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Audi e-tron: Kampfansage an Tesla
Lifestyle 2 3 Min. 21.09.2018 Aus unserem online-Archiv

Audi e-tron: Kampfansage an Tesla

Der Audi e-tron ist – gegen Aufpreis – als erstes Auto der Welt mit sogenannten virtuellen Seitenspiegeln lieferbar.

Audi e-tron: Kampfansage an Tesla

Der Audi e-tron ist – gegen Aufpreis – als erstes Auto der Welt mit sogenannten virtuellen Seitenspiegeln lieferbar.
Foto: Audi
Lifestyle 2 3 Min. 21.09.2018 Aus unserem online-Archiv

Audi e-tron: Kampfansage an Tesla

Marc BOURKEL
Marc BOURKEL
Audi steht unter Strom. Die Marke mit den vier Ringen hat am Montag in San Francisco mit viel Pomp ihr erstes Elektroauto vorgestellt. Das e-tron genannte SUV-Modell soll im Januar an den Start gehen und nur der Anfang einer wahren E-Offensive sein.

Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Eigentlich wollte Audi bereits vor sechs Jahren mit dem R8 e-tron ins Elektro-Zeitalter aufbrechen. Nicht zuletzt wegen der geringen Reichweite des E-Sportlers wurde das Vorhaben schließlich auf Eis gelegt. Mit dem e-tron will Audi jetzt aber elektrisch durchstarten und vor allem den E-Pionier Tesla ärgern.

Dass die Ingolstädter ihr erstes vollelektrisches Serienmodell am Montagabend nur eine knappe Autostunde vom Tesla-Hauptquartier entfernt enthüllt haben, ist demnach kein Zufall, sondern eine klare Kampfansage an Elon Musk und sein Unternehmen.

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Der kommissarische Audi-Chef Bram Schot konnte sich bei der Premiere vor 1 600 geladenen Gästen denn auch den einen oder anderen Seitenhieb in Richtung Tesla nicht verkneifen. Es komme sehr oft nicht unbedingt darauf an, der Erste zu sein, sondern auf die Art und Weise, wie man eine Aufgabe löse, so Schot. Und beim e-tron hat Audi nach Auffassung des Niederländers ziemlich viel richtig gemacht. „Der e-tron ist das beste Elektroauto, das man derzeit kaufen kann“, so die nicht gerade bescheidene Ansage von Schot.

Virtuelle Seitenspiegel


Static photo,
Color: Siam beige
Audi enthüllt sein erstes Elektroauto
Nach Jaguar und Mercedes-Benz macht jetzt auch Audi Jagd auf Tesla. Die Ingolstädter haben am Montagabend (Ortszeit) in San Francisco mit dem e-tron ihr erstes Elektroauto präsentiert.

Zusammen mit sehr aufwendiger Rekuperationstechnik mit Energierückgewinnung im Schub und beim Bremsen sollen die Aerodynamikmaßnahmen dafür sorgen, dass der e-tron nach der seit 1. September geltenden WLTP-Norm (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure) auch im Alltag auf eine Reichweite von mehr als 400 Kilometern kommt. Noch aber liegen keine offiziellen WLTP-Werte für die immerhin rund 700 Kilogramm schwere 95-kWh-Hochvolt-Batterie vor.

Das Cockpit des ersten Elektro-Audi orientiert sich an jenem des Q8.
Das Cockpit des ersten Elektro-Audi orientiert sich an jenem des Q8.
Foto: Audi

Das Aufladen eines leeren Akkus soll zu Hause je nach Leistung – 22 kW oder elf kW – in viereinhalb beziehungsweise achteinhalb Stunden dauern. An 150-kW-Hochleistungsladesäulen – bis 2020 soll es europaweit rund 400 Standorte geben – soll eine leere e-tron-Batterie bereits nach 30 Minuten wieder zu 80 Prozent geladen sein.

Da das 2,28 Meter lange, 1,63 Meter breite und 0,34 hohe Batteriesystem – Audi vergleicht es von den Dimensionen her mit einem Doppelbett – unter der Fahrgastzelle untergebracht ist, geht es an Bord des in Brüssel gefertigten, 4,90 Meter langen e-tron erstaunlich luftig zu. Auch das Ladevolumen kann sich mit 660 bis 1 725 Liter mehr als sehen lassen. Das fahrerorientierte Cockpit wirkt wie eine weiterentwickelte Variante des Q8-Cockpits mit – falls vorhanden – als besonderem Highlight den beiden OLED-Displays der virtuellen Seitenspiegel.

Zehn Elektromodelle bis 2025

Für Vortrieb beim e-tron sorgen zwei E-Maschinen mit einer Systemleistung von 265 kW (360 PS) und 561 Nm Drehmoment. Im sogenannten Boost-Modus, der in der Fahrstufe S bei durchgetretenem Fahrpedal acht Sekunden zur Verfügung steht, steigt die Maximalleistung auf 300 kW (408 PS) und das Drehmoment auf 664 Nm. Dann lässt sich der Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,7 Sekunden meistern. Im D-Modus werden hierfür 6,6 Sekunden benötigt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt aus Rücksicht auf die Reichweite bei elektronisch begrenzten 200 km/h. Die Kraft wird beim e-tron über alle vier Räder auf die Straße gebracht. Audi schwärmt diesbezüglich gar vom besten quattro-System aller Zeiten.

Nach der Markteinführung des e-tron soll es bei Audi in Sachen Elektrifizierung mit Vollgas weitergehen. Abgesehen vom voraussichtlich rund 80 000 Euro teuren e-tron soll 2019 auch der e-tron Sportback debütieren. Für 2020 sind unter anderem ein kompaktes E-Modell und ein E-Sportler eingeplant. Einen ersten Vorgeschmack auf letzteren soll Ende November auf der Los Angeles Auto Show der e-tron GT concept liefern. Bis 2025 will Audi insgesamt zehn reine Elektromodelle im Portfolio haben.

Lichtshow mit Drohnen von Intel

Ein besonderes Highlight bei der Premierenfeier des e-tron war eine aufwendige Lichtshow mit Drohnen von Audi. Erstmals flogen dabei 850 aufeinander präzise abgestimmte Drohnen sowohl in der Veranstaltungshalle als auch im Freien eine spektakuläre Formation.Die Flugobjekte zeichneten dabei die vier Audi-Ringe und das  e-tron-Signet nach.

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