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Schmerzhaftes Aufarbeiten
Kultur 1 2 Min. 14.10.2015 Aus unserem online-Archiv
Kinostart von "Eng nei Zäit"

Schmerzhaftes Aufarbeiten

Luc Schiltz (vorne) ist der Held der Geschichte um einen Mord im Ösling.
Kinostart von "Eng nei Zäit"

Schmerzhaftes Aufarbeiten

Luc Schiltz (vorne) ist der Held der Geschichte um einen Mord im Ösling.
Foto: Patrick Muller
Kultur 1 2 Min. 14.10.2015 Aus unserem online-Archiv
Kinostart von "Eng nei Zäit"

Schmerzhaftes Aufarbeiten

Schon jetzt gilt der Streifen als einer der Luxemburger Filmhighlights des Jahres: "Eng nei Zäit". Wieviel Arbeit vor und hinter der Kamera in das Nachkriegsdrama eingeflossen ist, hat unsere Kulturredaktion über Monate dokumentiert.

(dco) - Schwere Traumata in Zeiten der Ungewissheit, Zerstörung und Gewalt sowie die Kernfrage, wie viel Wahrheit eine Gesellschaft erträgt oder was lieber unter den Teppich gekehrt wird - der neue Streifen von Christophe Wagner ist unbequem und wird sicher Diskussionen über die Nachkriegszeit in Luxemburg auslösen. In dieser Woche ist "Eng nei Zäit" in den Kinos angelaufen.

Schon die Story, die sich an historischen realen Ereignissen orientiert, ist aufrührend: Nach deutscher Kriegsgefangenschaft kehrt Maquisard Jules Ternes (Luc Schiltz) 1945 in seine Heimat Luxemburg zurück und fasst schwer wieder Fuß in der scheinbaren Normalität der "neuen Zeit".

Als seine Verlobte gemeinsam mit der deutschen Bauernfamilie, bei der sie als Magd arbeitet, ermordet wird, und die zuständigen Behörden ihm zu schleppend ermitteln, macht sich der inzwischen zum Gendarmen avancierte Jules auf, seine eigene Untersuchung zu leiten und reißt damit längst nicht verheilte Kriegswunden bei Familie und Freunden auf.

Seit der ersten Präsentation vor dem Start der Dreharbeiten im letzten Jahre hat das Luxemburger Wort die Arbeiten rund um das Projekt begleitet und ein facettenreiches Dossier zusammengetragen. Mit der Filmkritik von Vesna Andonovic aus der Premiere schließt sich ein breiter Bogen. Neben der Aufarbeitung der realen Hintergründe haben die Redakteure auch die Arbeiten hinter der Kamera dokumentiert – wie den Schnitt, die Kostümschneiderei, die Komposition der Filmmusik, den Einbau von Special Effects und die Herausforderungen an die Requisite.

Natürlich kommen auch die Macher selbst zu Wort. Die Protagonisten vor der Kamera schildern ihre Eindrücke rund um das Projekt.

Mehr dazu in unserem ausführlichen Dossier zum Film.


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Es ist einfach: Wer sich ein besseres, bzw. überhaupt ein Bild Luxemburgs vor rund 75 Jahren machen möchte und wem das Lesen der Artuso-Berichte zu dröge erscheint, der darf „Eng nei Zäit“ definitiv nicht verpassen.
Nachbearbeitungsarbeiten an „Eng nei Zäit“ (IV)
Die spannende Geschichte, die "Eng nei Zäit" erzählt, wird erst richtig perfekt durch die zeitgemäße Kleidung: Magdalena Labuz über ihre Arbeit als Kostümbildnerin.
Eng nei Zäit
Postproduction de «Eng nei Zäit» (V)
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Luc Schiltz,Foto:Gerry Huberty
Die Nachbearbeitungsarbeiten an „Eng nei Zäit“ (III)
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Der Meister des Unsichtbaren: Mit Maus und PC zaubern Claude Kongs und seine Kollegen von „NAKO FX“ alles ins Bild, was der Regisseur sich so vorstellt.
Série sur la production du film «Eng nei Zäit» (VI)
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ENZ_AndreFonsny
La postproduction de «Eng nei Zäit» (partie II)
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André Dziézuk, Komponist fir Filmmusek, Foto Lex Kleren