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Wenn Handwerk zu Kunst wird
Kultur 28.02.2018

Wenn Handwerk zu Kunst wird

Von Meisterhand gefertigte Kreationen sind gefragt.

Wenn Handwerk zu Kunst wird

Von Meisterhand gefertigte Kreationen sind gefragt.
Foto: Chris Karaba
Kultur 28.02.2018

Wenn Handwerk zu Kunst wird

Holz, Glas, Keramik, Stoff, Eisen, Fotografie – Kunsthandwerk hat viele Ausdrucksformen. In der Ausstellung „De Mains de Maîtres“ im November und Dezember werden von Meisterhand gefertigte Kreationen gezeigt.

Die Ausstellung „De Mains De Maîtres“, die 2016 stattfand, war in mehrfacher Hinsicht ein Überraschungserfolg. Dem Aufruf der Handwerkerkammer hatten 120 Künstler Folge geleistet, mehr als sich der Veranstalter erhofft hatte. 60 Kunstwerke wurden in dem ehemaligen Arbed- und heutigen Sparkassengebäude ausgestellt. 10 000 Besucher sahen sich die Schau an.

Eine Vereinigung ohne Gewinnzweck, die im Mai 2017 von der Handwerkerkammer, der Banque et Caisse d''Epargne de l'Etat sowie von der Erbgroßherzogin Stéphanie und dem Bauunternehmer Roland Kuhn ins Leben gerufen wurde, hat nun dieses kulturelle Ereignis zu einer Kunstbiennale aufgewertet. Die kommende Ausstellung findet vom 28. November bis zum 3. Dezember statt. Künstler und Handwerker, die ihre Werke im ehemaligen Arbed-Gebäude zeigen möchten, müssen ihr Projekt bis zum 30. März einreichen. Ein Auswahlkomitee, dem auch Erbgroßherzogin Stéphanie angehört, entscheidet darüber, welche Objekte am Ende in die Ausstellung kommen.

Erbgroßherzogin Stéphanie würdigte die Initiative zur Schaffung einer Biennale. Auf dem Bild v.l.n.r. der Generaldirektor der Handwerkerkammer  Tom Wirion, Ausstellungskommissar Jean-Marc Dimanche, Erbgroßherzog Guillaume und Bauunternehmer Roland Kuhn.
Erbgroßherzogin Stéphanie würdigte die Initiative zur Schaffung einer Biennale. Auf dem Bild v.l.n.r. der Generaldirektor der Handwerkerkammer Tom Wirion, Ausstellungskommissar Jean-Marc Dimanche, Erbgroßherzog Guillaume und Bauunternehmer Roland Kuhn.
Foto: Chris Karaba

Anders als 2016 sind es diesmal mehr Handwerker und auch mehr Objekte, die ausgewählt werden, sagte gestern der Ausstellungskurator Jean-Marc Dimanche anlässlich des offiziellen Startschusses für die zweite Auflage. Die Schau wird sich über zwei Etagen erstrecken, gezeigt werden auch Arbeiten aus den Nachbarregionen – ganz bestimmt auch Steingut der prestigeträchtigen Manufaktur „Emaux de Longwy“.

Unter dem Motto „Gestes et Merveilles“

Neu ist, dass die „Spuerkeess“ parallel dazu Fotos aus ihrer Edward-Steichen-Sammlung zeigen wird, die das Handwerk illustrieren. Neu ist auch, dass ein Motto gewählt wurde. Es lautet „Gestes et Merveilles“. Die Kreationen sollen sich danach richten. „Wir erhoffen uns, dass dies die Handwerker und Künstler dazu einstimmen wird, mit ihren Werken spannende Geschichten zu erzählen“, sagte Jean-Marc Dimanche. Die Gesten des Handwerkers, der ein Objekt erschafft, sind so alt wie die Geschichten des Mittelalters, wie die Legenden und Märchen – daher das Motto „Gestes et Merveilles“. Gefragt sind also die so genannten „Makers“, Handwerker mit und ohne Meisterbrief sowie Autodidakten.

Würdigung durch Erbgroßherzogin Stéphanie

„Hinter der Ausstellungsvitrine steckt die gesamte Handwerkerbranche“, sagte gestern Erbgroßherzogin Stéphanie in ihrer Würdigung. Dies zeige das Talent der Handwerker und auch die Diversität des Landes. Sie brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass die kommende Ausstellung einen ebenso großen Erfolg haben werde als jene vor zwei Jahren. www.demainsdemaitres.lu


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Ein Tag im Zeichen der Kreativität: Das erbgroßherzogliche Paar besuchte die Ausstellungsorte der „De Mains de Maîtres“-Schau - das Spuerkeess-Gebäude in der Avenue de la Liberté, die Villa Vauban und das Atelier von Ezri Kahn.
Ausstellung - De Mains De Maîtres mit Guillaume und Stéphanie , Atelier Ezri Kahn,  - Photo : Pierre Matgé/Luxemburger Wort