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Schimpansen im Unterhaus: Banksy-Gemälde soll versteigert werden
Kultur 17.09.2019

Schimpansen im Unterhaus: Banksy-Gemälde soll versteigert werden

Eine Besucherin geht an dem Gemälde mit dem Titel «Devolved Parliament» des Künstlers Banksy im Bristol Museum vorbei. Das Gemälde soll Anfang Oktober in London versteigert werden.

Schimpansen im Unterhaus: Banksy-Gemälde soll versteigert werden

Eine Besucherin geht an dem Gemälde mit dem Titel «Devolved Parliament» des Künstlers Banksy im Bristol Museum vorbei. Das Gemälde soll Anfang Oktober in London versteigert werden.
Foto: dpa
Kultur 17.09.2019

Schimpansen im Unterhaus: Banksy-Gemälde soll versteigert werden

Das Gemälde wird auf 1,7 Millionen Euro geschätzt.

Ein riesiges Leinwand-Gemälde des berühmten Streetart-Künstlers Banksy, das das britische Unterhaus voller Schimpansen zeigt, soll Anfang Oktober in London versteigert werden. Das 2009 entstandene Werk mit dem Titel „Devolved Parliament“ („Dezentralisiertes Parlament“) könnte mehr als 1,5 Millionen Pfund (rund 1,7 Millionen Euro) einbringen, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Das Werk gilt mit einer Breite von 4,5 Metern und einer Höhe von fast 2,8 Metern als das größte bekannte Leinwandgemälde Banksys.

Der Verkauf ist für den 3. Oktober geplant - rund ein Jahr, nachdem Banksy selbst in eine Sotheby's-Auktion in London eingegriffen hatte, indem er sein Gemälde „Girl with a Balloon“ per Schredder zerstörte; und nur wenige Wochen vor dem geplanten Brexit-Termin Ende Oktober. Dieses Mal sei gesichert, dass kein Schredder in dem Gemälde installiert sei, teilte das Auktionshaus „Euronews“ mit.

Dieses Werk heute relevanter ist als jemals zuvor

Banksy hatte das „Affen-Gemälde“ vor zehn Jahren laut BBC für das Bristol Museum geschaffen. Der anonyme Eigentümer des Werks lieh es dem Museum Anfang des Jahres - zum einen, um den zehnten Jahrestag der Ausstellung in dem Museum zu würdigen, zum anderen, um an den ursprünglich für den 29. März geplanten EU-Austritt Großbritanniens zu erinnern.


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„Unabhängig davon, auf welcher Seite man in der Brexit-Debatte steht, gibt es keinen Zweifel, dass dieses Werk heute relevanter ist als jemals zuvor“, erklärte Sotheby's laut BBC. Alex Branczik von Sotheby's sagte, Banksy sei den „brennenden Problemen des Tages“ entgegen getreten. Er habe die „kompliziertesten politischen Situationen der Gesellschaft in nur ein einziges, täuschend einfaches Bild destilliert, das in unserer Zeit schnell in den sozialen Medien zu teilen ist“.

Banksys Identität gibt bis heute Rätsel auf. Bekannt ist nur, dass er aus Bristol stammt und Ende der 90er Jahre nach London kam. Einen Namen machte er sich mit seinen gesellschaftskritischen und meist kontroversen Motiven. Sotheby's wurde 1744 gegründet und hat heute zehn Verkaufshäuser weltweit, darunter New York, London, Genf, Hongkong und Paris. dpa


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