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Vollblut-Volksschauspieler Marc Faber verstorben
Marc Faber (links), gemeinsam mit seinem Schauspielerkollegen René Pütz im Jahre 1986, im Rahmen der Theaterproduktion "Knuppefreed".

Vollblut-Volksschauspieler Marc Faber verstorben

Foto: LW-Archiv
Marc Faber (links), gemeinsam mit seinem Schauspielerkollegen René Pütz im Jahre 1986, im Rahmen der Theaterproduktion "Knuppefreed".
Kultur 2 Min. 30.09.2013

Vollblut-Volksschauspieler Marc Faber verstorben

Nicht nur im Tandem mit Kollege René Pütz, auch als jahrzehntelanges Mitglied der Truppe des „Lëtzebuerger Theater“ und deren „Revue“ schrieb Schauspieler Marc Faber an so manchem Kapitel Luxemburger Theatergeschichte mit.

(vac) Nicht nur im Tandem mit Kollege René Pütz, auch als jahrzehntelanges Mitglied der Truppe des „Lëtzebuerger Theater“ und deren „Revue“ schrieb Schauspieler Marc Faber an so manchem Kapitel Luxemburger Theatergeschichte mit. Am Samstag verstarb er, nach kurzer Krankheit, im Alter von 61 Jahren.

In liebenswert-komischen Rollen, aber auch als begnadeter Musik-Interpret spielte und sang sich der am 12. März 1952 geborene Marc Faber in die Herzen der Luxemburger Zuschauer.

Nicht nur in Komödien wie „D'Jonggesellekëscht“, „Op der Kiirmes“ oder „E Fall fir den Zankert“, auch als Mitglied des Variété-Ensembles der Luxemburger Nationallotterie sowie später der „Déckkäpp“ machte er sich hierzulande einen Namen.

Gemeinsam mit seinem Partner, dem 2002 verstorbenen René Putz, sicherten sie sich als „Pützafaba“-Tandem die Sympathie des Publikums.

„Unverhofft und unerwartet“

Bereits als Sechsjähriger schnupperte der Ettelbrücker bei den lokalen Pfadfindern Theaterluft.

Der Zufall verhalf dem seit 1974 in Gérard Heinens „Les amicales théâtrales du Nord“ aktiven Schauspieler zum Durchbruch. Für Armando Bauschs „Rido“ erinnerte sich der gelernte „Assistant chirurgical“: „Es war reiner Zufall, daß Gérard Heinen für die Generalprobe von ,Op der Kiirmes‘ eigens Eugène Heinen eingeladen hatte. Auf seine Empfehlung hin lud mich Claude Fritz ein paar Tage später zur Probe ins ,Lëtzebuerger Theater‘ ein. (...) So kam ich unverhofft und sogar unerwartet zum ,Lëtzebuerger Theater‘, denn nachdem ich mich vorgestellt hatte, wurde ich ins Ensemble aufgenommen.“ Von 1976 bis 1994 lud er das Publikum regelmäßig zum Stelldichein mit der „Revue“.

„Mir wëllen d'Leit ameséieren, mir maache Boulevard an ech stinn dozou“, hatte er 1992 in einem „Revue“-Interview Danièle Michels gegenüber bekräftigt. Neben der Bühne gehörte seine Liebe dem Singen – „Ech hu gäre gesongen, wann och net ëmmer richteg“, verriet er im selben Gespräch.

Nicht nur auf der Bühne, auch vor der Kamera wirkte der Schauspieler in zahlreichen nationalen Filmproduktionen, wie u. a. „De falschen Hond“ (1989) sowie Andy Bauschs „Deepfrozen“ und „Trouble No More“, mit.

Seinen letzten Leinwandauftritt hatte er in „D'Symetrie vum Päiperléck“ von Paul Scheuer und Maisy Hausemer.


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