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Von neuen Blickwinkeln und dem Moloch Berlin
In der ARD-Serie „Die Heiland“ eröffnet die blinde Anwältin Romy Heiland (Lisa Martinek, l.) ihre eigene Anwaltskanzlei.

Von neuen Blickwinkeln und dem Moloch Berlin

Foto: ARD/Das Erste
In der ARD-Serie „Die Heiland“ eröffnet die blinde Anwältin Romy Heiland (Lisa Martinek, l.) ihre eigene Anwaltskanzlei.
Kultur 5 2 Min. 07.10.2018

Von neuen Blickwinkeln und dem Moloch Berlin

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Die Blätter fallen, es wird kälter und schon längst haben die Streamingdienste und Fernsehsender ihre Programmpakete geschnürt, um die Zuschauer zu locken.

Während aktuell bei RTL Télé Lëtzebuerg die Sitcom „Zëmmer ze verlounen“ als fiktionales Format gestartet ist, haben die deutschen Öffentlich-Rechtlichen ARD und ZDF auch schon neue Serien am Start. Da wären die auf dem klassischen ARD-Dienstagsserienplatz laufende Reihe „Die Heiland“ um eine blinde Anwältin, die eher mit ihrer ungewöhnlichen, aber ganz real inspirierten „Sicht“ überzeugt, oder die schon vor dem Start mit ihren Star-Protagonisten Iris Berben und Moritz Bleibtreu werbewirksam aufwartende ZDF-„High-End-Crime“-Serie „Die Protokollantin“ (ab dem 20. Oktober samstags ab 21.45 Uhr) um eine Angestellte, deren aufnotierte Fälle sie nicht loslassen.

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Das ZDF hat sich zudem auf dem europäischen Markt umgeschaut und hat sich für seinen Spartensender ZDFneo die belgische Serie „De Dag“ unter dem Titel „24 Hours Two Sides of Crime“ geschnappt, die die Ereignisse um einen Banküberfall herausragend aus verschiedenen Blickwinkeln zeigt (Ab 5. Oktober, ZDFneo).

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Die deutsche private Konkurrenz schläft auch nicht. ProSieben hat sich die ungewöhnliche Arztserie „The Resident“ unter dem Titel „Atlanta Hospital“ als Deutschlandpremiere eingekauft. Ab dem 24. Oktober wird die ethische Fragen des Arztberufs und Schwachstellen des Gesundheitssystems diskutierende Serie ausgestrahlt.

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Und die Streamingdienste? Netflix ködert mit neuen eigenproduzierten Formaten wie den Horrorserie „The Haunting of Hill House“ (ab 12. Oktober) und „Élite“ (ab 5. Oktober), die die mörderischen Geschehnisse in einer Elite-Privatschule schildert. Amazon nimmt eher schon gut laufende Produktionen in seinen Streaming-Dienst auf: „Deutschland 86“ oder „Young Sheldon“ sind da nur Beispiele. Auch über den Herbst hinaus zeichnen sich spannende neue Projekte bei den Streamingdiensten ab: Da wären unter anderem die beiden Serien, die in die Abgründe der deutschen Hauptstadt abtauchen. Mit „Dogs of Berlin“ und „Beat“ kämpfen Netflix und Amazon offenbar darum, wer den düstereren Einblick in die Unterwelten an der Spree liefert.

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Übrigens soll noch ein besonderes Filmprojekt in diesem Jahr bei Netflix laufen: „The Pope“ – ein Film von Fernando Meirelle („City of God“) über die fiktiven Gespräche zwischen Benedikt XVI. und dem Kardinal Jorge Mario Bergoglio, dem heutigen Papst Franziskus – gespielt von Anthony Hopkins und Jonathan Pryce.

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Zudem wird ein großer Regisseur 2019 vom Kino auf den Bildschirm wechseln. Jean-Jaques Annaud („Der Name der Rose“, „Seven Years in Tibet“) wird den Bestseller „La vérité sur l’affaire Harry Quebert“ von Joël Dicker als Serie herausbringen.


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