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Weinendes Flüchtlingskind an US-Grenze ist das Weltpresse-Foto 2018

Weinendes Flüchtlingskind an US-Grenze ist das Weltpresse-Foto 2018

Weinendes Flüchtlingskind an US-Grenze ist das Weltpresse-Foto 2018

Weinendes Flüchtlingskind an US-Grenze ist das Weltpresse-Foto 2018


12.04.2019

Moore hatte die Szene im US-Staat Texas im Juni 2018 festgehalten: Eine junge Frau aus Honduras, die in den USA Asyl beantragen wollte, war gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter an der Grenze aufgegriffen worden. Während das Mädchen weinte, wurde die Mutter durchsucht.Foto: AFP

US-Fotograf John Moore gewann damit den renommierten „World Press Photo“-Wettbewerb, wie die Jury am Donnerstagabend in Amsterdam bekannt gab.

Das Foto eines weinenden Flüchtlingskindes an der Grenze der USA ist das Weltpresse-Foto des Jahres 2018. US-Fotograf John Moore gewann damit den renommierten „World Press Photo“-Wettbewerb, wie die Jury am Donnerstagabend in Amsterdam bekannt gab.

(dpa) -  Moore hatte die Szene im US-Staat Texas im Juni 2018 festgehalten: Eine junge Frau aus Honduras, die in den USA Asyl beantragen wollte, war gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter an der Grenze aufgegriffen worden. Während das Mädchen weinte, wurde die Mutter durchsucht.

Das Gewinner-Foto von John Moore löste eine Diskussion um die Praxis der US-Regierung aus, Immigranten von ihren Kindern zu trennen. Präsident Trump beendete diese am 20. Juni 2018.
AFP

Tausende von Kindern waren im Sommer 2018 von der Grenzpolizei von ihren Eltern getrennt und interniert worden. Nach heftigen, auch internationalen Protesten hatte US-Präsident Donald Trump die Praxis der Familientrennung von Flüchtlingen wieder aufgegeben. Das Mädchen auf dem Foto war nach Angaben der US-Behörden nicht von seiner Mutter getrennt worden.

Die Vorsitzende des Wettbewerbs, Whitney C. Johnson, sprach von einem „überraschenden, einzigartigen und relevanten Foto.“ Jury-Mitglied

Alice Martins würdigte die Bildsprache: „Das Bild zeigt eine andere, psychologische Art der Gewalt.“


Un jury face à 80.000 images: Une photo de «la haine de notre époque» remporte le World Press Photo
Doigt en l'air, une arme à la main et le visage marqué par la colère: l'image de l'assassin de l'ambassadeur russe en Turquie, prise par le photographe turc Burhan Ozbilici, a remporté le premier prix du plus prestigieux concours de photojournalisme, ont annoncé lundi les organisateurs du World Press Photo.

John Moore arbeitet für die Agentur Getty Images. Der erste Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Die Jury hatte Preise in verschiedenen Kategorien vergeben. Eine Ausstellung aller ausgezeichneten Fotos wird in zahlreichen Ländern zu sehen sein. Rund 4700 Fotografen hatten sich mit fast 80 000 Fotos an dem Wettbewerb beteiligt.

Der erste Preis für eine Foto-Serie, die Foto-Geschichte des Jahres, ging an den Niederländer Pieter Ten Hoopen. Er hatte die rund 7000 Migranten aus Mittelamerika dokumentiert, die im Oktober 2018 in einer „Karawane“ zur US-amerikanischen Grenze gezogen waren.



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