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Alles andere als Mainstream
Lifestyle 3 Min. 08.04.2019

Alles andere als Mainstream

Die sogenannte Kodo-Designsprache verleiht dem neuen Mazda3 einen durchaus sportlichen Auftritt.

Alles andere als Mainstream

Die sogenannte Kodo-Designsprache verleiht dem neuen Mazda3 einen durchaus sportlichen Auftritt.
Foto: Mazda
Lifestyle 3 Min. 08.04.2019

Alles andere als Mainstream

Mazda kleidet sein Kompaktmodell, den Mazda3, flotter und moderner, hievt das Interieur fast auf Premium-Niveau und lässt den Antrieb mit fast schon kessem Schritt aus der Reihe tanzen – mit mehr Hubraum und fortschrittlicher Verbrennungstechnik.

von Henri Leyder 

In der Kompaktklasse zwei Liter Hubraum für Otto-, 1,8 Liter für Dieselmotoren ist alles andere als Mainstream. Mit genau solchen Triebwerken ist der Mazda der vierten Generation bestückt. Zum Marktstart in diesen Tagen kommt er nur als Hatchback.

Im Vergleich zum Vorgänger wurden die 1,5-Liter-Benziner und -Diesel ersatzlos gestrichen, der 2,2-Liter-Diesel durch den 1,8-Liter ersetzt, der Ende vergangenen Jahres Premiere im CX-3 feierte. Der bestbekannte 2,0-Liter-Benziner mit fast unveränderten 122 PS Leistung hält die Stellung. Für „dynamische Leistungsentfaltung, hohe Effizienz und geringe Partikelemissionen“ ist er mit neuer Mild-Hybrid-Technik, für die „Verringerung des Kraftstoffverbrauchs im Teillastbetrieb“ mit Zylinderabschaltung ausgerüstet, so Mazda.


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Mit Spannung wird der neue Skyactiv-X-Motor erwartet. Er wurde bereits im Frühjahr 2018 vorgestellt und soll etwa Mitte dieses Jahres im Mazda3 in Serienproduktion gehen. Das Besondere an dem 180-PS-Triebwerk ist die für einen Benziner extrem hohe Verdichtung von 16,3:1, die die Verbrennung wie ein Dieseltriebwerk mittels Kompression einleitet. Verbrauch und CO2-Ausstoß sollen damit Dieselniveau erreichen, verspricht Mazda.

Der 1,8-Liter-Diesel mit variabler Turbinengeometrie zeichnet sich erst einmal durch seine hohe Laufkultur und seine akustische Diskretion aus. 115 PS Leistung sind nicht gerade viel, 270 Nm maximales Drehmoment aber ein ordentlicher Wert, weil er zwischen niedrigen 1 600 und 2 600 U/min freigesetzt wird. Um die aktuellen Abgasgrenzwerte einzuhalten, kommt der nur 14,8:1 verdichtete Selbstzünder ohne AdBlue-Zusatz im Treibstoff aus. Ein NOx-Katalysator wandelt die Stickoxide im Abgas in unschädlichen Stickstoff um. Benziner und Diesel sind mit einer Sechs-Gang-Schaltung ausgerüstet, für 1 450 Euro Aufpreis ist eine sechsstufige Automatik erhältlich.

Dem Vorgänger gegenübergestellt tritt der neue Mazda3 optisch dynamischer auf. Stets Eiligen hat er hingegen nicht allzu viel zu bieten. Die Materialqualität des Innenraums lässt ein starkes Bestreben nach Hochwertigkeit erkennen. Das Armaturenbrett ist schön geformt, der 8,8 Zoll große Monitor darin ebenfalls. Die großen Armaturen sind gut lesbar. Die Bedienung ist weitestgehend intuitiv, nur jene des Navigationssystems ist etwas umständlich.

Mazda betont, dem Wohlbefinden von Fahrer und Beifahrer eine hohe Aufmerksamkeit gewidmet zu haben – was schnell erkenn- und spürbar wird. Die vorderen Sitze bieten angenehmen Sitzkomfort und kräftigen Seitenhalt. Mitfahrer im Fond sitzen ebenfalls gut, Bein- und Kopffreiheit reichen aber gerade. Die nur schwarze Innenraumverkleidung, inklusive Dachhimmel, ist gewöhnungsbedürftig. Das Kofferraumvolumen ist mit 351 Litern gerade einmal Mittelmaß. Im Vergleich zum Vorgänger ist es sogar zurückgegangen.

Im Cockpit liegt der Schwerpunkt auf einer einfachen und weitestgehend intuitiven Bedienung.
Im Cockpit liegt der Schwerpunkt auf einer einfachen und weitestgehend intuitiven Bedienung.
Foto: Mazda

Sehr gute Basisausstattung

Das angestrebte – und verwirklichte – Qualitätsniveau, die aufgewerteten Motorisierungen und die umfangreichere Serienausstattung haben das Preisgefüge um wenigstens 1 400 Euro auf 23 197 bis 31 029 Euro ansteigen lassen. Zur außerordentlich üppigen Basisausrüstung gehören unter anderem ein Navigationssystem, ein aktiver Spurhalteassistent, ein Pre-Crash-Safety-System mit aktivem Bremseingriff, Müdigkeitserkennung, eine Ausparkhilfe, Spurhalte- und Spurwechselassistent, Apple Carplay beziehungsweise Android Auto, ein Head-up-Display, ein City-Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, Verkehrszeichenerkennung,, Voll-LED-Scheinwerfer, Licht- und Regensensor, Klimaanlage sowie Berganfahr- und Einparkhilfe hinten. Über weitere fünf Equipment-Linien lässt sich noch so manches Zusätzliche an Bord holen, bis hin zu Lederinterieur, ebenfalls in Schwarz, einem Bose-Surround-Soundsystem und 18- statt 16-Zoll-Leichtmetallrädern.

Im Herbst folgt eine bis auf die Karosserieform mit dem Hatchback baugleiche viertürige Stufenhecklimousine. Deren Preisschere öffnet sich von 25 228 bis 31 029 Euro. 


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