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Turnup Tun reagiert mit neuem Rap auf Freispruch
Turnup Tun hat seinen Prozess geschickt in Szene gesetzt.

Turnup Tun reagiert mit neuem Rap auf Freispruch

Foto: Screenshot Youtube
Turnup Tun hat seinen Prozess geschickt in Szene gesetzt.
Kultur 1 08.05.2019

Turnup Tun reagiert mit neuem Rap auf Freispruch

Rapper setzt sich mit dem Thema Meinungsfreiheit auseinander und setzt seinen Prozess in Szene.

(mt) - Auf seinen Freispruch hat der Rapper Turnup Tun mit einem neuen Song reagiert. Das Video ging am Mittwoch online.

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Es beginnt mit Aufnahmen eines Parteikongresses des ADR, bei dem Fred Keup, ADR-Kandidat bei den letzten Kammerwahlen, unmissverständlich zu verstehen gibt, dass seine Partei die Meinungsfreiheit respektiere. Danach folgt der Verweis auf Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der das Recht jedes Menschen auf freie Meinungsäußerung einschließlich des Rechts, seine Meinung zu verbreiten und die Meinungen anderer zu hören, schützt. Damit verbietet Artikel 19 auch staatliche Zensur.


Alle Parteien haben nun 40 Tage Zeit, um Berufung einzulegen.
Freispruch für Turnup Tun
Luxemburger Politiker hatten sich durch ein Lied von Tun Tonnar beleidigt gefühlt. Die Richter entschieden sich nun aber für die künstlerische Freiheit und sprachen den Musiker frei.

Fred Keup versteht vielleicht etwas anderes unter Meinungsfreiheit, jedenfalls hat er den Rapper Turnup Tun vor Gericht zitieren lassen, da ihm die Meinung des Künstlers nicht gepasst hat. Er, aber auch Joe Thein, der Parteipräsident von Déi Konservativ,  und der mehrfach wegen fremdenfeindlicher Äußerungen und Aufrufs zum Hass verurteilte Dan Schmitz hatten gegen den Rapper Klage geführt, da sie sich am Song „FCK LXB“ des jungen Mannes, verunglimpft sahen.


Tun Tonnar
Freispruch für die Kunst
Bei der Gerichtsaffäre um Turnup Tun geht es nur darum, einen Künstler vorzuführen, um so den wahren Diskurs besser ausschalten zu können.

In dem Lied, das vier Tage vor den Parlmentswahlen im Oktober 2018 veröffentlicht wurde, wurden sie namentlich erwähnt und das in einer ganz gewiss vulgären Ausdrucksform. In der Kulturszene, die mit dieser Prozessvorladung die künstlerische Freiheit in Gefahr sah, fand der Rapper viel Unterstützung. Rechtskräftig ist das Urteil aus erster Instanz nicht. Alle Parteien haben 40 Tage Zeit, um Berufung einzulegen.



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