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Apple stellt Uhr mit EKG-Funktion vor
Wer seinen Finger auf die Krone an der Seite hält, kann sich ein EKG schreiben lassen.

Apple stellt Uhr mit EKG-Funktion vor

Foto: AFP
Wer seinen Finger auf die Krone an der Seite hält, kann sich ein EKG schreiben lassen.
Lifestyle 2 Min. 12.09.2018

Apple stellt Uhr mit EKG-Funktion vor

Im kalifornischen Cupertino präsentiert Apple am Mittwoch neue Produkte. Mit der neuesten Ausgabe der Apple Watch können Nutzer ihre Herzfunktion testen. Zudem entfällt bei neuen iPhones der Home-Button.

(dpa) - Apple ist es gelungen, seine Computer-Uhr zu einem EKG-Messgerät zu machen. Ein Nutzer könne ein Elektrokardiogramm erstellen, indem er den Finger für eine halbe Minute an die Krone an der Gehäuse-Seite halte, erklärte Apple-Manager Jeff Williams am Mittwoch. Die Funktion sei von der US-Gesundheitsaufsicht FDA freigegeben worden, die für die Zulassung medizinischer Geräte zuständig ist. Apple ist der erste Anbieter, der einen EKG-Sensor in einer Computer-Uhr unterbringen konnte.

Bei dem neuen Modell der Apple Watch machte der Konzern zudem das Display etwas größer und das Gehäuse dünner. Die Apple Watch führt seit dem Start 2015 den Smartwatch-Markt an und hat nach Angaben des Unternehmens auch klassische Uhrenmarken überholt.

iPhones ohne Home-Button

Die neuen iPhones verzichten komplett auf den traditionellen Home-Button, der einst die Smartphone-Bedienung prägte. Auch das am Mittwoch vorgestellte günstigere Modell iPhone Xr bekam das Design des teuren iPhone X aus dem vergangenen Jahr mit einem Bildschirm, der praktisch die gesamte Frontseite ausfüllt. Damit blieb kein Platz mehr für den Knopf mit einem Fingerabdruck-Sensor. Stattdessen wechselte Apple auch hier zur Gesichtserkennung FaceID.

Das neue iPhone Xr wird es unter anderem auch in Blau geben.
Das neue iPhone Xr wird es unter anderem auch in Blau geben.
Foto: AFP

Bei den teureren Modellen gibt es das erneuerte iPhone Xs und die größere Version Xs Max mit einem 6,5-Zoll-Display. Das Gehäuse ist damit in etwa so groß wie bei den bisherigen Plus-Modellen - bei deutlich ausgeweitetem Bildschirm.

Mehr Rechenkerne, komplexere Anwendungen

Der neue hauseigene „A12“-Chip im Inneren der Geräte hat mehr Rechenkerne und wird daher mit komplexeren Anwendungen auf Basis von maschinellem Lernen fertig. Als Beispiel wurde eine App demonstriert, die in Echtzeit die Bewegungen eines Basketball-Spielers analysieren und Ratschläge geben kann. Apple setzt darauf, Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz auf den Geräten selbst laufen zu lassen, während Konkurrenten wie Google dafür stärker Cloud-Dienste einbinden.


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Die Kameras bekommen neue Bildsensoren, was die Qualität der Aufnahmen verbessern soll. Mit den leistungsstärkeren Chips können zudem die Lichtverhältnisse genauer analysiert und die Fotos präziser darauf angepasst werden. Bei Porträtaufnahmen kann der Hintergrund nachträglich schärfer oder verschwommener gemacht werden.

Verschiedene Farben für das Xr

Die Modelle Xs und Xs Max haben erneut ein kontrastreiches Display mit OLED-Technologie. Beim iPhone Xr gibt es stattdessen einen günstigeren LCD-Bildschirm und ein Gehäuse aus Aluminium statt Edelstahl. Es wird auch in mehreren Farben wie Rot, Gold oder Blau angeboten.

Die neuen, teureren Modelle bekommen als erste iPhones eine zusätzliche, fest eingebaute eSIM-Karte, die auf Netze verschiedener Betreiber umprogrammiert werden kann. Damit wird man ein iPhone mit zwei Telefonnummern nutzen können. Nur bei den in China verkauften iPhones wird man anstelle einer eSIM zwei klassische SIM-Karten ins Gerät einschieben müssen.


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