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Zapping: The Walking Dead: Der Zombie-Dauerbrenner
Rick Grimes (Andrew Lincoln) ist Dreh- und Angelpunkt der Serie.

Zapping: The Walking Dead: Der Zombie-Dauerbrenner

Foto: © TWD productions LLC Courtesy
Rick Grimes (Andrew Lincoln) ist Dreh- und Angelpunkt der Serie.
Kultur 2 Min. 14.02.2016

Zapping: The Walking Dead: Der Zombie-Dauerbrenner

Vesna ANDONOVIC
Vesna ANDONOVIC
Pünktlich zum Valentinstag kehren die Untoten wieder zurück: In den USA läuft am 14. Februar, nach der Feiertagspause, die sechste Staffel von "The Walking Dead" weiter. Doch was macht das Erfolgsrezept der Serie aus?

von Vesna Andonovic -  Dass Untote in Film und Fernsehen beliebt sind, weiß man spätestens seit „Night of the Living Dead“ von Altmeister Romero und seit sich daraus ein eigenes „Zombie“-Genre entwickelte. Dennoch dürfte der Erfolg, den die Adaptierung der Comicreihe von Robert Kirkman, Tony Moore und Charlie Adlard erlebte, selbst den Horror-Experten Frank Darabont (u. a. Drehbuchautor bei „The Fly II“, „The Blob“, „The Shawshank Redemption“ und „Mary Shelley's Frankenstein“) überrascht haben, der sie als Grundstoff für die gleichnamige Serie nahm: Mit durchschnittlich um die 14,5 Millionen Zuschauer in Amerika, dem Verkauf der Serie in mehrere Länder und einer internationalen regelrechten Fan-Community ist „The Walking Dead“ ein wahrer TV-Selbstläufer.

Von der ersten Staffel mit ihren sechs Episoden, die am 31. Oktober 2010 erstmals über die amerikanischen Bildschirme flackerten, dem Anstieg auf 13 Episoden schon in der zweiten Saison und ab der dritten gar auf 16, ist die AMC-Produktion nunmehr in ihrer sechsten Staffel angelangt und läuft, mit Spannung erwartet, nach der Feiertagspause (geschmackvoll pünktlich zu Valentinstag!) am 14. Februar wieder in den USA an.

Postapokalyptisch: die Welt nach dem Zombie-Outbreak.
Postapokalyptisch: die Welt nach dem Zombie-Outbreak.
Foto: AMC

Und es ist viel passiert, seit die Dreh-und-Angelpunkt-Figur der Story, Hilfssheriff Rick Grimes, gespielt von Andrew Lincoln, aus ihrem monatelangen Koma in einer postapokalyptischen, von Untoten heimgesuchten Welt aufgewacht ist und sich mit einer Gruppe Überlebender durch die plötzlich überaus feindlich gewordene Welt zu schlagen versucht.

Dabei waren es zu Beginn zweifelsohne zwei Faktoren, die ausschlaggebend für die positive Rezeption waren: einerseits ein – selbst für Zombie-Fans erfrischender – Realismus, denn so geradezu sachlich dargestellt hat man Untote selten gesehen; andererseits die Tatsache, dass wenngleich klassische Elemente und Stereotypen des Genres verwendet wurden, sie dennoch nicht klischeehaft dargeboten wurden.

Denn der Überlebenskampf inmitten frischfleischgierender Monster mag zwar kurzzeitig spannend sein; um den Zuschauer jedoch bei der Stange zu halten, bedarf es mehr als das.

Gut gerüstet für die anstehende Zombie-Apokalypse

Gelöst wurde letzteres Problem doppelt: durch eine facettenreiche Besetzung, die verschiedenartig genug ist, um unterschiedliche Identifikationsflächen zu bieten und von passend gecasteten Darstellern getragen wird, und die konstante Bemühung der Drehbuchautoren, die Erzählung um komplexere Spannungsbögen zu bereichern.

Nicht nur gegen Untote - vor allem gegen Lebende müssen sich Rick und seine Gruppe wehren.
Nicht nur gegen Untote - vor allem gegen Lebende müssen sich Rick und seine Gruppe wehren.
Foto: © TWD productions LLC Courtesy

So ist in dieser sechsten Staffel, nach der Einführung und Weiterentwicklung der einzelnen Charaktere und deren diversen Beziehungskisten sowie der zur Spannung notwendigen Konflikte und Konfrontationen, die den vorherigen Seasons den notwendigen Stoff lieferten, vor allem die Verschiebung des Feindbildes vom Zombie auf die eigenen Artgenossen, die plötzlich zur noch größeren Gefahr werden, und die Erforschung der unterschiedlichen Krisenbewältigungsstrategien besonders interessante Aspekte.

Verwesung anschauliche gezeigt

Eines dürfte den besonderen Charme – wenn man bei so anschaulichen Spezialeffekten wie man sie aus „The Walking Dead“ gewohnt ist, hiervon überhaupt sprechen kann – ausmachen: Die Serie präsentiert sich zudem als anschaulicher und bequemer Fernkurs in Überlebenstraining, wie man die – sicher – bevorstehende Zombie-Apokalypse übersteht.

Sprich die Serie zeigt, was man auch im „normalen“ Alltag alles bedenken und beachten und wie man sich dabei organisieren muss. Immerhin führt „The Walking Dead“ den Zuschauer weit über das Genre-klassische „sich im nächsten Supermarkt verschanzen“ hinaus.

„Wir haben eine ziemlich genaue Idee, wie die zehnte Staffel aussehen wird und wo die elfte und zwölfte spielen werden“, hatte US-Produzent David Alpert schon 2014 optimistisch anlässlich der „Produced By“-Konferenz der „Producers Guild of America“ verkündet. Die Fans wird die Langzeitplanung freuen und die Finanzabteilungen der Fernsehsender sicher ebenfalls – bei der Werbeattraktivität!