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Seid umschlungen, Millionen ...
Kultur 2 26.09.2018 Aus unserem online-Archiv

Seid umschlungen, Millionen ...

Nachdem ihr Vater Nurullah unberechtigterweise festgenommen wurde, muss sich dessen Tochter Parvana als Junge verkleiden, um so den Lebensunterhalt für sich, ihre Mutter Fattema und ihre Schwester Soraya zu sichern.

Seid umschlungen, Millionen ...

Nachdem ihr Vater Nurullah unberechtigterweise festgenommen wurde, muss sich dessen Tochter Parvana als Junge verkleiden, um so den Lebensunterhalt für sich, ihre Mutter Fattema und ihre Schwester Soraya zu sichern.
Foto: Studio 352
Kultur 2 26.09.2018 Aus unserem online-Archiv

Seid umschlungen, Millionen ...

Marc THILL
Marc THILL
... schrieb Friedrich Schiller in seiner Ode an die Freude, und seid umschlungen Millionen, jauchzt auch die Luxemburger Filmbranche.

... schrieb Friedrich Schiller in seiner Ode an die Freude, und seid umschlungen Millionen, jauchzt auch die Luxemburger Filmbranche, die jährlich 34 Millionen Euro vom staatlichen Film Fund einzieht. Das reiche längst nicht mehr aus, behaupten die Filmproduzenten, die am Samstag ihre besten Streifen mit dem „Filmpräis“ feierten.

Das Staatsbudget für Kultur beläuft sich auf 141 Millionen Euro, 34 Millionen bekommt der Film Fund, der dem Staatsministerium unterstellt ist, weshalb die Beihilfen nicht im Etat der Kultur budgetiert sind.

Na, lassen wir aber die Zahlenspielerei, schauen wir stattdessen auf das, was aus dem vielen Geld wird: Der Animationsfilm „The Breadwinner“, eine Luxemburger Koproduktion, die im Frühjahr im Rennen um den Oscar war und nun zum besten Animationsfilm in Luxemburg gewählt wurde, kommt nach vielen Festivalvorführungen auf die Luxemburger Kinoleinwand. Ein filmisches Schmuckstück, das die Geschichte eines afghanischen Mädchens erzählt, das, nachdem der Vater unberechtigterweise festgenommen wird, sich im Kabul der Taliban als Junge verkleiden muss, um so den Lebensunterhalt der Familie zu sichern.

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Ein verstümmelter Vater, Kriegstote, Misshandlung, all das wird im Film gezeigt, der deshalb nur älteren Kinder zuzumuten ist. Vor allem der Umgang mit Frauen dürfte für viele schockierend sein.

Mit „Rafiki“ kommt ein ebenso engagierter Film neu in die Kinos, ein Film aus Kenia, der in Cannes lief, im eigenen Land aber verboten ist. Begründung: Erzählt wird eine lesbische Liebe, was Homosexualität legitimiere. Nun hat die Regisseurin einen Etappensieg erreicht: „Rafiki“ darf eine Woche lang in Kenia gezeigt werden und erfüllt damit die Voraussetzung, um in das Rennen für den Auslands-Oscar zu gehen.

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Das ganze Kinoprogramm finden Sie auf wort.lu hier.


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