Wählen Sie Ihre Nachrichten​

TV-Zapping: TV-Thriller „The Team“: viel zu hölzern
Jackie Müller (Jasmin Gerat, l.) und Harald Bjørn (Lars Mikkelsen, r.) sind Menschenhändlern auf der Spur.

TV-Zapping: TV-Thriller „The Team“: viel zu hölzern

Foto: ZDF/Frederic Batier
Jackie Müller (Jasmin Gerat, l.) und Harald Bjørn (Lars Mikkelsen, r.) sind Menschenhändlern auf der Spur.
Kultur 1 14.03.2015

TV-Zapping: TV-Thriller „The Team“: viel zu hölzern

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Das ZDF kann im Moment machen, was es will, die Kritik straft den Sender eins nach dem anderem ab.Wieder schön zu beobachten am vergangenen Premierenwochenende: Beim Start des international koproduzierten Vierteilers „The Team“ hagelt es Negativkritiken. Aber ist das gerechtfertigt?

Von Daniel Conrad

Das ZDF kann im Moment machen, was es will, die Kritik – ob im Feuilleton oder den sozialen Netzwerken – straft den Sender mit Hauptsitz auf dem Mainzer Lerchenberg eins nach dem anderem ab. Wieder schön zu beobachten am vergangenen Premierenwochenende: Ob der „Wetten, dass...?“-Ersatz „Das Spiel beginnt“ oder der Start des international koproduzierten Vierteilers „The Team“ – trotz großer Zuschauerresonanz und ambitioniertem Trendmarketing zum Serienschauen via Video-on-Demand und der damit verbundenen Vorveröffentlichung in der sendereigenen Mediathek hagelt es Negativkritiken. Aber ist das gerechtfertigt? Nun, das kommt aber auch davon, wenn die Erwartungshaltung so hoch geschraubt wird.

Von „The Team“ hieß es, dass diese in fünf Sprachen gedrehte dänisch-deutsch-belgische Thriller-Koproduktion neue Maßstäbe setzen würde. Und dann auch noch die Besetzung: Die Verpflichtung des Dänen Lars Mikkelsen, der wie sein Bruder Mads das besondere Spiel beherrscht, seine knochigen Gesichtszüge und eiskalten Augen einzusetzen, galt als Coup.

Aber Mikkelsen spielt eben an der Seite von Jasmin Gerat und Veerle Baetens nur einen der drei Hauptermittler, die gemeinsam als schnelle Eingreiftruppe unter Koordination von Europol einer Bande von Menschenhändlern und Geldwäschern nach dem Mord an drei Prostituierten in Antwerpen, Berlin und Kopenhagen auf die Spur kommen wollen. 

Tempo fehlt

Dabei müssen sie – in allzu aufgetragener Hightechoptik und Superheldenmanier – nicht nur den Fahndungsdruck und die Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Partnern aushalten, sondern auch ihre privaten Probleme in den Griff bekommen.

Und leider bewahrheitet sich die Kritik: Schon die erste Folge zeigt zwar, dass eigentlich alle Ansatzpunkte für mehr da sind, doch das Ganze wirkt zu zusammengezimmert und hölzern. Tempo fehlt, selbst Überraschungseffekte oder Nebenfiguren können das Ruder nicht herumreißen. Schade!

Noch drei Folgen, immer sonntags, 22 Uhr, ZDF