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Rückblende: Heiß, heißer, Rock-A-Field 2011
Kultur 3 Min. 27.03.2012

Rückblende: Heiß, heißer, Rock-A-Field 2011

Grauer Himmel, Regen, feuchte Aussichten: Innerhalb der Woche sah es nicht gut aus für die diesjährige Auflage des Rock-A-Field. Doch der Heilige Petrus hatte ein Einsehen mit den Festivaljüngern. Pünktlich zur Öffnung des Festivalgeländes am Sonntag um 11 Uhr verzogen sich die Wolken und die Sonne nahm ihren angestammten Platz am Himmel ein.

Von Eric Hamus

Grauer Himmel, Regen, feuchte Aussichten: Innerhalb der Woche sah es nicht gut aus für die diesjährige Auflage des Rock-A-Field. Doch der Heilige Petrus hatte ein Einsehen mit den Festivaljüngern. Pünktlich zur Öffnung des Festivalgeländes am Sonntag um 11 Uhr verzogen sich die Wolken und die Sonne nahm ihren angestammten Platz am Himmel ein. Von dort aus versorgte sie die 18 000 Besucher mit herrlichstem Wetter – so wie man es schlussendlich in den letzten Jahren auch vom Rock-A-Field gewohnt war.

Sie wurden nicht müde, die Festivalbesucher in den letzten Tagen mit positiven Wetterprognosen zu versorgen. Über Twitter, Facebook und E-Mail wiesen die Organisatoren des Atelier immer wieder darauf hin, dass mit der sechsten Auflage des Rock-A-Field auch der Sommer wieder Einzug halten sollte. Und sie sollten Recht behalten: Blauer Himmel, strahlende Sonne und hochsommerliche 28 Grad sorgten auf dem Herschesfeld für beste Festivalstimmung.

Ausverkaufte Veranstaltung

Konnte das Atelier in den letzten beiden Jahren bereits vor der Öffnung des Festivalgeländes ausverkauftes Haus vermelden, so standen am Freitag immer noch 2 000 Tickets zum Verkauf. Kurz vor Mittag waren es deren nur noch 500, hatten es sich doch im letzten Moment wohl viele Festivalgelände nochmals anders überlegt und waren den Weg nach Roeser angetreten. Am späten Nachmittag dann konnte Laurent Loschetter dann aber wieder ausverkauftes Haus melden.

Enttäuscht wurden sie nicht, die 18 000 Besucher, hatten die Organisatoren auch in diesem Jahr nichts unversucht gelassen, um ihre Gäste zufrieden zu stellen. Kritiken der letzten Jahre, bei Sonne gebe es keinen Schatten, hatten sie sich genauso zu Herzen genommen, wie Anregungen, die Getränkeausschenke zu verbessern. Für ersteres hatten Loschetter und Co. ein riesiges Zelt für 3 000 Personen aufgestellt, die das Schatten-Angebot bei gleißender Sonne auch dankbar annahmen.

Doch auch auf musikalischer Seite hatten das Atelier vorgesorgt. Mit Project 54 war es einer in Luxemburg best bekannten Band aus der deutschen Grenzregion gegönnt, das Festival um Punkt Mittag zu eröffnen. Ist es doch meist eine undankbare Aufgabe für Musikgruppen, am frühen Nachmittag aufzutreten, so hatten sowohl Project 54 als auch You Me At Six und Versus You die (trotz früher Festivalstunde) zahlreich angereisten Besucher sofort auf ihrer Seite. Es folgten The Gaslight Anthem und All Time Low, bevor die Dänen von Volbeat mit ihrer Metal-Rock-Punk-Rockabilly-Mischung ein erstes Ausrufezeichen setzten.

Super Performance von Arcade Fire

Gute Stimmung auf der Hauptbühne verbreiteten auch De Läb, die mit ihrem Luxemburger Sprechgesang so manchen Besucher zum Tanzen bewegten. Bullet for my Valentine, die als Ersatz für die abgesprungenen Blink 182 angetreten waren, schafften es, das Feld vor der BGL Startin' Stage ganz zu füllen, bevor mit den Fantastischen Vier denn auch schon die ersten Headliner die Hauptbühne betraten und mit ihren größten Hits aus mehr als 15 Jahren Bandgeschichte aufwarteten.

Nach The Wombats stand für viele Besucher das eigentliche Highlight auf dem Programm: Die Kanadier von Arcade Fire ließen ihre Fans auch nicht im Stich und lieferten wohl eine der besten Performances des Festivals ab. Sämtliche Befürchtungen, der andächtig-alternative Sound der Kanadier könnte im Festival-Getümmel untergehen, sollten sich nicht bewahrheiten. Elbow hatten es da schon wesentlich schwerer, die Darbietung von Arcade Fire zu übertrumpfen. Eingängiger ging es bei den Arctic Monkeys zu, die mit ihrer Mischung aus alten Hits und neuen Songs zu später Stunde nochmals Leben in die Bude brachten.

Die gute Stimmung auf dem Festivalgelände spiegelte sich aber auch hinter der Bühne wider. „Uns gefällt es gut hier auf dem Rock-A-Field. Die Stimmung im Backstage-Bereich ist entspannt und die Mitarbeiter kümmern sich gut um uns“, betonte Thomas D (Die Fantastischen Vier) im Interview mit dem LW.

Ein Umstand, den auch Tim Kingsbury (Arcade Fire) hervorzuheben wusste: „Der Kontakt zu anderen Künstlern und Bands fällt irgendwie leicht hier am Rock-A-Field. Wir sind zwar erst eine Stunde hier, doch geht es richtig locker zu. Auch Luxemburg gefällt uns ganz gut. Wir sind Samstagabend in der Stadt angekommen und hatten nach dem Abendessen noch einen kleinen Spaziergang gewagt. Eine richtig schöne Stadt“, lobte der kanadische Bassist und Gitarrist Land, Leute und Festival.