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Valentiny baut, Mozart lässt grüßen
Kultur 16 14.03.2014 Aus unserem online-Archiv

Valentiny baut, Mozart lässt grüßen

Kultur 16 14.03.2014 Aus unserem online-Archiv

Valentiny baut, Mozart lässt grüßen

Von François Valentiny aus Remerschen stammen unter anderem die Pläne für das kleine Mozarthaus in Salzburg und der Entwurf für den Luxemburger Pavillon auf der Weltausstellung in Shanghai. An diesem Wochenende wird in Brasilien ein von Valentiny geplantes und gebautes Theater eröffnet. Ein weiteres Mal lässt Mozart grüßen.

(FeMo) - Trancoso liegt in Brasilien, rund 1200 Kilometer von der Millionen-Stadt Rio de Janeiro entfernt. An diesem Samstag, dem 15. März 2014, wird in Trancoso ein Theater eröffnet, das der Luxemburger Architekt François Valentiny plante.

Mehr Kultur in Bahia

In Sichtweite des Meeres, am Rande eines Waldgebietes, entstanden in den vergangenen Monaten zwei Säle mit Platz für insgesamt rund 2000 Besucher. Auf der einen Bühne können bis zu 200, auf der anderen Bühne bis zu 120 Musiker und Musikerinnen miteinander auftreten.

Mit ihrem neuen Theater möchten Valentiny und mehrere Partner die Kultur in der brasilianischen Region Bahia voranbringen, nicht mehr und nicht weniger. In den kommenden Monaten und Jahren werden in Trancoso nicht nur Orchester, Musiker oder Sänger auftreten und Konzerte geben. In sogenannten Meisterklassen werden sie auch jungen Musikern aus Bahia helfen und diese aus- und weiterbilden.

Am Anfang stand das Mozarthaus in Salzburg

Das Projekt in Trancoso hat viel mit Mozart und viel mit dem kleinen Mozarthaus in Salzburg zu tun, das vor einem Jahrzehnt nach den Plänen von Valentiny gebaut wurde. Während des Baus des Mozarthauses lernte Valentiny die Brasilianer Sabine und Carlo Lovatelli kennen. Frau Lovatelli hatte einst in Brasilien das „Mozarteum Brasileiro“ gegründet; als dessen Vorsitzende förderte sie talentierte Jugendliche und Jugendorchester und sie veranstaltete in Brasilien Klassik-Konzerte.

In Trancoso besitzt aber auch der vermögende Österreicher Reinold Geiger (ihm gehört die Kosmetikfirma „L’Occitane“) ein Haus. Bei einem gemeinsamen Abendessen im Jahr 2008 entstand die Idee, in der Region Bahia ein Musikfestival zu gründen und eben ein Theater zu bauen – der Rest ist mittlerweile fast schon Geschichte.