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Zapping : "Falk"
Für den jüngsten ARD-Serienzuwachs konnten die Macher den bekannten Schauspieler Fritz Karl gewinnen.

Zapping : "Falk"

Foto: Henning Kaiser/dpa
Für den jüngsten ARD-Serienzuwachs konnten die Macher den bekannten Schauspieler Fritz Karl gewinnen.
Kultur 2 Min. 15.05.2018

Zapping : "Falk"

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Einen Quotenbringer wie „Um Himmels Willen“ am Dienstag-Serienabend der ARD zu finden, ist einfach schwer.

Die Kultserie um das Duell zwischen der Nonne Schwester Hanna und dem Bürgermeister Wöller ist selbst mit über 200 Folgen und Millionenpublikum einfach nicht kleinzukriegen – trotz vielen Versuchen der Konkurrenz im Nachbarland, ein Gegenangebot zu der Serie im „Éischten Däitschen“ zu machen. Selbst intern scheitern immer wieder neue Ansätze und bringen es auf dem gleichen Sendeplatz einfach nicht. Ein Beispiel: „Vorstadtweiber“. Nicht, dass die österreichische Antwort auf „Desperate Housewives“ gar keine Zuschauer gefunden hätte – und vielleicht auch für ein jüngeres, moderneres Publikum attraktiv war –, doch nach zwei Staffeln war in „Das Erste“ Schluss. Und was nun? Nach dem Auslaufen der jüngsten Staffel „Um Himmels Willen“ und anderen – durchaus erfolgreichen – Serienformaten wie die schräge Eifelkrimi-Reihe „Mord mit Aussicht“ wagt sich die Teilsendeanstalt der ARD, der Westdeutsche Rundfunk (WDR), eine Bavaria- Fiction-Produktion einzukaufen.

„Falk“ startet heute Abend um 20.15 Uhr. Sechs Folgen der Serie, die den Namen des Protagonisten gleich im Titelt trägt, sind geplant. Und dass der neue Held, gespielt vom beliebten deutschen Schauspieler Fritz Karl, so prominent verankert im Titel wird, lässt schon auf den Dreh- und Angelpunkt der Serie schließen. Auszüge und Pressematerial deuten darauf hin, dass sich Charakterzüge von House, Monk, Castle, Stromberg und Bloch bunt in dieser Figur wiederfinden. Kein Wunder: Unter anderem arbeitete Drehbuchautor Peter Güde als Producer für „Mord mit Aussicht“ und „Stromberg“.

Die Story: Falk war ein erfolgreicher, wenn auch zu ungewöhnlichen Mitteln greifender Anwalt, der aber seinen Beruf so verachtet, dass er inzwischen lieber ein schlecht laufendes Restaurant managt, als in der Branche zu arbeiten. Mit Zügen des Hypochonders, Weinliebhabers und Samtsakkoträgers, einem scharfen Verstand, Menschenkenntnis und als Träger anderer exzentrischen Allüren gelingen ihm aber gerade die Durchbrüche vor Gericht oder mit Mandanten, an denen sich andere Kollegen die Zähne ausbeißen. Als sein Restaurant von der Pleite bedroht wird, willigt er ein, wieder für seinen alten Dienstherrn Offergeld miteinzuspringen – nicht gerade zur Freude von dessen ambitionierter Tochter Sophie, die die Kanzlei vom Vater übernommen hat.

Diese Serie lebt von den Kontrasten, die sie aufruft. Da wären nicht nur der kauzig-bissige Exzentriker, der auf seine Umwelt trifft, sondern auch die Kuriositäten der Fälle – in der ersten Folge ein Ministerpräsident, der Reizwäsche unter dem Anzug trägt und damit erpresst wird. Ab heute wird sich zeigen müssen, ob das Modell aufgeht.