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Rassismusdrama „Green Book“ bester Oscar-Film
Kultur 7 3 Min. 25.02.2019

Rassismusdrama „Green Book“ bester Oscar-Film

Regisseur Peter Farrelly mit dem Oscar für "Green Book".

Rassismusdrama „Green Book“ bester Oscar-Film

Regisseur Peter Farrelly mit dem Oscar für "Green Book".
AFP
Kultur 7 3 Min. 25.02.2019

Rassismusdrama „Green Book“ bester Oscar-Film

Das US-Rassismusdrama „Green Book“ holt den Oscar für den besten Film. Der Regie-Preis geht an den Mexikaner Alfonso Cuarón für „Roma“, bester Hauptdarsteller ist Rami Malek in "Bohemian Rhapsody".

 (dpa) - Das Rassismusdrama „Green Book - Eine besondere Freundschaft“ hat den Oscar für den besten Film gewonnen. Insgesamt erhielt das Werk von Regisseur Peter Farrelly in der Nacht zu Montag drei Auszeichnungen. Der Film erzählt von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem schwarzen Musiker und seinem weißen Chauffeur in den USA der 60er Jahre. Als bester Regisseur wurde der Mexikaner Alfonso Cuarón mit der Netflix-Produktion „Roma“ geehrt. 

Der US-Amerikaner Rami Malek gewann für seine Darstellung des Queen-Sängers Freddie Mercury in „Bohemian Rhapsody“ die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller; der Musikfilm wurde insgesamt vier Mal geehrt. Die Britin Olivia Colman bekam den Hauptrollen-Oscar für ihre Verkörperung der englischen Königin Anne in der Historiengroteske „The Favourite - Intrigen und Irrsinn“.

Die Auszeichnungen in den Kategorien „nicht-englischsprachiger Film“ sowie "Beste Kamera" gingen an „Roma“. Der dreifach ausgezeichnete Schwarz-Weiß-Film erzählt von einer Familie im Mexiko der 70er Jahre und ist eine Hommage an die Kindermädchen aus Cuaróns Vergangenheit. Hoffnungen auf den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film hatte sich auch der deutsche Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck gemacht, der die Trophäe beretis 2007 mit dem Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“ gewonnen hatte.

In den Nebendarsteller-Kategorien wurden zwei afro-amerikanische Darsteller geehrt: Regina King gewann mit ihrer Rolle einer kämpferischen Mutter in dem Drama „If Beale Street Could Talk“; Mahershala Ali holte sich nach „Moonlight“ seinen zweiten Oscar für „Green Book“.

Die 91. Oscar-Verleihung hatte diesmal keinen festen Moderator, dadurch fiel die Gala deutlich straffer und geschäftsmäßiger aus als früher. Lediglich zu Beginn der Show im Dolby Theatre in Los Angeles kam Stimmung auf, als die Band Queen mit der Rockhymne „We will rock you“ die Zuschauer begeisterte.

Politischer Unterton von Spike Lee

Preisträger Spike Lee nutzte seine Dankesrede , um ein politisches Statement zu setzen. „Vor der ganzen Welt erweise ich unseren Vorfahren, die dieses Land aufgebaut haben, meine Ehre“, sagte der US-Regisseur, der in der Nacht zu Montag in Hollywood für sein adaptiertes Drehbuch zur Polit-Satire „BlacKkKlansman“ ausgezeichnet wurde. Vor 400 Jahren seien ihre Vorfahren aus Afrika geraubt und versklavt worden. Es sei wichtig, von den Vorfahren zu lernen, sagte er. „Dann erlangen wir unsere Menschlichkeit wieder.“


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Der Afro-Amerikaner Lee kritisierte indirekt außerdem die aktuelle Regierung in den USA. „Die Präsidentschaftswahlen von 2020 sind nicht mehr weit weg. Lasst uns aktiv werden und auf der richtigen Seite der Geschichte stehen“, sagte er. Das sei eine moralische Wahl zwischen Liebe und Hass. Unter stehendem Beifall beendete er seine Rede mit den Worten: „Lasst uns das Richtige tun!“ als Anspielung an seinen gleichnamigen Film von 1989 („Do The Right Thing“).


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