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"3D Touch": Das iPhone wird sensibler
Lifestyle 13 3 Min. 09.09.2015

"3D Touch": Das iPhone wird sensibler

Lifestyle 13 3 Min. 09.09.2015

"3D Touch": Das iPhone wird sensibler

Altes Gehäuse, bessere Technik: Apple wird das iPhone 6s und 6s Plus auf den Markt bringen. Es lässt sich auch über die Stärke des Drucks, den der Nutzer auf den Touchscreen ausübt, bedienen. Die Zukunft liegt bei Apple aber vor allem im TV-Geschäft.

(dpa) - Wie erwartet hat Apple am Mittwoch in San Francisco bei seiner Keynote aufgefrischte iPhone-Modelle mit weiterentwickelter Bedienung präsentiert. Ihre Displays erkennen erstmals auch die Stärke des Drucks und erlauben so neue Funktionen.

Mit dem „3D Touch“ erweitert Apple erstmals seit dem Start des ersten iPhone 2007 die Art, wie ein berührungsempfindliches Smartphone-Display bedient wird. Durch die Stärke des Drucks kann man zum Beispiel zusätzliche Informationen oder Menüs aufrufen. Auch Entwicklern von Spielen bietet das neue Möglichkeiten.

Äußerlich sehen das neue iPhone 6S und das größere 6S plus genauso aus wie die aktuellen 6er-Modelle. Die Technik wurde jedoch stark erneuert. Die Chips sind schneller, die Kamera hat jetzt 12 Megapixel und kann auch Videos in besonders hoher Ultra-HD-Qualität aufnehmen. Zudem bestehen die Gehäuse aus einer neuen Aluminium-Legierung.

Das iPhone ist das wichtigste Produkt von Apple. Es sorgt für mehr als 60 Prozent der Erlöse und ist der Treiber für die Milliardengewinne des Konzerns. Die Planke für die neuen Modelle hängt hoch: Vor einem Jahr sorgten die beiden 6er-Geräte mit erstmals deutlich größeren Bildschirmen im Weihnachtsgeschäft für einen Absatzsprung von 46 Prozent auf rund 74,5 Millionen Geräte.

App Store für Apple TV

Apple will die Zukunft des Fernsehens mitbestimmen. Der iPhone-Konzern kündigte am Mittwoch einen App Store für seine Fernseh-Box Apple TV an. „Unsere Vision für das Fernsehen ist einfach und vielleicht etwas provokant. Wir glauben, die Zukunft des TV liegt in Apps“, sagte Konzernchef Tim Cook.

Die potenziell größte Tragweite hatten jedoch die Ankündigungen zu den Fernsehplänen mit der offenen App-Plattform. Die Transformation des TV-Geschäfts durch Apps finde bereits statt, betonte Cook. Als ein Beispiel nannte er Streaming-Dienste wie Netflix. Die neue Apple-TV-Box lässt sich auch mit Sprachbefehlen steuern und kann Inhalte über verschiedene Angebote hinweg suchen. Über sie will Apple Spiele und auch Online-Shopping auf die Fernseher bringen.

Apple ist bei weitem nicht das erste Unternehmen, das Fernsehen und Internet verknüpfen will. Der Großteil der Fernsehgeräte wird heute als „Smart-TV“ mit Internet-Zugang verkauft. Ihre Bedienung im Online-Bereich wurde jedoch häufig als zu unbequem und die Chips als zu langsam kritisiert. Zugleich sind unter anderem Amazon und Google mit eigenen TV-Boxen auf dem Markt, die ebenfalls Apps wie Spiele auf den Fernseher bringen. Das neue Apple TV ist mit einem Preis ab 149 Dollar teurer als Konkurrenzgeräte.

Großes iPad Pro

Das neue iPad Pro hat einen deutlich größeren Bildschirm mit einer Diagonale von 12,9 Zoll (knapp 32,8 cm). Dazu gibt es eine klappbare Tastatur und einen Eingabestift. Apple demonstrierte, wie Bildbearbeitungs-Spezialisten oder Ärzte es einsetzen können. Das entspricht der Erwartung, dass das größere iPad mit professionellen Nutzern im Blick entworfen wurde.

Mit dem 2010 eingeführten iPad hatte Apple die totgeglaubte Gerätekategorie der Tablet-Computer zu neuem Leben erweckt. Der Konzern ist weiterhin der Marktführer. Zuletzt schwächten sich die Verkäufe jedoch ab, unter anderem weil Nutzern häufig ein großes Smartphone ausreicht. Das iPad sei „der klarste Ausdruck unserer Vision für die Zukunft des Computers“, sagte Cook.

Neue Software für die Watch

Außerdem stellte Apple bei dem mehr als zwei Stunden langen Event neue Software für seine Computer-Uhr vor. In die Apple Watch wird künftig auch Facebooks Kurzmitteilungsdienst Messenger integriert - das heißt, die Nachrichten können direkt von dem Gerät beantwortet werden. Bisher ging das mit Apples hauseigenem SMS-Ersatz iMessage. Außerdem setzte Apple einen Schwerpunkt auf Gesundheitsfunktionen und demonstrierte wie über die App der Firma AirStrip Daten von medizinischen Geräten auf die Uhr kommen.

Mehr zum Thema:

- Lesen Sie hier den Liveticker der Keynote nach.


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