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Sohn von "Herr der Ringe"-Autor J.R.R. Tolkien gestorben
Kultur 17.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Sohn von "Herr der Ringe"-Autor J.R.R. Tolkien gestorben

"Das Silmarillion" ist eine Sammlung unvollendeter Werke von J.R.R. Tolkien, die Christopher Tolkien nach dessen Tod herausbrachte.

Sohn von "Herr der Ringe"-Autor J.R.R. Tolkien gestorben

"Das Silmarillion" ist eine Sammlung unvollendeter Werke von J.R.R. Tolkien, die Christopher Tolkien nach dessen Tod herausbrachte.
Foto: Stojanoski Slave / CC BY-SA 3.0 /
Kultur 17.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Sohn von "Herr der Ringe"-Autor J.R.R. Tolkien gestorben

Sarah CAMES
Sarah CAMES
Christopher Tolkien widmete sein Leben den Werken seines Vaters. Nun ist er im Alter von 95 Jahren verstorben.

Christopher Tolkien, der Sohn des britischen Autors J.R.R. Tolkien ("Der Herr der Ringe","Der Hobbit"), ist tot. Er starb im Alter von 95 Jahren, wie verschiedene britische Medien am Donnerstag mitteilten. Die Tolkien Society, in der Christopher Tolkien mitwirkte, bestätigte seinen Tod am Donnerstagabend.


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Shaun Gunner, Vorsitzender der Tolkien Society, ehrte den Sohn des legendären J.R.R. Tolkien in einem kurzen Nachruf: "Christophers Passion für die Werke seines Vaters war der Grund für dutzende Publikationen. Millionen Menschen weltweit werden Christopher auf ewig dafür dankbar sein, dass er uns Werke wie "Das Silmarillion", "Die Kinder Húrins", "Die Geschichte Mittelerdes" und viele andere zugänglich machte. Wir haben einen Titan verloren und wir werden ihn schmerzlich vermissen."

Christopher Tolkien wurde am 21. November 1924 als dritter Sohn von J.R.R. Tolkien und seiner Frau Edith Bratt geboren. Als Professor für englische und skandinavische Literatur trat Christopher in die Fußstapfen seines berühmten Vaters und widmete sein Leben seinen Werken. Christopher Tolkien wirkte an der "Herr der Ringe"-Buchtrilogie mit und verwaltete nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1973 dessen literarischen Nachlass.

Als John Ronald Reuel Tolkien 1973 starb, hinterließ er seinem Sohn Berge an unveröffentlichtem Material. In mühseliger Arbeit verarbeitete Christopher Tolkien die zahlreichen Skizzen und Notizen seines Vaters.
Als John Ronald Reuel Tolkien 1973 starb, hinterließ er seinem Sohn Berge an unveröffentlichtem Material. In mühseliger Arbeit verarbeitete Christopher Tolkien die zahlreichen Skizzen und Notizen seines Vaters.
Foto: LW-Archiv

J.R.R. Tolkien ließ einen Berg an unveröffentlichtem und unvollendetem Material zurück, das sein Sohn später in mühevoller Arbeit aufbereitete und publizierte. 2018 gab Christopher Tolkien das letzte Buch seines Vaters heraus: "Der Fall von Gondolin."

Als Nachlassverwalter der Werke seines Vaters stand Christopher Tolkien der Verfilmung der Herr der Ringe Trilogie kritisch gegenüber.

In einem Interview mit dem französischen Blatt "Le Monde" kritisierte Tolkien die Filme von Regisseur Peter Jackson: "Sie haben das Buch auseinandergenommen und haben einen Actionfilm für 15- bis 25-Jährige gemacht."

Christopher Tolkien lebte zuletzt in Frankreich und hinterlässt zwei Kinder.

Foto: The Silmarillion / Stojanoski Slave / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0


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