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Theatermacher Milo Rau: das "Arschloch" und Europa
Milo Rau zeigt in Niemënster Teile seiner "Europe Trilogy".

Theatermacher Milo Rau: das "Arschloch" und Europa

Foto: Daniel Seifert
Milo Rau zeigt in Niemënster Teile seiner "Europe Trilogy".
Kultur 5 Min. 29.11.2018

Theatermacher Milo Rau: das "Arschloch" und Europa

Daniel CONRAD
Daniel CONRAD
Milo Rau meldet sich zurück. Das Neimënster im Grund macht dem Schweizer Theateraktivisten die Tore auf und zeigt in Aufführungen und einer Videoinstallation sein Langzeitprojekt „Europe Trilogy“. Im Interview gibt der nicht unumstrittene Theatermacher Einblicke in das Werk.

Milo Rau, Sie behaupten von sich selbst in einem Essay, ein „Arschloch“ zu sein. Wie ist denn das zu verstehen? Selbstgeißelung?

Das steht da in einem Kontext in Bezug auf die allgemeine globale Ausbeutung. Klar ist das natürlich eine Überspitzung. Man profitiert vom globalen Kapitalismus und ich bin in der Hinsicht ein „Arschloch“. Strukturell steht man von Geburt an als Europäer auf der Ausbeuterseite – und darauf muss reagiert werden.

Sie tun ja unter anderem als Regisseur genau das: eben aus dieser Perspektive zu handeln und Menschen mit Brüchen und Schicksalen eine Stimme zu geben und sie über das Mittel der Bühne wertzuschätzen ...

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