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Alternativen zu Whatsapp
Lifestyle 2 Min. 27.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Messenger Apps

Alternativen zu Whatsapp

Die Nutzungsregelungen für Whatsapp sehen vor, dass die App Telefonnummern an die Konzernmutter Facebook für personalisierte Werbung weitergeben darf.
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Alternativen zu Whatsapp

Die Nutzungsregelungen für Whatsapp sehen vor, dass die App Telefonnummern an die Konzernmutter Facebook für personalisierte Werbung weitergeben darf.
Foto: AFP
Lifestyle 2 Min. 27.09.2016 Aus unserem online-Archiv
Messenger Apps

Alternativen zu Whatsapp

Gefühlt jeder Smartphone-Besitzer nutzt Whatsapp zum Versenden von Nachrichten. Es gibt allerdings zahlreiche Apps, die annähernd die gleichen oder sogar noch mehr Funktionen bieten - und dabei keinen Datenaustausch mit Facebook betreiben.

 (dpa) - Unter den Messenger-Apps liegt Whatsapp ganz klar vorne. Der Grund dafür ist vor allem die große Verbreitung des Dienstes. Allerdings gibt es auch andere Apps mit umfangreicheren Funktionen und teils auch besserem Datenschutz. Das können Nutzer von Whatsapp bedenken, die derzeit vom Anbieter um ihre Zustimmung zu neuen Nutzungsregeln gebeten werden. Diese Regeln sehen unter anderem vor, dass Whatsapp Telefonnummern an die Konzernmutter Facebook für personalisierte Werbung weitergeben darf.

Nach Empfehlung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes sollten Nutzer umgehend ihre Datenschutzeinstellungen prüfen und einer Nutzung ihrer Daten für Facebookwerbung widersprechen. Die Datenweitergabe wird dadurch aber nicht verhindert, lediglich zur Werbeauswertung kommt es nicht. Einzige wirksame Widerspruchsmöglichkeit ist das Löschen der Whatsapp-App.

Wer sie löscht, könnte auf folgende Alternativen ausweichen:

  • Signal: Der als offene Software vertriebene Messenger erlaubt den verschlüsselten Versand von Textnachrichten, Fotos und Videos an Einzelpersonen und Gruppen. Außerdem können andere App-Nutzer per Datenverbindung angerufen werden. Unter Android ist auch der - unverschlüsselte - Versand von normalen SMS und MMS über Signal möglich. Signal gibt es kostenlos für iOS und Android.
  • Threema: Texte, Bilder, Töne, Videos und Standorte können per Threema verschlüsselt gesendet werden. Außerdem gibt es Gruppenchats für bis zu 50 Mitglieder und ein verschlüsseltes Versenden von Dateien. Die Entwickler aus der Schweiz werben damit, dass keine Telefonnummern und Verbindungsdaten gespeichert werden. Threema kostet für Android und iOS 3 Euro, die Version für Windows Phone kostet 1,99 Euro.
  •  iMessage: Apples hauseigene Messenger-Lösung kann mit anderen Smartphones nur SMS und MMS austauschen. Nutzt das Gegenüber ebenfalls ein iOS-Gerät, was man am blauen „Senden“-Knopf und dem grauen Schriftzug „iMessage“ im Eingabefeld erkennt, können verschlüsselte Einzel- und Gruppennachrichten, Fotos und Videos verschickt werden. Seit iOS 10 können iMessages auch um Sticker, Anmerkungen oder Reaktionen erweitert werden. Mit Digital Touch können Nutzer auch Nachrichten zeichnen. Vorteil: iMessage funktioniert auf dem iPhone, dem iPad, dem iPod Touch und Mac-Computern. Großer Nachteil: Es funktioniert nur auf Apple-Geräten, nicht auf Android-Smartphones.
  • Wire: Der Messenger Wire erlaubt ebenfalls den verschlüsselten Austausch von Texten, Fotos und Videos, außerdem sind Einzel- und Gruppenanrufe über Voice over IP möglich. Besondere Funktionen sind eine Zeichenoption oder das einfache Teilen von Bild- und Toninhalten aus Portalen wie Soundcloud, Spotify oder Youtube. Die Chatverläufe können über mehrere Geräte synchronisiert werden. Die Hersteller werben damit, dass keine Nutzerdaten gesammelt werden. Wire gibt es kostenlos für iOS, Android, Windows und Mac OS X.
  • Google Hangouts: Googles App versendet Texte, Bilder, Videos, Standorte und mehr. Außerdem können andere Hangouts-Nutzer per Videoanruf kontaktiert werden. Hangouts ist auch eine Telefonie-App: Viele Anrufe in die USA oder Kanada sind kostenlos, für andere Länder kostet es Gebühren. Hangouts gibt es für iOS, Android und Chrome.

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