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Rotondes feiern die digitale Kunst
Kultur 5 2 Min. 26.02.2019

Rotondes feiern die digitale Kunst

Wenn die LED-Lämpchen mit Wasser in Kontakt kommen, entstehen Bilder, Schriftzüge und Figuren: Beim „Waterlight Graffiti“ dürfen Besucher selbst zum Pinsel greifen.

Rotondes feiern die digitale Kunst

Wenn die LED-Lämpchen mit Wasser in Kontakt kommen, entstehen Bilder, Schriftzüge und Figuren: Beim „Waterlight Graffiti“ dürfen Besucher selbst zum Pinsel greifen.
Foto: Fotofilip
Kultur 5 2 Min. 26.02.2019

Rotondes feiern die digitale Kunst

Sophia SCHÜLKE
Sophia SCHÜLKE
Jung, multimedial und interaktiv: Das Festival "Mutiplica" verbindet Wasser und Leuchten zu einzigartigem Graffiti und lässt vor den Augen seiner Besucher Algorithmen und Menschen miteinander verschmelzen. Da ist für neugierige Kunstliebhaber ein Abstecher in die Rotondes beinahe Pflicht.

Mit einer Wasserpistole auf eine schwarze Wand zielen und Lämpchen zum Leuchten bringen: Was sich etwas futuristisch anhört, wird ab dem kommenden Wochenende in den Rotondes alltäglich. 

Wenn das „Multiplica“-Festival dann seine Türen öffnet, wird auch die Installation „Waterlight Graffiti“ von dem Franzosen Antonin Fourneau auf die Besucher warten. 

Mitmachen ist hier erwünscht: Mit Pinsel, Spray oder Stempel können die LED-Lichter angeschaltet und zu Bildern oder Schriftzügen zusammengefügt werden. Die Installation bleibt über das dreitägige Festival hinaus bis Februar 2020 in den Rotondes.

Aber nicht nur Installationen wie diese, sondern auch Konzerte, Workshops, Künstlergespräche, und Hackathons gehören zu „Multiplica“. 


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Wie die „Medienkunst“ immer stärker ihren Raum einfordert und die Rotondes mit einem Festival darauf reagieren. Bis zum 14. Februar widmet sich das Kulturzentrum den arts numériques.

Denn auch die zweite Ausgabe des Festivals will die digitale Kunst in den Rotondes auf vielseitige Art in den Fokus rücken. 

Vom kommenden Freitag bis zum Sonntag soll es multimedial und interaktiv, und, wie beim „Waterlight Graffiti“, sehr zugänglich werden, wobei das Programm den Festivalbesuchern allerhand ästhetische und sensorische Erfahrungen verheißt.

Verschmelzung von Mensch und Algorithmen 

Auf die Spuren des Unheimlichen nach Freud begibt sich die Luxemburgerin Laura Mannelli mit „La Vallée Dérangeante“. Gemeinsam mit Juan Deguillebon, Aude Arago und Frederick Thompson will Mannelli ein beunruhigendes Verschmelzen von digitalem Algorithmus und menschlichem Körper herausarbeiten. 

„Die Installation lässt den Betrachter in einen Raum doppelsinniger Gefühle eintauchen“, stellt Mannelli in Aussicht.

360 Videos werden hier nicht unterstützt. Wechseln Sie in die Youtube App, um das Video anzusehen.

Mannelli, Gewinnerin der „Bourse Indépendance“, zeigte im Vorjahr ihre Schau „The Promises of Monsters“ in der Banque Internationale à Luxembourg und setzte 2017, von Dantes „Divina Commedia“ inspiriert, die elektroakustische Komposition „Near Dante Experience“ um. 

Diesmal bringt sie mit Tanz und Musik auch darstellende Kunst ein. „La Vallée Dérangeante“ entstand in Koproduktion mit den Rotondes und erlebt hier ihre Premiere.

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Ein luxemburgisch-weißrussischer Austausch förderte unterdessen das Veranstaltungsplakat des Festivals zutage, dessen Schrift sich als Installation in virtueller Realität präsentiert. Entworfen wurde das Plakat „Virtual Multiplica“ von Karolina Markiewicz, Pascal Piron und Feeling Digital.

Kunst aus Google-Suchanfragen

Der luxemburgische Motiondesigner und Installationskünstler Steve Gerges wird eine zweitägige Einführung in das Video Mapping geben, mit dem Licht und Videos auf Oberflächen projiziert werden können. 

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Die multimediale Technik ist vor allem für ihren monumentalen Einsatz auf historischen Gebäuden bekannt. Zudem zeigt Gerges bis zum 15. Mai in der Cercle Cité die interaktive Installation „Fields“.

Regelrecht umzingelt von seiner eigenen Freigiebigkeit gegenüber Google wird der Besucher in Gestalt der runden Installation „The Great Indecision Council“. Dafür spielt der belgische Künstler Romain Tardy auf fast mannshohe Leuchtflächen jene Begriffe, die in Luxemburg am häufigsten über Google gesucht werden.

Große und kleine Besucher können sich auch in Ateliers ausprobieren: unter anderem am Laserschnitt von Figuren oder an einem eigenen Science-Fiction-Kurzfilm unter Einsatz von Stop Motion und Green Screen.
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Das Festival findet am Freitag, 1. März, 18 bis 1 Uhr, am Samstag, 16 bis 24 Uhr, und am Sonntag, 11 bis 17 Uhr, statt. Karten unter Telefon 26 62 20 30 oder www.multiplica.lu


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