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Video-Blog vom Filmfestival: Cannes Cam: Luxemburger Kino in Aufbruchstimmung
Luxemburger Tag an der Croisette: Premier Xavier Bettel auf Tuchfühlung mit der Filmszene.

Video-Blog vom Filmfestival: Cannes Cam: Luxemburger Kino in Aufbruchstimmung

Foto: Francis Verquin
Luxemburger Tag an der Croisette: Premier Xavier Bettel auf Tuchfühlung mit der Filmszene.
Kultur 20.05.2016

Video-Blog vom Filmfestival: Cannes Cam: Luxemburger Kino in Aufbruchstimmung

Volker BINGENHEIMER
Volker BINGENHEIMER
Glamour wird beim Filmfestival von Cannes groß geschrieben, doch hinter den Kulissen geht es um Geschäfte und künftige Filmprojekte. Wir haben Luxemburger Filmschaffende vor die „Cannes Cam“ geholt.

Glamour wird beim Filmfestival von Cannes groß geschrieben, doch hinter den Kulissen geht es um Geschäfte und künftige Filmprojekte. Wir haben Luxemburger Filmschaffende vor die „Cannes Cam“ geholt.

Yann Tonnar, Regisseur und Mitglied der "Association luxembourgeoise des réalisateurs et scénaristes", sieht Cannes als zentralen Treffpunkt der Luxemburger Regisseure und Autoren. Der Luxemburger Film befinde sich eindeutig im Aufwind: „Es entsteht im Moment sehr viel. Wir sind dabei, das was es schon gibt – nämlich ein typisch luxemburgisches Kino – weiter zu entwickeln und eine eigene Sprache zu finden.“

Für die Regisseurin und Produzentin bei „Amour fou“, Bady Minck, ist Cannes ein praktischer Ort, um Co-Produzenten aus anderen Ländern zu treffen. „Man muss keine Weltreise mit dem Flugzeug machen, sondern sitzt einfach im Luxemburger Pavillon, um Projekte zu besprechen“, sagt sie vor der Cannes-Cam.

Besorgt äußert sich Nicolas Steil, Produzent bei "Iris Productions" und Mitglied der "Union luxembourgeoise de la Production Audiovisuelle" zu den kommerziellen Aussichten der Luxemburger Filmbranche. Es hätten sich deutlich mehr Gesellschaften im Großherzogtum etabliert, das Auftragsvolumen sei aber gleich geblieben. Zudem machten es Steuervorteile in Frankreich schwer, Filmaufträge von dort nach Luxemburg zu holen.

Nach Ansicht des Film-Fund-Direktors Guy Daleiden stellt die digitale Revolution auch die Filmbranche vor neue Herausforderungen: „Das klassische Kino wird zwar überleben, doch der Konsum von Filmen, Serien und TV-Filmen ändert sich. Wir müssen schauen, dass wir die neuen technischen Möglichkeiten ausschöpfen.“


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