Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Abschließen und anschließen
Lifestyle 2 Min. 14.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Fahrräder richtig vor Dieben schützen

Abschließen und anschließen

Es gibt viele unterschiedliche Fahrradschlösser im Handel. Bei Bügelschlössern etwa sollte man das Rad zum Kauf mitnehmen, um zu sehen, welche Halterung dafür ans Fahrrad passt.
Fahrräder richtig vor Dieben schützen

Abschließen und anschließen

Es gibt viele unterschiedliche Fahrradschlösser im Handel. Bei Bügelschlössern etwa sollte man das Rad zum Kauf mitnehmen, um zu sehen, welche Halterung dafür ans Fahrrad passt.
Foto: dpa
Lifestyle 2 Min. 14.06.2016 Aus unserem online-Archiv
Fahrräder richtig vor Dieben schützen

Abschließen und anschließen

Ob mit Bolzenschneider, kleinem Zylinderschloss-Werkzeug oder Wagenhebern: Fahrraddiebe arbeiten mit unterschiedlichsten Methoden. Hundertprozentig sicher können Radler vor ihnen nie sein. Doch richtig gewappnet senken sie ihr Verlustrisiko enorm.

(dpa/tmn) - Am Morgen hat der Radfahrer sein Velo am Fahrradständer abgeschlossen. Dann der Schock am Nachmittag: Das Schloss liegt aufgebrochen am Boden, und das Rad ist weg. Das passiert recht häufig, vor allem in größeren Städten.

Die meisten Diebe greifen eher zu brutalen Methoden, sagt Torsten Mendel vom Fahrradschloss-Hersteller Abus. Sie gehen mit Säge, Bolzenschneider oder sogar Wagenhebern auf Diebeszug. Manche verzichten hingegen ganz auf schwere Werkzeuge. Sie versuchen direkt die Schließzylinder zu überwinden. Experten nennen das „Picking“.

Keine vollkommene Sicherheit

Hundertprozentige Sicherheit bietet kein Schloss. Doch man kann es den Langfingern sehr schwer machen. Eine Grundregel: Schnell zu knackende Schlösser ziehen sie eher an. „Viele sind Gelegenheitstäter“, sagt Oliver Wiesmann vom Hersteller Trelock in Münster. Ein günstiges Spiralkabelschloss zum Beispiel leistet Dieben nur wenig Widerstand und ist schnell durchgetrennt. „Je nach Schloss geht das schon mit leichterem Haushaltswerkzeug.“

Diese dünnen Schlösser, die meist nur wenige Euro kosten, sind eigentlich nur dazu da, um das Fahrrad anzuschließen, um etwa kurz zum Bäcker zu gehen. So kann sich niemand einfach auf den Sattel setzen und mit dem Velo wegfahren. Rahmenschlösser am Fahrrad erfüllen denselben Zweck. Beide sind als alleiniges Schloss unsicher.

Abschreckung

Diebe wollen schnell sein. Schon allein der Anblick von schweren, massiv wirkenden Schlössern lässt sie unter Umständen einen Bogen um ein Fahrrad machen. „Ein gutes Schloss wiegt viel und kostet auch einiges“, sagt Stephan Behrendt vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) in Berlin.

Die Faustregel lautet: Rund zehn Prozent des Radpreises sollten für das Schloss investiert werden. „Wobei das nur Pi mal Daumen ist“, schränkt Torsten Mendel ein. Denn in manchen Städten, wo besonders viel geklaut wird, kann es schon sinnvoll sein, günstige Räder mit vergleichsweise teuren Schlössern zu sichern.

Panzerkabel-, Ketten- und Faltschlösser können sehr robust sein. Ihr Vorteil: Sie sind gleichzeitig recht flexibel. Beim Anschließen des Velos lassen sie sich auch um voluminöse Gegenstände wickeln. Das geht bei Bügelschlössern oft nur bedingt. Die U-förmigen, starren Schlösser gelten dafür als relativ sicher.

Praktische Gesichtspunkte

„Ein Schloss ist nur brauchbar, wenn es vernünftig am Fahrrad angebracht werden kann“, sagt Behrendt. Bei Bügelschlössern etwa rät er, das Rad zum Kauf mitzunehmen. Dann wird geschaut, welche Schlosshalterung ans Fahrrad passt. Denn kiloschwere Schlösser immerzu im Rucksack zu transportieren, kann mühsam sein.

Kein Schloss der Welt hilft, wenn das Rad einfach weggetragen werden kann. Denn an einem sicheren Ort haben die Diebe dann alle Zeit, um auch extrem robuste Schlösser zu knacken. Deshalb sollte es immer angeschlossen werden. Idealerweise wird das Schloss um das Oberrohr des Fahrrads und danach um einen verankerten Gegenstand gewickelt, sagt Torsten Mendel. Natürlich stehen Fahrräder in umschlossenen Räumen wie Kellern oder Garagen besonders sicher - auch da schließt man sie aber lieber noch zusätzlich irgendwo an, falls es Dieben gelingt, sich Zugang zu verschaffen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Was der allgemeine Sprachgebrauch als E-Bike kennt, ist in der Regel keines, sondern ein Pedelec oder ein schnelles Pedelec. Wie unterscheiden sich die elektrischen Fahrräder?
Zum Themendienst-Bericht vom 11. April 2016: Unter Strom: Ein E-Motor kann das Radeln erleichtern. 
(ACHTUNG - HANDOUT - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollst�ndiger Nennung des nachfolgenden Credits.)
Foto:�www.pd-f.de/koga.com
Der Schuppen macht Karriere
Aus den üblichen Unterständen für Werkzeug und Räder sind stylische Designobjekte geworden. Wer sein Rad liebt, schließt es heute in speziellen Garagen vor dem Haus ein. Und die Mülltonne wandert unters Blumenbeet.
Eine abschließbare Garage wie hier von Cervotec (je nach Größe ab ca. 2800 Euro) verwahrt das eigene Fahrrad oder Moped sicher und wettergeschützt.
7, 12, 18 oder 24 Gänge? Die Frage stellt sich mancher Radler. Aber die Zahl der Gänge ist längst nicht alles bei einer Fahrradschaltung. Auch wichtig sind Übersetzungsbandbreite, Abstufung - und Zähne.