlichen Plattformen: Zum e-tron (rechts) werden sich demnächst der Q4 e-tron (links) sowie der e-tron GT (hinten rechts) gesellen. Ihr auf der PPE-Plattform aufbauendes Designmodell im Sportback-Layout (hinten links) halten die Ingolstädter noch verdeckt.
Foto: Audi

Auch sein Produktportfolio will Audi vom Kompaktsegment bis hin zu Performance-Modellen konsequent auf die Elektromobilität ausrichten. Dafür nutzt das Unternehmen verstärkt konzernweit Synergien und will seinen Kunden für jedes Fahrzeugsegment maßgeschneiderte Lösungen anbieten. Neben der adaptierten Variante des Modularen Längsbaukastens (kurz: MLB evo), auf der Audi mit dem e-tron sein erstes Großserien-SUV aufgebaut hat, nutzen die Ingolstädter künftig drei weitere Plattformen für ihren Einstieg in die elektrische Welt.

Technische Basis für das bereits auf der Los Angeles Auto Show 2018 und dem diesjährigen Genfer Automobilsalon gezeigte Showcar e-tron GT concept ist die von Porsche entwickelte Performance-Plattform J1. Das Batterie-Package ist so gestaltet, dass der Fußraum im Fond Vertiefungen, sogenannte „Sitzgaragen“, aufweist. Diese besondere Anordnung ermöglicht trotz der typisch niedrigen Karosserie eines Sportwagens die Integration der Antriebsbatterie im Fahrzeugboden zwischen den Achsen – und damit einen sehr tiefen Fahrzeugschwerpunkt.

Modularer Elektrifizierungsbaukasten


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Was der Modulare Querbaukasten MQB für die Modellpalette mit Verbrennungsmotoren ist, wird in Zukunft der Modulare Elektrifizierungsbaukasten MEB für die rein elektrischen Modelle im Kompaktsegment sein. Die von Volkswagen für den gesamten Konzern konzipierte Plattform ist in hohem Grade skalierbar – ihre Matrix reicht von SUVs und Crossover-Modellen bis hin zu Limousinen. 2020 wird der Q4 e-tron concept als erster Audi auf Basis des MEB vom Band rollen und dessen Vorzüge genießen können: Bei vergleichbaren Außenmaßen zum Q3 bietet er die Innenraummaße eines Q5.

Für Oberklasse- und Luxus-Modelle setzt Audi schließlich auf die zusammen mit Porsche konzipierte und entwickelte „Premium Plattform Electric“ (PPE). Ihr Technik-Package ist grundsätzlich ähnlich wie beim MEB: Standard ist eine E-Maschine im Heck, bei den Topmodellen sorgt ein zweiter Elektromotor an der Vorderachse für einen bei Bedarf automatisch zuschaltbaren Allradantrieb. Wie beim Audi e-tron GT concept beträgt die Spannungslage 800 Volt und erlaubt eine hohe Ladeleistung von 350 kW.

Zu guter Letzt bietet Audi seinen Kunden den Zugang zu etwa 80 Prozent aller Ladestationen in Europa – das sind mehr als 110 000 öffentliche Ladepunkte in 20 Ländern, die von 220 Anbietern betrieben werden.


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