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Wiedersehen macht Freude
Kultur 2 Min. 07.01.2021

Wiedersehen macht Freude

Das Zeltik-Festival in Düdelingen wird erst im Sommer stattfinden können.

Wiedersehen macht Freude

Das Zeltik-Festival in Düdelingen wird erst im Sommer stattfinden können.
Foto: Marc Lazzarini
Kultur 2 Min. 07.01.2021

Wiedersehen macht Freude

Thierry HICK
Thierry HICK
Die Kulturhäuser feilen an ihrem Angebot für den angekündigten Neustart und planen die Zukunft mit Hoffnung und Vorsicht.

Lange mussten die Kulturhäuser geschlossen bleiben, ab Montag dürfen sie wieder Zuschauer empfangen. Kulturministerin Sam Tanson hat die neuen sanitären Richtlinien für den Neustart der Kulturszene vorgestellt. Sind die Kulturschaffenden vorbereitet? Haben die Kulturhäuser bereits neue Produktionen und neue Ideen auf Lager? 

John Rech, Leiter des Düdelinger Kulturzentrums opderschmelz, betont: „Wir brauchen eine gewisse Anlaufzeit. Wir haben uns umstellen müssen, Alternativen und Parallelmöglichkeiten gesucht. So wird sich zum Beispiel unser ,Kannerbicherdag' über eine Woche erstrecken. Jetzt müssen wir entscheiden, wie und wann wir unsere Festivals Zeltik, Like a Jazz Machine und Fête de la Musique stattfinden können.“


Kultur,Sam Tanson gibt Auskunft über Öffnung Kultur.PK,Sam Tanson.Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Es heißt wieder Bühne frei in der Kultur
Kulturministerin Sam Tanson informierte am Donnerstagnachmittag über die neuen Vorschriften, die bei der Wiederaufnahme der kulturellen Aktivitäten beachtet werden müssen, sowie über Beihilfen für den Sektor.

Olivier Toth, Chef der Rockhal, steht vor einem Dilemma: „Shows in der Rockhal finden oft im Rahmen einer internationalen Tour statt. Der International Touring Business bleibt heute noch kompliziert“. Da große Konzerte zurzeit nicht stattfinden – gestern wurde „100 Voices of Gospel“ postponed – wird sich die Rockhal bis auf Weiteres auf ihr digitales Angebot konzentrieren müssen. 

Größere Acts sind in der Rockhal noch nicht geplant.
Größere Acts sind in der Rockhal noch nicht geplant.
Foto: Laurent Ludwig

Gut gefüllte Agenda in Differdingen 

In Differdingen  wird fleißig am Programm gearbeitet. Réjane Nennig, die Leiterin des Kulturhauses Aalt Stadhaus, betont: „Wir planen normal weiter und passen uns an. Termine, die wir letzte Saison verlegen mussten, nehmen wir jetzt wieder auf. Zusätzlich werden wir mit unserer aktuellen Saison weitermachen, sodass unsere Agenda für die nächsten Wochen gut gefüllt ist.“ 

Im Aalt Stadhaus wird fleißig an der Programmation gearbeitet.
Im Aalt Stadhaus wird fleißig an der Programmation gearbeitet.
Foto: Claude Piscitelli

„Ich habe noch nie so viel kurzfristig planen müssen“, sagt Carl Adalsteinsson vom Ettelbrücker Cape. „Abgesagte Veranstaltungen, wie das Konzert von Reinhold Beckmann, können nicht kurzerhand ersetzt werden. Ich hoffe, dass wir ab dem 25. Januar unser reguläres Programm erneut aufnehmen können. Ich bin mir trotzdem bewusst, dass sich die Lage noch mindestens bis Ostern verändern kann“.

Odile Simon, Leiterin des Cube 521 in Marnach
Odile Simon, Leiterin des Cube 521 in Marnach
Foto: Chris Karaba

Odile Simon, vom Cube 521 in Marnach, freut sich über den Neustart, bleibt aber vorsichtig: „Viele Termine wurden verschoben, Ersatzprogramme mussten gefunden werden. Bei der Programmierung waren Anpassungen nötig. Am 17. Januar starten wir wieder mit ,Fréier woar alles' mit Jhemp Hoscheit und Julien Arpetti. Weitere Veranstaltungen stehen fest, und doch müssen wir flexibel bleiben. Wir bleiben optimistisch, auch wenn die Gefahr eines neuen Lockdowns nicht auszuschließen ist“. 

Jonglieren und anpassen

Carole Lorang, die Leiterin des Escher Theaters, meint: „Unser Ziel ist es, das Programm, das wir im September vorgestellt haben, so weit wie nur möglich durchzuziehen. Und doch müssen wir jonglieren und uns anpassen können. Was ist jetzt machbar? Diese Frage stellt sich oft. Zurzeit wird von Woche zu Woche bis Ende Januar geplant“. 

Morgane Ji tritt mit Gast Waltzing und dem Orchestre national de Jazz am 24. Januar im Escher Theater auf.
Morgane Ji tritt mit Gast Waltzing und dem Orchestre national de Jazz am 24. Januar im Escher Theater auf.
Foto: TME


Weihnachts- oder Neujahrskonzerte werden in den nächsten Tagen nachgeholt. Das Cape streamt das Konzert des Orchestre de chambre du Luxembourg am Sonntag, dem 10. Januar, das Ensemble Sing4You wird dafür am 24. Januar in Marnach erwartet. Am selben Tag findet im Escher Theater das Neijoersconcert mit Morgane Ji, Gast Waltzing und dem Orchestre national de jazz statt. 

Die Luxemburger Kulturhäuser freuen sich, ihr Publikum zurückzufinden. Wann sich die Lage entspannen wird, weiß aber keiner. Flexibilität und Kreativität sind gefragt. Mehr denn je.

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