Wechselt Matthias Naske nach Wien?

Weitere Personalie in der Philharmonie: Rosu beendet Tätigkeit

Der Vertrag von Matthias Naske läuft noch bis Dezember 2015.
Der Vertrag von Matthias Naske läuft noch bis Dezember 2015.
Foto: Anouk Antony

(dco) - Nach Berichten in den österreichischen Medien soll der Generaldirektor der Philharmonie, Matthias Naske, schon vor seinem bisher geplanten Vertragsende im Dezember 2015 in Luxemburg als Intendant an das Konzerthaus Wien wechseln. Das Konzerthaus ist neben dem traditionsreichen Wiener Musikverein eine der zentralen Musikinstitutionen der österreichischen Hauptstadt – stecke aber laut den österreichischen Berichten in finanziellen Schwierigkeiten, die der scheidende Intendant Bernhard Kerres nicht habe lösen können.

Gegenüber dem „Luxemburger Wort“ bestätigte Naske, dass das Konzerthaus den Wunsch habe, ihn nach Wien zu holen. „Es gibt aber keine konkreten Verhandlungen oder gar Beschlüsse“, stellte Naske klar. Zwar sei das Angebot, nach zehn Jahren in Luxemburg in seine Heimatstadt zurückzukommen, eine „reale Option“, dennoch würde er keinesfalls eine Entscheidung treffen, die das Luxemburger Haus schwächen könnte.

„Einen schockartigen Weggang würde ich selbst nicht wollen“, sagte Naske. Die Philharmonie sei zudem auch einer der attraktivsten Plätze in Europa, ein Konzerthaus zu führen. „Ich werde keine Entscheidung treffen, die die Philharmonie oder das OPL schwächt.“ Naskes Qualität als Kulturmanager und fähiger Nachfolger am Konzerthaus wird in den Berichten deutlich hervorgestrichen.

Wie die Philharmonie weiterhin als Personalie mitteilte, wird Stefan Rosu, der die Fusion zwischen dem OPL und der Philharmonie sowie die Neuausrichtung der Programmierung des Orchesters verantwortet, seine Tätigkeit im September 2012 beenden. Er werde allerdings „das OPL in den kommenden Monaten beratend unterstützen“, so die Philharmonie in einer Stellungnahme.