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Sting spielt vor den Hochöfen
Kultur 17 21.02.2018 Aus unserem online-Archiv

Sting spielt vor den Hochöfen

  Zuletzt war der 66-Jährige im April 2017 in der Rockhal zu Gast.

Sting spielt vor den Hochöfen

Zuletzt war der 66-Jährige im April 2017 in der Rockhal zu Gast.
Foto: Claude Piscitelli
Kultur 17 21.02.2018 Aus unserem online-Archiv

Sting spielt vor den Hochöfen

Marc THILL
Marc THILL
Er kommt wieder nach Luxemburg, und sein Stachel sorgt für Zwist unter den Konzertveranstaltern. Am 30. Juni ist Sting in Belval. Gleichzeitig findet in der Stadt das "Siren's Call"-Festival statt.

Sting tut es schon wieder: Nachdem er bereits 2017 auf großer Welt-Tournee war, kommt der Star auch 2018 wieder nach Luxemburg.

Der ex-Police-Frontmann gibt sich also die Ehre: Wie die Rockhal am Mittwoch bekannt gab, wird der Musiker im Juni in Belval gastieren. Der Vorverkauf beginnt bereits am kommenden Freitag.

Bildergalerie vom Konzert 2017 in der Rockhal:

Das Besondere: Es wird ein Open-Air-Konzert vor den Hochöfentürmen sein. Dem Songwriter in den besten Jahren mit einer Fülle von Hits und einer Liebe für Buddhismus gefällt offenbar die industrielle Vergangenheit im Süden des Landes, die wohl auch zur Musik von Sting passt.

Zuletzt war der 66-Jährige im April 2017 in der Rockhal zu Gast, hinterließ aber keinen bleibenden Eindruck. „Zu zahm, zu unspektakulär, zu angepasst – einen Stachel hat Sting nicht mehr“, schrieb das „Luxemburger Wort“ vor einem Jahr in seiner Kritik.

Zwist mit dem Atelier

Die Nachricht der Rockhal hat aber auch für Kritik gesorgt. In einem Schreiben bedauert der Konzertveranstalter „Den Atelier“, dass das Konzert zeitgleich mit dem Festival „Siren’s Call“ in Neimenster stattfinden wird.


Stachel ab
Ein Songwriter in den besten Jahren mit einer Fülle von Hits und einer Liebe für Buddhismus gab sich am Samstag die Ehre in Esch/Alzette. Nein, die Rede ist nicht von Serge Tonnar, sondern von Sting.

„Siren's Call“ ist ein urbanes Musikfestival mit partizipativem Charakter, an dem sich viele Vereinigungen, wie zum Beispiel die „Nuit des Lampions“ in Wiltz oder auch das Künstlerkollektiv „Bamhaus“ beteiligen. Diese Veranstaltung hat zum Ziel, bekannte Künstler gemeinsam mit jungen Musikern des Landes und der Region zu programmieren, um ihnen so die Möglichkeit zu bieten, sich dem Publikum zu zeigen.

Dass nun die Rockhal, ein mit Steuergeldern finanziertes Unternehmen, die Musikbegeisterten mit einem kommerziellen Sting-Konzert nach Belval anlocke, sei unverständlich, schreibt der Konzertveranstalter aus der Hollericher Straße, der bis jetzt immer darauf geachtet habe, keine hochkarätigen Künstler zeitgleich mit anderen Veranstaltungen, etwa dem „Rock um Knuelder“ zu programmieren


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