Queen in Amnéville

"Den Atelier" sucht Alternativen zur Rockhal

Bereits im Oktober 2008 organisierte "Den Atelier" ein Konzert mit den Poplegenden von Queen - damals in der Rockhal.
Bereits im Oktober 2008 organisierte "Den Atelier" ein Konzert mit den Poplegenden von Queen - damals in der Rockhal.
Foto: Serge Waldbillig

(ps) - Der Luxemburger Konzertveranstalter „Den Atelier“ organisiert erstmals ein Konzert außerhalb der Grenzen des Großherzogtums. Die Poplegenden von Queen (bzw. Gitarrist Brian May und Schlagzeuger Roger Taylor) werden mit  Sänger Adam Lambert am 12. November im Galaxie in Amnéville auftreten. 12 000 Karten gehen heute in den Verkauf.

Bereits 2008 organisierte „Den Atelier“ ein Konzert mit Queen – damals jedoch noch in der Rockhal und mit Sänger Paul Rodgers. Offiziell heißt es, dass die Rockhal diesmal aus Termingründen nicht zur Verfügung stand. Allerdings ist laut Agenda am 12. November kein Konzert in der Rockhal geplant. Und dem Vernehmen nach geht es „Den Atelier“ auch eher darum, eine Alternative zur Rockhal zu finden. Bereits vor etwa einem Jahr sei der Hollericher Konzertveranstalter mit Amnéville in Kontakt getreten im Hinblick auf eine zukünftige Zusammenarbeit. Vor allem die höhere Zuschauerkapazität von 12000 Personen im Galaxie sei interessant - die Rockhal fasst mit maximal 6000 Zuhörern nur knapp die Hälfte.

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Und so wird es auch nicht bei einer einmaligen Zusammenarbeit von "Den Atelier" und dem Galaxie bleiben. Weitere Konzerte seien geplant, wie es von Seiten der Konzerthalle in Amnéville heißt – näheres will man zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht bekannt geben.

„Den Atelier“ in Kirchberg

Bereits vor zwei Monaten hatte "Den Atelier“ verkündet, erstmals ein Konzert in der neuen Luxexpo The Box zu veranstalten. (Alter Bridge am 26 Juni). Also etwa genau an jenem Ort, an dem „Den Atelier“ 2015 die Konzertlocation „H6“ errichten wollte – ein zweites Standbein innerhalb Luxemburg-Stadt mit größerer Zuschauerkapazität. Das Projekt scheiterte jedoch 2015  an finanziellen Hürden. Konnte der Konzertveranstalter sein Vorhaben also doch im Hintergrund realisieren?

„Nein“, so der Programmverantwortliche von „Den Atelier“, Michel Welter im Februar. Das Konzert stehe nur indirekt mit dem Projekt „H6“ im Zusammenhang. Es handele sich um eine andere Halle, und das Projekt „H6“ habe eine andere Tragweite gehabt – man wollte damals die Luxexpo-Halle benutzerfreundlich mit Mezzanin umbauen. Die Suche nach einem weiteren größeren Standbein in Luxemburg-Stadt habe man jedoch nicht aufgegeben.

Durch die Neuausrichtung der „Luxexpo The Box“, die im Februar ihr Rebranding präsentierte, hat sich jedoch eine Tür geöffnet. Die Halle in Kirchberg sei dabei sowohl durch ihre Lage wie auch durch ihre Größe interessant. Insgesamt umfasst die Mehrzweckhalle mit Eingang in Richtung Rue Carlo Hemmer eine maximale Kapazität von 3 000 Zuschauern.

Außerdem sei der Standort mit ausreichend Parkmöglichkeiten zentral gelegen und gut an das Transportnetz angebunden. "Den Atelier"  müsse zwar etwas in die Akustik und Belichtung investieren, aber man zeigt sich optimistisch, dass sich das Vorhaben auszahlen könne. Das „Alter Bridge“-Konzert sei dabei ein erster Versuch, aber Michel Welter ließ durchblicken, dass man auch diesen Standort wohl langfristig für Konzerte im Blick habe.

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