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Zum Start der neuen Staffel von „Game of Thrones“: Aufbruch in neue Welten
Kultur 2 3 Min. 18.04.2015

Zum Start der neuen Staffel von „Game of Thrones“: Aufbruch in neue Welten

Kit Harrington spielt weiterhin "Jon Snow".

Zum Start der neuen Staffel von „Game of Thrones“: Aufbruch in neue Welten

Kit Harrington spielt weiterhin "Jon Snow".
Foto: HBO
Kultur 2 3 Min. 18.04.2015

Zum Start der neuen Staffel von „Game of Thrones“: Aufbruch in neue Welten

Auch nach vier Staffeln voll Intrigen, Sex und Gewalt heißt es bei „Game of Thrones“ weiterhin: „Winter is coming.“ Große Veränderungen zeichnen sich ab.

Von Chris Pesch

Auch nach vier Staffeln voll Intrigen, Sex und Gewalt heißt es bei „Game of Thrones“ weiterhin: „Winter is coming.“ Getreu dem Motto der Familie Stark verspricht die Serie, dass düstere Zeiten bevorstehen. Für die Fans bedeutet dies mehr Action, mehr Tote und mehr Sorgen. Doch die tumultartigen Geschehnisse gegen Ende der vierten Staffel, und die erste Folge der soeben gestarteten fünften, versprechen ebenfalls große Veränderungen, und wer weiß, womöglich sogar einen Wechsel hin zu einem kommenden Frühling.

Für jene, die „Game of Thrones“ nicht kennen – falls es solche Menschen denn gibt –, noch mal ein kurzer Blick auf die Story. „Game of Thrones“ spielt in einer von George R.R. Martin für seine Buchreihe „Ein Lied von Eis und Feuer“ geschaffenen Fantasywelt. Nach dem Tod des Königs Robert Baratheon streiten mehrere Familien, darunter die ehrbaren Starks und die skrupellosen Lannisters, um die Thronfolge in Westeros. Ein Krieg bricht aus. Aus dem Norden erreichen Nachrichten von Unheil bringenden Gestalten das Volk. Und da wäre noch die junge Daenerys, die im Osten drei Drachen großzieht, um das Land ihrer Vorfahren zurückzuerobern – ein höllisches Durcheinander also.

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Klar klingt das zunächst albern. Doch „Game of Thrones“ folgt einem auf ganzer Linie überzeugenden Erzählmuster, in dem ein Handlungsstrang nahtlos in den nächsten übergeht. Andere, von vielen als seriöser betrachtete TV-Publikumslieblinge wie z. B. „Scandal“ ziehen die Zuschauer einzig und allein durch kalkulierte dramatische Effekte an. Und ohne Zweifel hat „Game of Thrones“ deren auch zu Genüge. Doch die Serie setzt sich von der Masse ab, indem sie diese Showstopper in Wortwitz, Charakterentwicklung und wohlverdiente Emotionen einbettet.

Das Grundgerüst der Serie bleibt auch in Staffel fünf das gleiche. Doch die Konstellationen der Figuren haben sich grundlegend geändert. Mit dem Tode Tywin Lannisters, der an der Seite seines Enkels Tommen Baratheon über das Reich herrschte, ist das letzte Mitglied der alten Garde weggebrochen. Zeit also, dass die jüngeren Figuren in prominentere Rollen schlüpfen. So verlassen gleich mehrere der Charaktere ihr gewohntes Zuhause, um neue Welten kennen zu lernen. Tyrion Lannister flüchtet nach dem Mord an seinem Vater, gemeinsam mit Varys, gen Osten, um Daenerys zu finden, die weiterhin in Meereen ihre Macht zu sichern sucht.

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Doch vor allem sind es die Kinder der Starks, die nach jahrelangen Irrfahrten endlich zu handeln beginnen. Die jüngste Tochter Arya hat wie Tyrion Westeros verlassen, während ihre ältere Schwester mit dem gerissenen Littlefinger auf noch unbekannten und dennoch zielgerichteten Fährten unterwegs ist. Ihr Halbbruder Jon Snow ist an der „Wall“ genannten Schutzmauer hin- und hergerissen zwischen zwei vermeintlichen Königen und beginnt selbst, Verantwortung zu übernehmen.

Herrlich schreckliche Überraschungen

Das Schöne an „Game of Thrones“ ist ja, dass man, sofern man die Bücher nicht gelesen hat, nie weiß, was einen erwartet. Doch die fünfte Staffel dürfte auch für Kenner der Bücher einige Überraschungen parat halten, da die Serie stärker von der bisher bekannten Handlung abweichen wird. Denn von Martins siebenteiliger Serie sind bisher nur fünf Bücher erschienen und „Game of Thrones“ ist drauf und dran, seine Romanvorlage handlungsmäßig zu überholen.

Kann man den ersten Anzeichen jedoch trauen, dürfte es den Produzenten der Serie, David Benioff und D.B. Weiss, nicht an Ideen mangeln, um die Geschichte ihr eigen zu machen. Auf jeden Fall ist alles angerichtet für zehn weitere mitreißende Folgen, am deren Ende man die Tage zählt, bis es neues Material gibt.

Der im deutschen „Sky Welt“-Abo inbegriffene Event-Sender „Sky Thrones“ überträgt jeden Montag um 21 Uhr die neuste Folge von „Game of Thrones“ in englischer Originalfassung. Verschiedene „Sky“-Abos sind ab 16,99 Euro monatlich erhältlich.


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