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Apnoetauchen: Glück mit einem Atemzug
Lifestyle 3 Min. 23.04.2019

Apnoetauchen: Glück mit einem Atemzug

Guillaume Néry (r.) - Apnoetaucher und Filmemacher.

Apnoetauchen: Glück mit einem Atemzug

Guillaume Néry (r.) - Apnoetaucher und Filmemacher.
Foto: Thomas Dell'Agnello / Officine Panerai
Lifestyle 3 Min. 23.04.2019

Apnoetauchen: Glück mit einem Atemzug

Michael JUCHMES
Michael JUCHMES
Guillaume Néry ist der neue Botschafter der Uhrenmarke Officine Panerai. Im Interview spricht der Apnoetaucher und Naturfilmer über die Faszination der Tiefe.

Französisch-Polynesien ist die Wahlheimat von Guillaume Néry, der zu den großen Namen des Apnoetauchens zählt. Mit nur einem Atemzug taucht er in Tiefen herab, die normalen Menschen für immer verborgen bleiben werden. Was man dabei alles verpasst und welches Ziel er dabei verfolgt, erklärt der 36-jährige Franzose, der Namensgeber einer Sonderedition von Officine Panerai ist, im Gespräch mit dem „Luxemburger Wort“.

Guillaume Néry, wann und vor allem warum haben Sie mit dem Apnoetauchen – dem freien Tauchen ohne zusätzlichen Sauerstoff – begonnen?

Als ich 14 war, habe ich in Nice mit einem Freund an einem Wettbewerb teilgenommen, vor allem, um die Grenzen des menschlichen Körpers auszutesten. Ich wollte schon damals die große Tiefe entdecken, die unbekannt und doch so nah ist. Wenn man die Oberfläche hinter sich lässt, dringt man in eine Welt der Schwerelosigkeit und Stille ein, die versteckt ist vor den Menschen und nur mit einer Tauchermaske erobert werden kann.

Sie sind bereits bis zu einer Tiefe von 139 Metern vorgedrungen – und das mit nur einem Atemzug. Hatten Sie nie Angst vor dem, was Sie dort unten erwartet?

Doch, natürlich. Diese Angst gehört zum Abenteuer dazu. Sie ist das, was uns wachsam hält.

Guillaume Néry verbringt die Hälfte des Jahres in seiner Wahlheimat Französisch-Polynesien.
Guillaume Néry verbringt die Hälfte des Jahres in seiner Wahlheimat Französisch-Polynesien.
Foto: privat

Was findet ein Taucher in solch einer Tiefe?

Es ist faszinierend, dass man – auch wenn man so nahe an seine Grenzen kommt – sich immer noch so gut fühlen kann. Auch das Tauchen, bei dem man den Meerestieren näherkommt, ist eine unglaubliche Erfahrung. Ich bin dabei bereits auf Pottwale und Haie getroffen. Und dabei kommt es jedes Mal zu einer Interaktion. Das Apnoetauchen ermöglicht es, mit der Unterwasserwelt in Verbindung zu treten, ganz diskret, ohne zu stören.

Haben Sie sich aus dem Wettkampfgeschehen zurückgezogen? Oder warum legen Sie derzeit den Fokus auf Workshops und Filme?

Ich habe mich nicht dazu entschieden, mit den Wettbewerben aufzuhören, sondern dazu, keinen Rekorden hinterherzujagen. Im vergangenen Jahr habe ich an einem Wettkampf teilgenommen, dieses Jahr werde ich die Weltmeisterschaften in Angriff nehmen, wobei es eher einer Suche nach mir selbst gleichkommt, bei der Zahlen zur Nebensache werden. Da das Freediving zu einem Teil meiner Philosophie und meines Lifestyles geworden ist, passt das perfekt zu den anderen Aktivitäten, wie der Wissensvermittlung mithilfe von Kursen, Konferenzen oder Filmen.


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Welche Voraussetzungen sollte man für das Apnoetauchen mitbringen?

Das Wichtigste ist zu lernen, sich vollkommen zu entspannen. Allerdings muss man, wenn man das Ganze auf einem hohen Niveau betreibt, äußerst athletisch sein, denn das Apnoetauchen ist ein Leistungssport. Ich trainiere viel, aber die Begabung, in sich selbst zu ruhen – physisch und auch mental – , macht wohl den Unterschied.

Wie wichtig ist dabei die Ausrüstung? Oder reicht eine Badehose aus?

Das mag ich am Freediving: Das Equipment ist zweitrangig. Das Allerwichtigste ist der eigene Körper, allerdings spielen die Flossen und auch der Schwimmanzug eine gewisse Rolle.

Und wie sieht es mit der Taucheruhr aus?

Die Uhr muss große Wassertiefen aushalten und außerdem groß genug sein – schließlich muss man sie einfach ablesen können. Und wenn man sie den ganzen Tag trägt, sollte sie auch leicht sein.

Die „Guillaume Néry Edition“ des Officine-Panerai-Modells „Submersible Chrono“ ist in zwei Versionen erhältlich: zum einen mit blauer Lünette und blauem Armband (Foto, Preis: 18 900 Euro), zum anderen in einer auf 15 Exemplare limitierten schwarzen Variante (Preis: um 38 900 Euro), deren Kauf auch eine Reise nach Französisch Polynesien beinhaltet: Dort erwartet Guillaume Néry die Besitzer des Zeitmessers, um ihnen die Schönheit der Unterwasserwelt näherzubringen.
Die „Guillaume Néry Edition“ des Officine-Panerai-Modells „Submersible Chrono“ ist in zwei Versionen erhältlich: zum einen mit blauer Lünette und blauem Armband (Foto, Preis: 18 900 Euro), zum anderen in einer auf 15 Exemplare limitierten schwarzen Variante (Preis: um 38 900 Euro), deren Kauf auch eine Reise nach Französisch Polynesien beinhaltet: Dort erwartet Guillaume Néry die Besitzer des Zeitmessers, um ihnen die Schönheit der Unterwasserwelt näherzubringen.
Foto: Officine Panerai

15 Besitzer der nach Ihnen benannten Officine-Panerai-Uhr haben die Möglichkeit, mit Ihnen zu tauchen. Was erwartet diese Uhr-Aficionados unter Wasser?

Ich versuche, ihnen innerhalb von drei Tagen die unglaublich faszinierende Welt des Schnorchelns näherzubringen – und ihnen weitaus mehr zu zeigen als das kristallklare Wasser, Wale, Haie und andere Meerestiere Polynesiens. Zudem freue ich mich darauf, mit ihnen eine innere Reise zu teilen: Ich möchte die Menschen von ihrer Angst befreien und es ihnen ermöglichen, die Verbindung zu fühlen, die zwischen uns Menschen und dem Wasser besteht. Das Meer verhilft uns nämlich dazu, uns selbst zu finden.

Und was ist, wenn darunter noch Tauchneulinge sind?

Das ist genauso interessant, denn so können wir ganz von vorne beginnen.


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